Honig ist ein bewährtes Mittel zur Desinfektin von Wunden. Lavendel wirkt beruhigend.
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Hausmittel, die wirklich helfen

Vermutlich schworen auch Ihre Großmütter und deren Ärzte auf Honig zur Wundheilung, Kirschen gegen Gicht, Lebertran für gesunde Augen. Nun hat die Wissenschaft aufgeholt.

Ausgabe: August 2019 Autor: Jen McCaffery und Tina Donvito

 

  • In den vergangenen fünf Jahren

    In den vergangenen fünf Jahren

    wurden Hunderte Studien zur Wirksamkeit von Hausmitteln durchgeführt. Allerdings hilft nicht jedes alte Rezept. Daher führen wir hier nur Behandlungen auf, deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein oder leiden an einer chronischen Krankheit, dann sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, ehe Sie die folgenden Mittel ausprobieren. Auch Naturheilmittel können zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln führen.
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  • Allergien: Vitamin C

    Allergien: Vitamin C

    Vitamin C hilft nicht nur bei Erkältungen – offenbar ist es auch ein wirk­sames natürliches Antihistaminikum. In einer Studie erhielten Allergiker ein Vitamin-C-haltiges Nasenspray. 74 Prozent der Probanden gaben anschließend an, dass ihre Nase weniger verstopft sei, im Gegensatz zu 24 Prozent der Teilnehmer, die ein Placebo erhalten hatten. Die Autoren der Studie empfehlen: Nehmen Sie täglich zwei Gramm über die Nahrung und/oder Nahrungsergänzungsmittel ein.
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  • Altersflecken: Buttermilch

    Altersflecken: Buttermilch

    Sie brauchen keine teure Creme. Dieses reichhaltige Nebenprodukt der Butterherstellung enthält sowohl Milchsäure als auch Vitamin C. Einer Studie zufolge wurden Altersflecken durch diese Kombination stärker aufgehellt als durch Milchsäure allein. Tragen Sie die Buttermilch mit einem Wattebausch auf, und spülen Sie sie nach 20 Minuten mit Wasser ab.
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  • Blasen: Vaseline

    Blasen: Vaseline

    Wunde Stellen rund um eine Blase verschlimmern sich durch Reibung. Reinigen Sie die Blase mit Wasser und Seife, tupfen Sie Vaseline auf die gereizte Stelle und decken Sie sie mit einem Wundverband ab, um sie gegen weiteres Scheuern zu schützen.
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  • Durchfall: Brombeertee

    Durchfall: Brombeertee

    Brombeeren enthalten reichlich Tannine, also Gerbstoffe, die dafür sorgen, dass die Darmschleimhaut sich zusammenzieht. Seit Langem gelten die Beeren als Mittel gegen Durchfall. Für einen Brombeertee kochen Sie ein bis zwei Teelöffel frische oder tiefgekühlte Brombeeren oder getrocknete Brombeerblätter zehn Minuten in 200 Milliliter Wasser. Gießen Sie dann die Flüssigkeit durch ein Sieb, und trinken Sie täglich mehrere Tassen. Brombeertee gibt es auch im Handel, achten Sie jedoch darauf, dass Brombeerblätter enthalten sind und nicht nur Aromen.
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  • Fußgeruch: Lavendelöl

    Fußgeruch: Lavendelöl

    Ätherisches Lavendelöl duftet nicht nur angenehm, es tötet durch seine antibakteriellen Eigenschaften Keime ab. Geben Sie vor dem Zubettgehen einige Tropfen auf Ihre Füße und massieren Sie das Öl ein. Socken verhindern Flecken auf der Bettwäsche.
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  • Gelenkschmerzen: Grüntee

    Gelenkschmerzen: Grüntee

    Das darin enthaltene Antioxidans Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) kann Gelenkschmerzen und Entzündungen bei rheumatoider Arthritis stoppen, besagt eine im Fachblatt Arthritis and Rheumatology publizierte Studie. Empfehlung: Trinken Sie täglich zwei bis drei Tassen grünen Tee.
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  • Gestresste Augen: Gurken

    Gestresste Augen: Gurken

    Legen Sie sich je eine fünf Millimeter dicke Gurkenscheibe auf die geschlossenen Lider. Antioxidantien in der Gurke wirken abschwellend und schmerzlindernd. Tauschen Sie die Gurkenscheiben alle zwei bis drei Minuten gegen kühlere aus. Gesamte Anwendungszeit: rund 15 Minuten.
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  • Gicht: Kirschen

    Gicht: Kirschen

    Laut einer Studie mit 633 Gichtpatienten hatten Probanden, die täglich 20 Kirschen aßen, seltener Gichtattacken als andere Studienteilnehmer. Kirschen enthalten Substanzen, die Harnsäure neutralisieren.
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  • Halsschmerzen : Andorntee

    Halsschmerzen : Andorntee

    Andorn, eine Pflanze aus der Familie der Lippenblütler, hilft, entzündetes Halsgewebe abschwellen zu lassen und verflüssigt den Schleim, sodass er sich leichter löst. Übergießen Sie pro Tasse zwei Teelöffel des gehackten frischen Krauts mit kochendem Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen, durch ein Sieb gießen und trinken.
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  • Harnwegsinfektion: Cranberrysaft

    Harnwegsinfektion: Cranberrysaft

    Eine Studie mit 373 Frauen, die regelmäßig an Harnwegsinfektionen litten, ergab: Diejenigen, die täglich ein Glas Cranberrysaft tranken, erkrankten zu 40 Prozent seltener als Probandinnen der Kontrollgruppe. Wissenschaftler vermuten, dass einer der Inhaltsstoffe in der Lage ist, Bakterien daran zu hindern, sich an den Wänden der Harnwege festzusetzen.
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  • Husten: Thymiantee

    Husten: Thymiantee

    Thymian ist ein natürlicher Schleimlöser, der die Atemwege entspannt. Mit Schlüsselblumen oder Efeu kombiniert, reduziert er Häufigkeit und Dauer von Hustenanfällen. Geben Sie zwei Teelöffel frischen Thymian (oder einen Teelöffel getrockneten Thymian) in eine Tasse mit heißem Wasser. Rund zehn Minuten ziehen lassen und dann abgießen. Nach Belieben mit Honig süßen.
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  • Insektenstiche: Hafermehl

    Insektenstiche: Hafermehl

    „Seit Langem ist bekannt und inzwischen auch wissenschaftlich belegt, dass Hafer Juckreiz lindern kann“, erklärt Dr. Adam Friedman, Dozent für Dermatologie an der George Washington University in Washington D. C., USA. Entsprechende Cremes mit kolloidalem Hafermehl gibt es im Handel. Alternativ können Sie auch selbst eine Paste herstellen, indem Sie Hafermehl und Wasser zu gleichen Teilen miteinander vermischen. Tragen Sie die Paste auf den Stich auf, und spülen Sie diese nach zehn Minuten Einwirkzeit mit Wasser ab.
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  • Kopfschmerzen: Pfefferminz­öl

    Kopfschmerzen: Pfefferminz­öl

    Ätherisches Pfefferminzöl kühlt die Haut. In zwei kleineren Studien wurden damit Spannungskopfschmerzen ebenso gut betäubt wie mit Paracetamol. Vermischen Sie einige Tropfen davon mit Olivenöl, um Hautreizungen zu vermeiden, und massieren Sie damit sanft Stirn und Schläfen.
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  • Mundgeschwüre: Magnesiumhydroxid

    Mundgeschwüre: Magnesiumhydroxid

    Geschwüre (Aphten) im Mund entstehen durch Virusinfektionen oder Verletzungen. Zur Schmerzlinderung können Sie den Mund mit Magnesiumhydroxid, auch Magnesiummilch genannt, spülen oder es drei- bis viermal täglich auf die Stellen auftragen.
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  • Nackenschmerzen: Druck

    Nackenschmerzen: Druck

    Drücken Sie mit dem Daumen oder den Fingerspitzen drei Minuten lang gleichmäßig auf die schmerzende Stelle (Triggerpunkt). Diese Akupressurmethode löst verspannte Muskeln und verringert Schmerzen.
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  • Nasennebenhöhlenentzündung: Eukalyptusöl

    Nasennebenhöhlenentzündung: Eukalyptusöl

    Geben Sie kochendes Wasser in einen Topf, zusammen mit einigen Tropfen Eukalyptusöl. Legen Sie ein Handtuch über Kopf und Schultern, und halten Sie rund 40 Zentimeter Abstand zum Wasser. Dann atmen Sie tief ein und aus. Der Dampf transportiert Öltröpfchen in die Nebenhöhlen, löst den Schleim und reinigt die Schleimhäute. Studien haben gezeigt, dass Cineol, der Hauptbestandteil des Eukalyptus­öls, antibakteriell wirkt und zur schnelleren Genesung bei akuter Nebenhöhlenentzündung beiträgt.
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  • Nierensteine: Zitronensaft

    Nierensteine: Zitronensaft

    Eine der häufigsten Ursachen für Nierensteine ist Oxalat, eine Substanz, die in Lebensmitteln wie Spinat, Kleie und Pommes frites enthalten ist. Reichert sich Oxalat im Urin und an Calcium an, bilden sich kleine Kristalle, und es entstehen Nierensteine. Wissenschaftlern zufolge könnte das Trinken von mindestens 120 Milliliter Zitronensaft täglich dieses Kristallisieren von Calcium und Oxalat verhindern.
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  • Osteoporose: Soja

    Osteoporose: Soja

    Die Auswertung mehrerer Studien an der University of North Carolina, USA, ergab, dass diejenigen Personen, die sojareiche Lebensmittel konsumierten, gesündere Knochen und ein geringeres Frakturrisiko aufwiesen. Wissenschaftler versuchen derzeit herauszufinden, welche Inhaltsstoffe diese schützende Wirkung im Einzelnen hervorrufen.
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  • Pickel: Teebaumöl

    Pickel: Teebaumöl

    In einer Studie erwies sich 5-prozentiges Teebaumöl-Gel zur Behandlung von Akne als ebenso wirksam wie 5-prozentige Benzoylperoxid-Lösung, und es hat weniger Nebenwirkungen.
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  • Rasurbrand: Avocado

    Rasurbrand: Avocado

    Avocados enthalten Vitamine und Öle, die feuchtigkeitsspendend und beruhigend auf die Haut wirken. Das lindert Reizungen bei einem Rasurbrand. Tragen Sie das Fruchtfleisch oder Avocadoöl direkt auf die betroffene Hautpartie auf.
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  • Rückenschmerzen: Beinwell

    Rückenschmerzen: Beinwell

    Diese Arzneipflanze wird seit Jahrhunderten zur Behandlung von Gelenk- und Muskelschmerzen angewandt. Bei einer Studie mit 215 Teilnehmern zeigte sich, dass sich nach dem Auftragen einer konzentrierten Beinwellsalbe auf dem unteren und oberen Rücken Muskelschmerzen verringerten. Die Salbe ist in Apotheken sowie gängigen Drogeriemärkten erhältlich.
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  • Refluxkrankheit & Sodbrennen: Artischockenextrakt

    Refluxkrankheit & Sodbrennen: Artischockenextrakt

    Die in Artischockenblättern enthaltene Caffeoylchinasäure (Chlorogen­säure) regt die Freisetzung von Gallenflüssigkeit an. Diese lindert Übelkeit, Blähungen und andere Symptome der Refluxkrankheit und des Sodbrennens. Artischockenextrakt ist in Kapselform im Handel erhältlich.
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  • Schlaflosigkeit: Baldrian

    Schlaflosigkeit: Baldrian

    Baldrian hilft dabei, schneller einzuschlafen, ohne sich am nächsten Morgen verkatert zu fühlen, wie es bei manchen Schlaftabletten der Fall ist. Die Inhaltsstoffe knüpfen im Gehirn an die gleichen Rezeptoren an wie medizinische Beruhigungsmittel. Nehmen Sie 30 Minuten vor dem Zubettgehen einen halben bis einen Teelöffel Baldriantropfen oder zwei Baldrianwurzel-Kapseln ein.
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  • Schluckauf: Zucker

    Schluckauf: Zucker

    Bei Schluckauf hilft Zucker. „Wenn Sie die körnigen Zuckerkristalle essen, müssen Sie kräftiger schlucken als sonst, wodurch das gereizte Zwerchfell wieder in den Normalzustand versetzt wird und die Spasmen aufhören“, erklärt Claire Martin, eine in Kalifornien, USA, ansässige Ernährungswissenschaftlerin.
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  • Schuppenflechte: Capsaicin

    Schuppenflechte: Capsaicin

    Capsaicin ist der Stoff, der zum Beispiel Cayennepfeffer die Schärfe verleiht. Untersuchungen haben gezeigt, dass Capsaicinsalbe den Juckreiz bei Psoriasis lindert.
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  • Schwielen & Hühneraugen : Aspirin

    Schwielen & Hühneraugen : Aspirin

    Zermahlen Sie fünf oder sechs nicht überzogene Aspirintabletten zu einem Pulver. Vermischen Sie es mit je einem halben Teelöffel Zitronensaft und Wasser. Tragen Sie die Paste auf die verdickte Haut auf, umwickeln Sie die Stelle mit Frischhaltefolie und einem warmen Handtuch. Nehmen Sie nach zehn Minuten alles ab, und scheuern Sie die aufgeweichte Haut vorsichtig mit einem Bimsstein ab. Reagieren Sie jedoch allergisch gegen Aspirin, ist diese Behandlung für Sie tabu.
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  • Übelkeit: Ingwer

    Übelkeit: Ingwer

    Ingwer kann Übelkeit lindern. „Man vermutet, dass Ingwer die Serotonin­rezeptoren in Magen und Darm blockiert, die Übelkeit auslösen“, erläutert die US-amerikanische Ernährungswissenschaftlerin Erin Palinski-Wade. Zudem könnte Ingwer verdauungsfördernde Enzyme freisetzen. Trinken Sie etwas Ingwerwasser, -tee, oder essen Sie ein paar kandierte Ingwerstückchen.
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  • Warzen: Klebeband

    Warzen: Klebeband

    Warzen lassen sich einer Studie zufolge entfernen, indem man sie mit Panzerband abklebt und es alle sechs Tage wechselt. Lösen Sie dann vorsichtig die oberste Hautschicht, und wiederholen Sie den Vorgang, bis die Warze weg ist. Das Panzerband war um 25 Prozent effektiver als Vereisen – und wesentlich billiger.
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  • Wunden: Honig

    Wunden: Honig

    Für die Heilwirkung von Honig sind Stoffe wie Wasserstoffperoxid und Methylglyoxal verantwortlich. Sie töten Bakterien in der Wunde. Einzelne Honigsorten unterscheiden sich jedoch deutlich in ihren antibakteriellen Eigenschaften. Die besten Ergebnisse lassen sich Forschern zufolge mit neuseeländischem Manuka-Honig erzielen, der eine Substanz enthält, die seine Wirksamkeit erhöht. Tragen Sie den Honig alle 12 bis 24 Stunden auf die Wunde auf, und decken Sie diese mit einem sterilen Mullverband ab.
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