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7 Irrtümer über Grippe-Impfstoff
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7 Irrtümer über Grippe-Impfstoff

Kälte, Nässe, Heizungsluft - der Winter beginnt und bietet beste Voraussetzungen für die nächste Grippewelle. Lassen Sie sich impfen!

Ausgabe: Dezember 2017 Autor: Jenn Sinnrich

Man benötigt nicht jedes Jahr eine Auffrischung
„Grippeviren verändern sich ständig. Deshalb wird jedes Jahr ein neuer Impfstoff verwendet“, sagt Caroline Sullivan, Krankenschwester und Assistenzprofessorin für Krankenpflege an der Columbia University in New York. „Studien haben gezeigt, dass die Immunität des Körpers nach einer Infektion oder einer Grippe-Impfung im Lauf der Zeit abnimmt.“

Es ist zu spät im Jahr, um sich noch impfen zu lassen
Die Grippesaison beginnt üblicherweise Anfang Oktober und kann bis in den Mai im darauffolgenden Jahr andauern. Aus diesem Grund raten Ärzte ihren Patienten, eine Grippe-Impfung auch Ende Januar oder sogar im Februar noch durchführen zu lassen.

 

Sie hatten dieses Jahr bereits Grippe, sind also immun
Sind Sie sicher, dass es Grippe war und kein anderes Virus? „Viele Virus-infektionen können sich wie eine Grippe anfühlen“, sagt Ali Mileski, leitende Krankenschwester in einem New Yorker Krankenhaus. Selbst wenn es sich um einen Grippe-Erreger handelte, schützen die Antikörper, die Ihr Körper gebildet hat, nicht automatisch vor anderen Erregern.

 

Nach der Impfung bekommen Sie eine richtige Grippe
Laut dem US-amerikanischen Center for Disease Control CDC (Zentrum für Seuchenkontrolle) werden Grippe-Impfstoffe auf zwei verschiedene Arten hergestellt: mit inaktiven (und nicht infektiösen) Viren oder gänzlich ohne Viren. Manche Menschen reagieren mit leichtem Fieber und Muskelschmerzen. Diese Symptome dauern aber nur ein bis zwei Tage an und sind deutlich schwächer als bei einer echten Grippe.

 

Zu alt für eine Grippeimpfung
Menschen ab 65 sollten sich impfen lassen, da bei dieser Altersgruppe ein hohes Komplikationsrisiko im Fall einer Grippe besteht. In den vergangenen Jahren konnten 75-85 Prozent aller Todesfälle sowie 54-70 Prozent aller Krankenhausaufenthalte wegen Grippe Menschen dieser Altersgruppe zugeordnet werden. Es gibt zwei unterschiedliche Impfstoffe, die für Menschen ab 65 entwickelt worden sind. Der hoch-dosierte enthält die vierfache Menge an Antigenen wie der normale Impfstoff und führte in einer klinischen Studie zu 24 Prozent weniger Infektionen im Vergleich zur Standarddosis. Der wirkungsverstärkte Impfstoff provoziert eine stärkere Immunisierung. Laut einer Beobachtungsstudie ist dieser bis zu 63 Prozent effektiver als der unverstärkte Impfstoff.

 

Kein Sport nach der Impfung
Sport, vor oder nach der Impfung, kann dem Körper helfen, verstärkt Grippe-Antikörper zu produzieren. Eine Studie der Iowa State University bestätigte das. Studenten, die nach der Grippe-Impfung 90 Minuten lang joggten oder Fahrrad fuhren, produzierten doppelt so viele Antikörper wie diejenigen, die nichts taten.

 

Die Impfung ist schmerzhaft
Das ist eine weitverbreitete Angst – auch unter Erwachsenen. Nach einer Umfrage in den USA lassen sich 23 Prozent aller Erwachsenen aus Angst vor der Spritze nicht gegen Grippe impfen. Es gibt aber einen Trick, damit die Spritze kaum wehtut. Spannen Sie Ihre Muskeln nicht an, sondern versuchen Sie, den Arm locker zu lassen, und konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Atmen Sie aus, dann spüren Sie den Einstich kaum.

 

 


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