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    FIT IM ALTER

    Sportlich aktiv mit 60 Plus: Welche Sportart zu Ihnen passt. Was Sie beachten müssen. Was Sie motiviert.

Ein sportliches älteres Paar joggt durch den Herbstwald.
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Mit über 60 sportlich aktiv sein

Es ist nie zu spät für sportliche Betätigung. Wissenschaftliche Studien sind sich selten so einig wie beim Sport: Wer aktiv ist, sich bewegt, Muskeln und Gelenke in Form hält, bleibt länger gesund und vital.

Autor: Reader's Digest Book

Die Herausforderung besteht allein darin, die für Sie passende Sportart zu fnden. Es geht also weniger um die Entscheidung für oder gegen Sport, sondern um eine geeignete Betätigungsform. Neben persönlichen Vorlieben lassen körperliche Beeinträchtigungen möglicherweise die eine oder andere Sportart ausscheiden, irgendeine gesundheitsfördernde Betätigung lässt sich aber für jeden finden.

 

Allein entscheiden oder Beratung suchen?

Der normale Alterungsprozess lässt sich durch Sport zwar nicht gänzlich aufhalten, zumindest aber verlangsamen. Bei manchen Erkrankungen ist Sport im Anfangsstadium sogar die beste Therapie – etwa bei Osteoporose oder Rheuma. Lassen Sie wenig Zeit oder mangelnde Motivation nicht als „Ausrede“ gelten. Im Gespräch mit Ihrem Hausarzt sollten Sie mögliche persönliche Risiken abklären. Ein leistungsmedizinischer Check bei einem Sportmediziner wird zwar von den wenigsten Krankenkassen übernommen, dafür erhalten Sie einen grundlegenden Überblick über Ihren aktuellen

 

Fitnesszustand

Der Check sollte beispielsweise ein Belastungs-EKG, einen Beweglichkeits- sowie einen Blut-, Laktat- und Atemgastest umfassen.

 

Nicht gleich aufgeben – vermeiden Sie falschen Ehrgeiz!

Haben Sie eine Sportart gefunden, die Sie ausprobieren wollen, sollten Sie sich gerade nach einer längeren Pause oder als Einsteiger nicht überfordern. Setzen Sie sich realistische Ziele und versuchen Sie nicht, an persönliche Bestmarken von vor einigen Jahren anzuknüpfen. Gerade wenn Sie in einer Gruppe Sport treiben, sollten Sie sich mit Gleichaltrigen – auf ähnlichem Trainingsniveau – und nicht mit Jüngeren messen. Auch beim Ziel Gewichtsreduktion ist Geduld nötig. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn sich die Pfunde eher langsam davonschleichen. Ihr Körper braucht einige Zeit, um Fett- in Muskelzellen umzuwandeln und Ihren Stoffwechsel an die neue Aktivität mit verändertem Energiebedarf anzupassen.

Sportlich durch den (All-)Tag: Neben den klassischen Sportarten gibt es auch im Alltag eine ganze Reihe von Möglichkeiten, sich ft zu halten.

  • Meiden Sie Fahrstuhl und Rolltreppe und gehen Sie stattdessen zu Fuß.
  • Lassen Sie das Auto stehen und erledigen Sie Besorgungen mit dem Fahrrad oder bei einem Spaziergang.

Wer einmal damit angefangen hat, körperliche Anstrengungen zu suchen, statt ihnen auszuweichen, wird feststellen, wie gut es tut, sich nebenbei aktiv zu halten.

 

Wie finde ich die für mich passende Sportart?

1.) Mir fehlt die individuelle Motivation.
Sport in der Gruppe zu festen Zeiten kann helfen, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden. Oder nutzen Sie „Alltagssport“: Treppe statt Rolltreppe und Fahrstuhl, zu Fuß gehen statt mit dem Auto fahren.

 

2.) Ich suche ein kurzes, effektives Training.
Ideal wäre z. B. individuelles Krafttraining im Fitnessstudio.

 

3.) Meine Beweglichkeit ist durch Vorerkrankungen eingeschränkt.
Besprechen Sie das Problem mit Ihrem Hausarzt, der Sie gegebenenfalls an einen Sportmediziner überweist: Es gibt für jeden eine Möglichkeit, Sport zu treiben!

 

4.) Sport war mir generell immer zu anstrengend.
Lassen Sie sich z. B. in einem Sportverein mit breitem Angebot oder bei der Volkshochschule (VHS) beraten: Sich fit halten heißt nicht, bis zur Erschöpfung zu trainieren.

 

5.) Ich möchte möglichst wenig Geld ausgeben für Kleidung und Ausrüstung.
Viele Bewegungssportarten wie Walken, Joggen, Wandern, aber auch z. B. Tischtennis können durchaus in Freizeitkleidung ausgeübt werden. Oder nutzen Sie den „Alltagssport“: Treppe statt Rolltreppe und Fahrstuhl, zu Fuß gehen statt mit dem Auto fahren.

 

6.) Ich möchte möglichst wenig Geld ausgeben für Mitgliedschaft, Trainerstunden, Kursgebühren.
Einfach Angebote der Volkshochschule (VHS) oder öffentlicher Sportvereine nutzen.

 

7.) Mich stören feste Zeiten, zu denen das Training stattfindet.
Ideal wäre z. B. individuelles Krafttraining im Fitnessstudio. Dort können Sie hingehen, wann immer Sie möchten. Es gibt bereits Fitnessstudios, die 24 Stunden geöffnet haben.

 

8.) Ich fühle mich immer von Unbekannten in der Gruppe beobachtet.
Gründen Sie eine eigene Gruppe mit Gleichgesinnten, die Ihnen sympathisch sind (z. B. in einer Walking-Gruppe), oder fragen Sie im Freundes- und Bekanntenkreis nach.


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RD Abbinder
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