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36 Dinge, die Sie im Alltag leicht besser machen können
© Illustrationen: Serge Bloch
Aus der
aktuellen
Ausgabe

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36 Dinge, die Sie im Alltag leicht besser machen können

Es sind Kleinigkeiten, die Ihr tägliches Leben beeinflussen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, um es schöner und angenehmer zu gestalten...

Ausgabe: November 2017 Autor: Brandon Specktor
  1. Das Gesicht beim Schlafen regelrecht ins Kissen drücken.
    Besser: „Das fügt Ihrer Haut auf Dauer winzige Verletzungen zu“, erklärt Hautarzt Dennis Gross. „Durch den Abrieb der rauen Baumwolloberfläche verliert das Kollagen allmählich seine Stützfunktion, und das führt zu Faltenbildung.“ Kissenbezüge aus Seide oder Satin schonen Ihre Haut.

  2. In totaler Stille duschen.
    Stattdessen: Lieblingsmusik hören und laut mitsingen.
    Bringt Musik Sie auf Touren? Gut so, denn dabei schüttet Ihr Gehirn das Belohnungshormon Dopamin aus. Dasselbe passiert, wenn Sie Schokolade naschen oder sich verlieben. Hören Sie also Ihre Lieblingsmusik, und singen Sie laut mit. Sie atmen automatisch tiefer ein und fördern so außerdem Ihre Herz-Gesundheit.



  3. Die Brille ablegen, wenn Sie mit jemandem reden.
    Besser: Brille anbehalten.
    Studien belegen, dass das Erscheinungsbild die Wahrnehmung beeinflusst. Ihre Brille lässt Sie demnach nicht nur „klug“ aussehen, sie lenkt die Aufmerksamkeit auf Ihre Augen - das Fenster zu Ihren Mitmenschen.

  4. Sich leger kleiden.
    Stattdessen. Schick machen!
    Anzug und Kostüm lassen Sie tatsächlich kompetenter erscheinen, ebenso wie Berufskleidung und Designermarken.

  5. Seinen Kleidungsstil den anderen anpassen.
    Besser: Sich abheben in puncto Kleidung.
    Den Kleidungsstil anzupassen mag zum Teil wichtig sein. Wer seine Garderobe aber etwas aufpeppt, so eine Studie, erscheint kompetenter. Tragen Sie etwas Unkonventionelles wie zum Beispiel rote Schuhe – das hebt Sie von anderen ab.



  6. Den Familienschmuck wegschließen.
    Besser: Die Erbstücke tragen.
    Im Nachahmen liegt Kraft. Tragen Sie die Uhr Ihres Vaters, das lässt Sie unbewusst die Eigenschaften verkörpern, die Sie am meisten an ihm bewundern.

  7.  Ihr Lieblingskleid für besondere Anlässe aufheben.
    Besser: Tragen Sie es, wann immer Ihnen danach ist, denn es kann Ihre Stimmung heben, belegt eine britische Studie.

  8. Essen herumstehen lassen.
    Stattdessen: Süßigkeiten in den Schrank!
    Sie sind, was Sie essen, und Sie essen, was Sie sehen – das bestätigte eine US-amerikanische Studie in der Zeitschrift Health Education & Behavior (Gesundheitserziehung und Verhalten). Wer Kekse oder Schokolade offen herumstehen lässt, bringt mehr Kilo auf die Waage als derjenige, der sie wegpackt. Obst und Gemüse sieht man übrigens bei schlanken Personen häufiger.

  9. Denken, dass Fitness-Armbänder unnötig sind.
    Tragen Sie die Bänder, denn sie helfen Ihnen dabei, auf Ihre Gesundheit zu achten.
    Dabei zählen sie nicht nur Ihre Schritte: Sie erkennen Abweichungen bei Ihrem Puls und Ihrer Körpertemperatur. Forscher der Standford University in Kalifornien untersuchten zwei Jahre lang 60 Freiwillige und fanden heraus, dass die Armbänder vor Erkältungen warnen und sogar Anzeichen ernster Krankheiten anzeigen können.

  10. Beim Pendeln zur Arbeit entspannen (1)
    Stattdessen: Konzentrieren Sie sich auf etwas Schönes.
    Eine Umfrage der Harvard University, USA, mit 2000 Freiwilligen zeigte, dass diese weniger glücklich waren, wenn ihre Gedanken abschweiften, als wenn sie sich auf etwas konzentrierten.

  11. Beim Pendeln zur Arbeit entspannen (2).
    Besser: Lesen Sie stattdessen ein interessantes Buch.
    Zahlreiche aktuelle Studien belegen, dass schöne Literatur zu lesen nicht nur unseren Verstand wach hält, sondern auch unsere Empathie steigert. Wir sind offener für neue Erfahrungen und andere Standpunkte.

  12. Ständig E-Mails checken.
    Stattdessen: Seltener in die E-Mails schauen
    In einer Studie wurden Beschäftigte angehalten, Ihre Mails nur dreimal am Tag oder aber so oft wie möglich zu prüfen. Die Gruppe der Nur-dreimal-Checker fühlte sich ähnlich entspannt wie Personen, die Entspannungstechniken praktizierten oder sich einen „schönen Ort“ vorstellen sollten.


  13. Die Büropflanze vernachlässigen (oder ohne sein).
    Besser: Blumen und Pflanzen am Arbeitsplatz pflegen
    Voltaires Candide sprach wohl in einer Metapher, als er sagte, jeder solle sich um seinen eigenen Garten kümmern. Eine Reihe von Forschungen deutet aber darauf hin, dass Beschäftigte mit Blumen oder Pflanzen produktiver sind als solche ohne. Eine Studie zeigte, dass Personen mit Pflanzen aufmerksamer waren und sich besser erinnern konnten.

  14. Keinen Kontakt zu Mama haben.
    Das ist ganz schlecht. Besser: Häufige freundliche (Telefon-)Gespräche mit der Mutter.
    Eine Studie der University of Wisconsin, USA, ergab: Teilnehmer in Stresssituationen – Reden vor Publikum und anschließendes Lösen mathematischer Aufgaben – hatten deutlich weniger Stresshormone als Oxytocin (Kuschelhormon) im Blut, wenn sie direkt danach mit ihren Müttern telefonierten.

  15. Ihr Geburtsdatum als Passwort verwenden.
    Besser: Eine willkürliche Buchstaben- und Zahlenfolge verwenden
    Jeder, der auf Facebook angemeldet ist, kann sehen, wann Sie Geburtstag haben oder wie der Name Ihres Hundes lautet. Die Antworten auf solche Sicherheitsfragen sind zu einfach zu knacken, so Experten. Wählen Sie als Antwort deshalb eine beliebige Buchstaben- und Zahlenfolge. Sicher wäre zum Beispiel „_@H3an-X7&kl“.

  16. Über Instagram-Kätzchen spotten.
    Besser: Auch mal Tierbabys anschauen, auch wenn’s schwer fällt.
    Niedliche Fotos setzen Oxytocin frei, das wiederum Stress abbaut. Eine Studie der Hiroshima-Universität in Japan ergab, dass Personen, die Tierbabys ansahen, bevor sie einen Auftrag erledigten, bessere Ergebnisse erzielten als diejenigen, die erwachsene Tiere oder neutrale Dinge betrachteten.

  17. Mit gesenktem Kopf Kurz-Nachrichten schreiben.
    Besser: Handy beim Tippen in Kopfhöhe halten.
    Unser Kopf wiegt um die fünf Kilo. Beugen Sie Ihren Kopf im 60-Grad-Winkel nach unten, um auf dem Handy zu lesen, steigt der Druck auf Ihren Nacken laut einer Studie des Magazins Surgical Technology International auf bis zu 30 Kilo. Halten Sie zukünftig Ihr Handy auf Augenhöhe – oder lassen Sie es in der Tasche.



  18. Zur Toilette gehen, bevor Sie müssen.
    Besser: Warten, bis der Toilettengang notwendig wird
    Kurios: Wer sein Bedürfnis kontrollieren kann, verfügt über eine bessere Impulskontrolle. Diese erstaunliche These belegt eine Studie, die im Fachmagazin Psychological Science veröffentlicht wurde. Versuchspersonen, die eine bestimmte Aufgabe lösen sollten, tendierten dazu, vernünftigere Entscheidungen zu treffen, wenn ihre Blase voll war.

  19. Die falsche Klo-Kabine ganz hinten auswählen.
    Besser: In die erste Kabine gleich neben der Tür gehen.
    Laut einiger Experten befinden sich in der Toilette, die dem Eingang am nächsten ist, vermutlich die wenigsten Bakterien (und wohl das meiste Toilettenpapier). Die erste Kabine wird angeblich seltener genutzt, da der Mensch weit weg sein möchte vom Eingang, um Privatsphäre zu haben.

  20. Am Schreibtisch essen.
    Lassen Sie es besser bleiben. Man nimmt dabei mehr und ungesündere Nahrung zu sich, außerdem verpasst man anregende Gespräche mit Kollegen und ist nicht so kreativ. Eine aktuelle Studie belegte, dass Beschäftigte, die dreimal pro Woche mittags für eine halbe Stunde spazieren gingen, motivierter und entspannter an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten.



  21. Das Lenkrad anfassen, ohne es zu desinfizieren.
    Besser: erstmal die vielen Keime entfernen.
    Wissenschaftler der Queen Mary University of London entnahmen an einer Reihe von Pkw-Lenkrädern Bakterienproben. Sie fanden dort neunmal so viele Keime wie auf den Sitzen öffentlicher Toiletten.

  22. Küchenschwamm und Geschirrtuch tagelang benutzen.
    Besser: Beides häufig wechseln.
    Sie sind die am stärksten mit Bakterien übersäten Oberflächen im Haushalt. Eine Stichproben-Studie ergab, dass sich auf 75 Prozent aller Schwämme und Geschirrtücher Salmonellen und andere Bakterien befanden.

  23. Nicht mal an Bewegung denken.
    Besser: Sich Gedanken über Sport machen
    Wer sich an eine zurückliegende Trainingseinheit erinnert, kann sich besser motivieren, zum Sport zu gehen, fanden Wissenschaftler der University of New Hampshire, USA, heraus. Das funktionierte selbst dann, wenn die Teilnehmer negative Erinnerungen an eine Sportstunde hatten. Sie gingen häufiger ins Studio, als wenn sie gar nicht an Sport dachten.

  24. Allein trainieren und schwitzen
    Besser: In der Gruppe trainieren.
    Menschen, die zusammen mit einem Freund trainieren, bewegen sich mehr als diejenigen, die allein schwitzen. Das gilt besonders, wenn der Partner Sie während des Trainings anspornt.

  25. Nach dem Sport sofort unter die Dusche gehen
    Besser: Erst nochmal gemütlich in die Sauna gehen.
    Eine finnische Studie deutet darauf hin, dass häufige Saunabesuche das persönliche Risiko senken, an Demenz zu erkranken. So lag die Wahrscheinlichkeit bei Männern, die vier- bis siebenmal pro Woche in die Sauna gingen, um 66 Prozent niedriger als bei denjenigen, die nur einmal pro Woche saunierten.

  26. Viel Aspirin hilft viel.
    Ganz falsch! Besser ist weniger Aspirin.
    Mehr ist nicht immer besser, sagt Vernon Williams, Direktor des Kerlan-Jobe Zentrums für Sportneurologie und Schmerzmedizin in Los Angeles. Häufige Einnahmen von Aspirin in niedrigen Dosierungen können zu einer Vergiftung führen. Die Symptome reichen von Ohrensausen über Übelkeit bis zur Bewusstlosigkeit. Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko. Nehmen Sie deshalb nie mehr als die empfohlene Dosis.

  27. Kopfhörer lose in die Tasche stecken.
    Besser: Kopfhörer-Kabel-Knoten vermeiden.
    Versuchen Sie diesen Trick, um Knoten zu vermeiden: Wickeln Sie das Kabel ganz um Ihre Hand. Dann befestigen Sie es in der Mitte mit einer Klammer, sodass das Kabel aussieht wie eine kompakte Acht.

  28. Keinen Mittagsschlaf machen.
    Stattdessen: (Nach-)Mittags ein kleines Nickerchen einlegen.
    Wissenschaftler der Harvard University haben sechs Jahre lang mehr als 23.000 Menschen beobachtet und Folgendes herausgefunden: Das Risiko der Teilnehmer, an einer Herzerkrankung zu sterben, sank um 37 Prozent, wenn sie mittags regelmäßig 30 Minuten schliefen.

  29. Nicht bei Kerzenlicht essen.
    Stattdessen: Das Essen mit Musik und Licht in Szene setzen.
    Forscher der Cornell University in den USA gestalteten die eine Hälfte eines Fast-Food-Restaurants um. Die Gäste aßen dort bei gedämpftem Licht und angenehmer Musik. Die Besucher in diesem Bereich speisten nicht nur langsamer, sie nahmen auch weniger Kalorien zu sich und berichteten positiver über das Essen als diejenigen, die in der üblichen Schnellimbiss-Atmosphäre gegessen hatten.

  30. Vor dem Einschlafen im Internet surfen 
    Stattdessen: Alle Bildschirme ausschalten, runterkommen, entspannt einschlafen.
    Forschungsergebnisse belegen, dass der Bildschirm nicht erst kurz vor dem Schlafengehen ausgeschaltet werden sollte. Sonst sind Einschlafprobleme die Folge. Möglicherweise produziert der Körper dann weniger Melatonin (Schlafhormon). Das gilt sowohl für Fernsehgeräte als auch für Computer- und Handybildschirme.


  31. Keine Musik vor dem Einschlafen hören
    Besser: langsame, angenehme Musik hören.
    Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Hören langsamer Musik schlaffördernd ist. Die Probanden schliefen schneller ein und wachten erholter auf als die Teilnehmer der Kontrollgruppe. Vermutlich wirkt die Musik entspannend auf den Körper.

  32. Videospiele unterschätzen.
    Seien Sie sich bewusst: Solche Spiele lenken komplett ab.
    Richten Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit auf das anspruchsvolle Spiel, treten externe Reize in den Hintergrund – zu denen auch der Schmerz gehört. Eine Studie des Harborview Burn Center der University of Washington zeigte, dass Patienten, die das Computerspiel Schneewelt spielten, ebenso wenig Schmerzen empfanden, wie wenn sie eine kleine Dosis des Schmerzmittels Hydromorphon genommen hätten.

  33. Rechteckige Dosen in der Mikrowelle benutzen.
    Besser: Runde Dosen zum Erwärmen der Mahlzeit in der Mikrowelle verwenden.
    Die Ecken nehmen mehr Energie auf als andere Regionen, deshalb verkocht das Essen an diesen Stellen. In einer runden Dose wird das Essen gleichmäßig erwärmt.

  34. Im Stehen streiten.
    Stattdessen: Setzen Sie sich.
    Laut einer Studie des MIT, der Universitäten Harvard und Yale, USA, sind Menschen, die weich gepolstert sitzen, anpassungsfähiger und versöhnlicher. Deshalb rät Bruce Feiler, Autor von „Geheimnisse glücklicher Familien“, hitzige Diskussionen auf dem Sofa oder in bequemen Sesseln zu führen.



  35. Einen beliebigen Schlafanzug tragen.
    Besser: Der Temperatur angemessene Schlaf-Kleidung tragen.
    Unsere Körpertemperatur sinkt im Schlaf automatisch. Nachtwäsche, in der man schwitzt oder friert, unterbricht diese natürliche Temperaturanpassung und damit den persönlichen Schlafzyklus.

  36. Nicht in die Kirche gehen.
    Stattdessen: Öfter mal zur Kirche gehen.
    Wer regelmäßig den Gottesdienst besucht, hat eine höhere Lebenserwartung als diejenigen, die nicht in die Kirche gehen. Das ergab eine Studie an der Harvard School of Public Health in Boston, USA. Dabei wurde über einen Zeitraum von 16 Jahren die Sterberate von Frauen in Beziehung zu ihren Gottesdienst­Besuchen gesetzt. Regelmäßige Kirchengänge scheint der liebe Gott zu belohnen.

 

RD Abbinder
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