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Frühjahrsputz - diese Mittel sind wirklich effektiv
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Aus der
aktuellen
Ausgabe

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Natürlich sauber

So bewältigen Sie den Frühjahrsputz auch ohne Produkte, die Gesundheit und Umwelt gefährden

Ausgabe: April 2017 Autor: Doris Kochanek

Wenn die Frühlingssonne hell ins Wohnzimmer scheint, werden Staubfäden sichtbar, die in den trüben Wintertagen kaum auffielen. Die Fensterscheiben erscheinen schlierig, am Boden kommen Flecken zum Vorschein. Zeit für einen Frühlingsputz.
So manch einer reisst die Fenster auf und greift zu Staubsauger und Putzlappen. Vielerorts kommen dabei wahre Chemiekeulen zum Einsatz. Scharf riechende Pulver, grelle Flüssigkeiten in farbigen Flaschen, Giftklasse fünf und aufwärts. Im Privathaushalt sind solche Produkte jedoch nicht nötig. Sanfte Mittel reinigen genauso sauber. Sie sind günstig, umweltfreundlich und erst noch gesünder.

Wasser Reicht oft aus

Das Reinigungsmittel Nummer eins fliesst gratis aus unseren Hähnen: Wasser. Nur schon damit lassen sich viele Oberflächen sauber krie­­gen – beson­ders in Kombination mit Mikro­faser­tüchern. Diese bestehen aus Kunst­stoff­fasern, die 100-mal feiner sind als ein menschliches Haar. Sie vermögen auch Klebriges und Fettiges leicht zu entfernen. Professionelle Institute und Grossbetriebe setzen sie seit vielen Jahren erfolgreich ein.
Dem Putzwasser können einige Tropfen Abwaschmittel beigefügt werden oder für Fenster ein Spritzer Putzsprit. Ungeeignet sind Mikro­faser­tücher einzig für weiche Kunst­stoff­flächen, auf denen feine Kratzspuren entstehen könnten, sowie für unversiegelte Holzböden oder geölte Holz­oberflächen. Die Fasern würden den schützenden Ölfilm entfernen. Die Tücher müssen unbedingt ohne Weichspüler gewaschen werden, weil dieser die feinen Strukturen verklebt. Damit wäre die Wirkung dahin.
Wer Sauberkeit mit schäumenden Mitteln und frischem Duft gleichsetzt, wird sich allerdings zuerst an Mikrofasertücher gewöhnen müssen. Parfüm bringt jedoch vom Reinigungsaspekt her nichts, ist schlecht für die Umwelt und kann Allergien auslösen.

Kleiner Putzkasten

Der Putzkasten im Privathaushalt kann daneben klein gehalten werden: Je nach Härtegrad des Wassers braucht man Putzessig oder ein zitronensäurehaltiges Mittel für hartnäckige Kalkflecken, einen WC-Reiniger und ein Chromstahl­pflegemittel. Setzen Sie spezifische chemische Produkte nur bei sehr hart­näcki­gen oder ungewöhnli­chen Verschmutzungen ein – und auch dann nur zielgerichtet und sparsam.
Desinfizierende Reinigungsmittel sind zu Hause sowieso unnötig: Indem man Schmutz entfernt, entzieht man den Bakterien bereits die Grundlage, um sich zu vermehren. Zudem züchten Sie mit Desinfektionsmitteln re­sis­tente Bakterien heran und zerstört die Mikroorganismen in den Kläran­la­gen. Diese haben jedoch eine wichtige Funktion bei der Reinigung des Abwassers.

Die Haut schonen

Das gleiche Prinzip wie im Haushalt gilt in der Waschküche: Wer einmal vergessen hat, Waschmittel in die Maschine zu geben, wird festgestellt haben, dass die Kleider trotzdem erstaunlich sauber geworden sind. Das Wasser allein spült bereits einen grossen Teil des Schmutzes heraus. In den Regalen der Grossverteiler findet sich dennoch eine fast unüberblickbare Anzahl von Schachteln und Flaschen, deren Hersteller das Blaue vom Himmel versprechen.
Deshalb ist ein Blick auf die Inhaltsliste wichtig: Für die Haut und die Umwelt ist ein Mittel umso verträglicher, je weniger Enzyme, Duftstoffe, Bleichmittel, Auf­heller, Konservie­rungs­mittel und Phosphate es enthält. Darauf sollten vor allem Allergiker und Personen mit sensibler Haut achten. Orientierungshilfe bietet ihnen der Vermerk „empfohlen durch aha!“ des Allergiezentrums Schweiz.


 

RD Abbinder
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