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    Zeit für bessere Lebensmittel

    Augen auf beim Einkauf: So erkennen Sie die Qualität von Lebensmitteln. Das Beste und Leckerste für Sie und Ihre Lieben.

So erkennen Sie die Qualität von Fleisch
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So erkennen Sie die Qualität von Fleisch

Die besten und viel gegessenen Eiweißquellen sind Schwein, Rind, Lamm und Geflügel.

Autor: Reader's Digest Book

Jedoch kann die Intensivhaltung – mit Hormongaben zur Wachstumsbeschleunigung bei Rindern und dem massenhaften Antibiotikaeinsatz gegen Infektionen bei grausamer Massentierhaltung – unsere Gesundheit beeinträchtigen. Es gilt: Je natürlicher das Futter, desto höher der Gehalt an Omega-3- Fettsäuren und konjugierten Linolensäuren. Auch Bewegungsfreiheit sorgt für ein gesünderes Fettprofil – und Freilandtiere können sich mehr bewegen. Das gesündeste Fleisch kommt also von Tieren, die draußen herumlaufen und zusätzlich zu ihrem Futter auch auf der Weide nach Essbarem stöbern können.

Daran erkennen Sie hochwertiges Rindfleisch:

  • Es ist dunkel – eher rotweinfarben als hellrot.
  • Es sieht nicht feucht aus und gibt keine Flüssigkeit ab.
  • Bei Grasfütterung ist Fett cremefarben, nicht weiß (Zeichen von Getreidefütterung). Als Marmorierung wird das Fett bezeichnet, mit dem das Fleisch durchwachsen ist. Köche halten dies für wünschenswert, da das Fleisch saftiger bleibt. Unter Gesundheitsaspekten wird magereres Fleisch empfohlen.

Gutes Kalbfleisch erkennen:

  • Wählen Sie rosafarbenes Kalbfleisch – Sein Ernährungsprofil ist besser als das aus Weißmast, und tierfreundlicher.
  • Das gesündeste Fleisch stammt von Kälbern, die grasen konnten, denn dadurch ist der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und Linolensäure sowie Eisen und Zink höher.

Daran erkennen Sie gutes Schweinefleisch:

Am leckersten ist das Fleisch von Bio- bzw. Freilandbetrieben, die oft alte Rassen wie das Sattelschwein, Bunte Bentheimer oder das Düppeler Weideschwein halten. Sie wachsen meist langsamer als das moderne Fleischschwein und bieten genug Fett, um beim Garen zart und saftig zu bleiben.

  • Das nahrhafteste Fleisch liefern Freilandschweine. Die Forschung zeigt, dass das Fleisch von Weideschweinen vitaminreicher ist als das von Tieren aus Ställen, die Getreide und Sojaschrot erhalten.
  • Das magerste Fleisch kommt von den modernen Rassen, die extrem schlank gezüchtet werden. Aber es kann geschmacklich fad, faserig und trocken sein, daher sollte es nicht zu lange gegart werden.

Daran erkennen Sie gutes Geflügel:

  • Bei ganzen Tieren sollten Haut und Fleisch frisch und unbeschädigt Kaufen Sie keine Tiere mit Quetschungen, gerissener oder verfärbter Haut. Verpackungen dürfen nicht beschädigt sein oder tropfen.
  • Freilandtiere schmecken besser als Vögel aus Intensivzuchten und leben glücklicher. Vereinzelt werden Lege- bzw. Masthühner in sogenannten Mobilställen gehalten, die regelmäßig umgesetzt werden.
  • Einige Freiland- und Bioerzeuger sind auf reifere Tiere und geschmacksintensivere Rassen spezialisiert. Diesen Aufwand betreiben jedoch meist nur kleine, unabhängige Erzeuger. Es lohnt sich also, auf Bauernmärkte zu gehen oder online nach diesen Erzeugern zu suchen.
  • Wenn Sie Wildgeflügel kaufen, prüfen Sie mit dem Metzger, ob das Tier jagdgerecht geschossen wurde. Bleimunition im Fleisch verdirbt seinen Geschmack, ist giftig, und beim Draufbeißen kann man die Zähne schädigen.

 

Wo einkaufen?

  1. Beim Metzger
    Der Metzger ist die beste Wahl: Bei traditionellen Metzgern erhalten Sie ordnungsgemäß abgehangenes Rindfleisch, d. h., es konnte 2 – 4 Wochen in kühler, trockener Atmosphäre reifen, zart werden und Aroma entwickeln. Metzger schneiden die Portionen exakt zu und wissen welche Stücke für welchen Zweck die besten sind. Und sie können in aller Regel genau Auskunft über die Herkunft des Rindfleischs geben, auch ob es sich um Bioqualität, Fleisch aus Freilandhaltung oder aus Intensivhaltung handelt.

  2. Beim Spezialanbieter
    Spezialanbieter verkaufen Rindfleisch alter oder seltener Rassen. Für solches Fleisch werden oft auch Spitzenpreise verlangt. Allerdings wird es häufig direkt vom Hof verkauft, sodass der Preis in etwa dem entsprechen kann, den man für Fleisch guter Qualität beim Metzger bezahlt.

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