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Sommerhitze in der Wohnung - das kühlt die Räume
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Sommerhitze in der Wohnung - das kühlt die Räume

Es ist zu heiß in Ihren vier Wänden? Das sind unsere Tipps und Tricks für ein kühles Zuhause.

Ausgabe: August 2017 Autor: Katharina Schönwitz

In der Sonne liegen, im Freibad schwimmen, draußen grillen – Sommer ist herrlich! Wären da nur nicht die allzu warmen Nächte. Im Schlafzimmer herrschen gefühlt 30 Grad, man wälzt sich von links nach rechts, an erholsamen Schlaf ist kaum zu denken.

Nachts lüften, tagsüber Fenster geschlossen halten

Am besten, die Wohnung heizt sich gar nicht erst stark auf. Wärme wieder hinauszubekommen ist nämlich wesentlich schwieriger, als sie gar nicht erst hineinzulassen“, erklärt Philipp Mahler, Energie-Referent bei der Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen. „Richtiges Lüften ist dabei das Allerwichtigste.“ Sein Rat: „Lassen Sie die frische Luft nachts herein und halten Sie tagsüber die Fenster geschlossen.“ Sobald die Luft-Temperatur draußen niedriger ist als drinnen, können Sie mit dem Lüften beginnen.

Durchzug schaffen

Schaffen Sie Durchzug, indem Sie so viele Fenster und Türen wie möglich öffnen – falls vorhanden auch auf verschiedenen Etagen. Lüften Sie möglichst lange, sonst können sich Wände, Böden und Decken nicht abkühlen. Diese Bauteile speichern nämlich Wärme.

Sonnenschutz – Am besten vor den Fenstern

Nicht nur die Fenster, auch Roll-Läden, Jalousien und Vorhänge sollten tagsüber geschlossen bleiben. Am besten Sie achten bereits beim Kauf darauf, dass sie helle Farben haben oder aus einem reflektierenden Material sind. Dunkle Farben speichern die Wärme, sind also kontraproduktiv. Wer keine Roll-Läden oder Markisen anbringen kann oder darf, für den könnten Sonnenschutz-Folien eine Alternative sein. „Man klebt sie von außen auf die Scheibe, wo sie die Sonnenstrahlen reflektieren. Wer handwerklich etwas geschickt ist, dem gelingt das auch ohne Handwerker“, sagt Hitzeschutz-Berater Mahler. „Allerdings kommt durch sie auch weniger Licht ins Zimmer.“ Generell empfiehlt er Sonnenschutz von außen – eben weil die Hitze so vor der Scheibe gehalten wird. „Also besser eine Markise oder ein Rollladen als eine Gardine oder eine Jalousie.

Wärmequellen – möglichst ausschalten

Wer auch tagsüber auf ein erfrischendes Lüftchen nicht verzichten möchte, setzt besser einen Ventilator ein als die Fenster zu öffnen. „Die Stromkosten sind gering“, erklärt Mahler. „Achten Sie aber beim Kauf unbedingt auf die Lautstärke des Geräts.“ Fernseher, Computer und Stereoanlage sind potenzielle Wärmequellen, auch im Stand-by-Betrieb! Schalten Sie Unterhaltungs-Elektronik komplett aus. Wer Glühbirnen durch LEDs und Energiespar-Lampen ersetzt, spart Strom und sorgt für kühlere Temperaturen.

Backofen möglichst nicht benutzen

Eine der größten Wärmequellen in den eigenen vier Wänden ist übrigens die Küche. Natürlich müssen Sie auch im Sommer essen, aber den Backofen sollten Sie bei Hitzewellen lieber nicht nutzen. Kochen Sie auf so wenigen Herdplatten wie möglich, oder in der Mikrowelle. Grillen im Garten oder auf dem Balkon sind eine Alternative. „Wenn die Spülmaschine läuft, steigt die Luftfeuchtigkeit an, das macht große Hitze noch weniger erträglich“, sagt Verbraucher-Schützer Mahler. Wählen Sie – wenn überhaupt – kurze Programme mit niedrigen Temperaturen. Wer auf Herd, Backofen und Spülmaschine nicht verzichten kann, der sollte zumindest die Dunst-Abzugshaube einschalten. Ihr Sog befördert Wärme und Feuchtigkeit nach draußen.

Begrünung – kühlt von innen wie von außen

Auch Kleinigkeiten bringen Erleichterung: Verschwinden Teppiche in den Sommermonaten auf dem Dachboden, kann der Fußboden im Wohnzimmer nachts besser abkühlen, als wenn er mit einem dicken Flokati bedeckt ist. „Mit Teppich ist der Fußboden wie gedämmt“, sagt Mahler. Wem es allen Maßnahmen zum Trotz immer noch zu heiß ist, dem empfiehlt Mahler, die Isolierung des Hauses zu verbessern. Gerade in Dachgeschoss-Wohnungen würde durch eine bessere Dämmung viel gewonnen. Auch Dach- oder Außen­Begrünungen können das Raumklima verbessern. Die Pflanzen tragen durch ihren Verdunstungs-Prozess zusätzlich zur Kühlung bei. Reicht das alles nicht aus, dann bleibt womöglich doch nur eine Lösung: der Kauf einer Klimaanlage.


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