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    KLEINE KRABBELTIERE

    Wie uns Zecken, Moskitos und Co. nerven und wie wir sie am besten los werden.

Warum Mückenstiche jucken
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Aus der
aktuellen
Ausgabe

Krabbeltiere Familie & Leben

Warum Mückenstiche jucken

Nach dem Winter kriechen die Mücken aus ihren Verstecken auf der Suche nach potentiellen Opfern. Wen juckt das?

Autor: Reader's Digest - did

Den Abend an einem lauschigen Plätzchen am See, im Garten oder auf dem Balkon genießen – für viele der perfekte Ausklang eines sonnigen Sommertags. Wenn da nicht das fiese Surren wäre: Stechmücken schwirren um den Tisch und machen an unverhüllten Waden leichte Beute. Sie durchdringen mit ihrem Rüssel die Haut und injizieren eiweißhaltigen Speichel, der die Blutgerinnung verhindert und die Stelle betäubt. Dann saugen sich die Insekten mit Blut voll.

Das Opfer eines solchen Angriffs spürt von der Attacke selbst oft wenig. In den meisten Fällen schwillt der Stich nach wenigen Minuten leicht an oder entwickelt sich zu einer dicken Beule. Und er beginnt zu jucken. Wie sehr, das hängt davon ab, ob die Mücke gestört wurde oder Zeit hatte, die gesamte Menge an Speichel zu verabreichen. Der Juckreiz ist eine allergische Reaktion und fällt von Person zu Person unterschiedlich aus.

Wer kratzt, riskiert eine Wunde, in die mitunter Bakterien eindringen. Es kann zu einer Entzündung kommen. Besser ist es, den Stich zu kühlen oder mit einer speziellen Salbe zu behandeln. Das lindert den Juckreiz. Personen, die mit Herzrasen, Atemnot oder Kreislaufstörungen reagieren, sollten sofort einen Arzt aufsuchen. Meist bereitet ein Mückenstich in unseren Breiten jedoch keine ernsthaften Probleme.

Lästig sind die Blutsauger aber allemal. Sie suchen sich ihre Opfer nach Blutgruppe, Geruch und Temperatur der Haut aus. Menschen mit Blutgruppe 0 werden häufiger gestochen. Mücken finden Wärme anziehend, weshalb sie einen Jogger beim Laufen eher traktieren als nach einer kalten Dusche. Insektenschutzmittel zum Einreiben, sogenannte Repellents helfen dagegen. Auch verdünntes Pfefferminz-, Zitronengras- oder Zedernöl helfen – jedoch nicht so stark. Und nicht jeder verträgt sie. Um sich die Plagegeister vom Leib zu halten, können Sie auch einfach weite, langärmelige Kleidung, lange Hosen und Socken tragen. Am besten aus hellem Stoff, denn darauf fliegen Mücken nicht. Drinnen schützen Insektengitter vor dem Fenster oder Moskitonetze über den Betten.

Beugen Sie zudem Mücken-Brutstätten im eigenen Garten vor, indem Sie Regentonnen abdecken, Gießkannen immer komplett entleeren und Dachläufe freiräumen. Falls Ihnen ein Exemplar trotzdem den Schlaf raubt, ist es wahrscheinlich ein Weibchen: Sie brauchen die Proteine und das Eisen aus der Blutmahlzeit zur Produktion ihrer Eier. Ansonsten ernähren sie sich - wie die männlichen Exemplare – von Nektar oder Pflanzensäften. Ein schwacher Trost...


 

RD Abbinder
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