Das bedeuten die Angaben auf Lebensmittel-Verpackungen
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Das bedeuten die Angaben auf Lebensmittel-Verpackungen

Wer Lebensmittel im Geschäft einkauft, kann den Angaben auf den Verpackungen viele nützliche Informationen entnehmen.

Autor: Reader's Digest Book

Manche Kennzeichnungen sind generell verpflichtend, andere Deklarationen nur für bestimmte Lebensmittel vorgeschrieben. Darüber hin aus finden sich auf den Verpackungen freiwillige Angaben der Hersteller und zusätzlich noch jede Menge Werbung. Fast überall sind Zusatzstoffe enthalten, viele Verbraucher stört das. Andererseits sind manche Produkte ohne diese Zusatzstoffe nicht herstellbar. Wer informiert ist, kann einfach selbst entscheiden.

Die wichtigsten Informationen auf der Verpackung von Lebensmitteln:

Die Verkehrsbezeichnung muss das Produkt eindeutig und sachlich beschreiben, sodass jeder versteht, um welches Lebensmittel es sich handelt. Das Zutatenverzeichnis informiert über die enthaltenen Zutaten. Es listet alle Zutaten in der Reihenfolge ihres Gewichtsanteils auf. Am Ende der Liste finden sich meist Gewürze, Aromen und Zusatzstoffe, die nur in geringer Menge enthalten sind. Die 14 relevantesten Allergene werden immer in der Zutatenliste gekennzeichnet oder – wenn der Hersteller mehrere Produkte mit derselben Maschine produziert – mit der Angabe „kann Spuren von XYZ enthalten“ angegeben.

Auf www.zusatzstoffe-online.de können Sie alle Zusatzstoffe in einer Datenbank nachschlagen und finden dort ausführliche Informationen zu ihnen. Die Füllmenge gibt die enthaltene Menge des Produkts nach Stückzahl, Gewicht oder bei Flüssigkeiten nach Volumen an. Verpackte Lebensmittel müssen ein Mindesthaltbarkeitsdatum bzw. bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch ein Verbrauchsdatum tragen. Die Nährwertkennzeichnung erfolgt in Form einer Tabelle. Sie weist den Brennwert (in kcal oder kJ) sowie die Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz pro 100 g bzw. 100 ml aus. Herkunftsangabe. Die Angabe der Herkunft ist für einige Lebensmittel vorgeschrieben, etwa für natives Olivenöl sowie für frisches, gekühltes und gefrorenes Rind-, Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch. Auch die Herkunftsländer von Obst und Gemüse müssen angegeben werden. Bei zusammengesetzten Produkten wäre die Herkunft nicht leicht zu bestimmen und wird auch nicht angegeben.

Was die Zutatenliste verschweigt.

Es kommt vor, dass die Zutatenliste Zusatzstoffe oder Hilfsstoffe verschweigt, die im Produktionsprozess verwendet wurden oder die in geringen, nicht deklarationspflichtigen Mengen noch im Produkt vorkommen. Dazu gehören sogenannte Verarbeitungshilfsstoffe, von denen Spuren im Enderzeugnis enthalten sein dürfen, sofern die Rückstände gesundheitlich unbedenklich sind. Eine Ausnahme bilden die Hauptallergene, die immer anzugeben sind. Bei Getränken wie Wein, Bier und Fruchtsäften können z. B. Klärungsmittel zum Einsatz kommen. Wird dafür Hühnereiweiß verwendet, wird dies als allergene Zutat aufgeführt. Gelatine muss nicht genannt werden. Auch Lösungsmittel und Trägerstoffe gelten nicht als Zutaten. Dazu gehören Alkohol, Speiseöl, Zucker oder Maltodextrin.

Problematisches Mindesthaltbarkeitsdatum.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt an, bis zu welchem Zeitpunkt das ungeöffnete und richtig gelagerte Lebensmittel seine maßgeblichen Qualitätseigenschaften wie Geschmack, Geruch und Nährwert behält. Auch nach Ablauf des MHD sind Lebensmittel in den allermeisten Fällen nicht verdorben und dürfen, mit Ausnahme von Eiern, auch noch verkauft werden. Sie brauchen Lebensmittel also nicht wegwerfen, wenn sie noch gut riechen und gut aussehen. Das „Verbrauchsdatum“ hingegen ist auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch zu finden und gibt an, bis zu welchem Zeitpunkt das Lebensmittel verbraucht werden soll.

 


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