Ökologisch reisen
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Aus der
aktuellen
Ausgabe

Praktische Tipps

Ökologisch reisen

Erfahrene Weltenbummler wissen, dass eine gelungene Reise gut vorbereitet werden will. Dazu gehört auch, die Menschen, Gebräuche und die Landschaft am Reiseziel zu respektieren und zu schonen. Wenn Sie ankommen, sind Sie vielleicht von der Reise erschöpft. Machen Sie sich deshalb schon zuhause über die wichtigsten Dinge Gedanken.

Autor: Reader's Digest Book

Gegen Jetlag

  • Nehmen Sie eine Woche vor Abflug und ein paar Tage danach sibirisches Ginseng. Es kann unterstützend gegen Jetlag wirken, Ihr Körper wird so vielleicht schneller mit der Zeitumstellung zurechtkommen.
  • Trinken Sie im Flugzeug viel Wasser, da die trockene Kabinenluft dehydrierend wirkt. Meiden Sie kohlensäurehaltige Getränke. Sie können Blähungen hervorrufen.
  • Trinken Sie keinen Alkohol, da er eine dehydrierende Wirkung hat.
  • Bewegen Sie sich, um das Thromboserisiko gering zu halten, das Folge des stundenlangen, eingeengten Sitzens im Flieger ist. Stehen Sie öfter auf, gehen Sie ein paar Schritte und machen Sie Dehnübungen.
  • Wenn Sie Lärm als belastend empfinden, tragen Sie Ohrstöpsel. Das Motorengeräusch kann Ihre Nerven strapazieren.
  • Versuchen Sie während der Stunden zu schlafen, die an Ihrem Reiseziel die Nachtstunden sind.
  • Nehmen Sie ein- oder zweimal während der Flugreise rehydrierendes Salz zu sich, um Krämpfe (ein weiteres Symptom der Dehydrierung) zu vermeiden.

Die Unterkunft

  • Suchen Sie im Internet nach Öko-Hotels. Auf den Webseiten der größeren Hotels finden Sie in der Regel eine genaue Beschreibung.
  • Einige große Hotels bezeichnen sich nicht als ökologisch, lassen aber ihren Gästen die Wahl, ob sie energie- und wassersparend wohnen wollen. Es wird z.B. gefragt, ob Handtücher bereits nach einer oder mehreren Nächten gewechselt werden sollen. Sie können Licht und Klimaanlage ausschalten, wenn Sie sich nicht im Zimmer aufhalten.

Öko-Urlaub

Öko-Ferien werden zusehends beliebter. Sie können die Schönheit fremder Landschaften und Kulturen kennenlernen, ohne sie zu schädigen oder zu zerstören. Informieren Sie sich beim Reiseveranstalter, im Reisebüro oder im Internet über die Einzelheiten derangebotenen Öko-Reisen.

  • Finden Sie heraus, ob die Unterkunft einem am Urlaubsort üblichen Rahmen entspricht. Werden Sie in einem von Einheimischen betriebenen Mittelklassehotel oder Gästehaus oder in einer internationalen Hotelkette wohnen? Arbeiten Einheimische im Service?
  • Die Erfahrungen anderer können hier wertvoll sein. Loggen Sie sich in einem Chatroom im Internet ein, um an Informationen und Auskuünfte zu kommen.

Mit sanftem Tritt

Egal wo Sie hinfahren, setzen Sie Ihre Füße sanft auf die Erde. Respektieren Sie Flora und Fauna des Urlaubsorts:

  • Bleiben Sie in Naturschutzgebieten auf den gekennzeichneten Wegen und Stegen. Andernfalls könnten Sie empfindliche Pflanzen zerstören oder zur Erosion beitragen.
  • Füttern Sie in der Wildnis keine Tiere. Einige werden nach dem Essen der Menschen süchtig und verschmähen ihr gewohntes Futter. Das kann den Tieren die Scheu nehmen und sie werden z.B. leichter überfahren.
  • Nehmen Sie Ihren Müll wieder mit. Das gilt besonders für kühlere, höher gelegene Regionen, in denen sich die Abfälle langsamer abbauen. Im Gebirge heißt das natürlich, dass Sie den Abfall wieder mit ins Tal tragen. Pressen Sie also den Müll möglichst klein zusammen und verstauen Sie ihn im Rucksack. Alternativ dazu können Sie eine organisierte Wanderung buchen, bei der die verantwortliche Entsorgung des Mülls im Preis beinhaltet ist.
  • Wenn Sie in einer Hütte oder einem Zelt in der Wildnis Urlaub machen, verteilen Sie Ihre Hinterlassenschaften mindestens 50m vom nächsten Wasserlauf entfernt, damit er nicht verunreinigt wird.
  • Sie können beim Tauchen das Leben unter Wasser fotografieren, aber fassen Sie ohne das Beisein eines Experten niemals ein Tier an und füttern Sie auch keines. Jagen Sie Meerestiere nie und reiten Sie auch nicht auf ihnen.

Klimafreundlich in den Alpen

Etliche Ortschaften und Regionen haben sich auf umwelt- und klimafreundlichen Tourismus spezialisiert. So haben sich zahlreiche Gemeinden aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz in dem Klimabündnis „Alpine Perlen“ zusammengetan und bieten einen klimafreundlichen Urlaub ohne eigenes Auto an. Darunter sind so klingende Namen wie Berchtesgaden (Bayern), Interlaken (Schweiz), Les Gets (Frankreich) und Werfenweng (Österreich). Die „Alpinen Perlen“ bieten klimaneutrale Ferien durch Klimaschutzprogramme und sanfte Mobilität vor Ort an (www.alpinepearls.com) und ermuntern ihre Besucher, mit dem Zug anzureisen. Vor Ort sorgen umweltfreundliche öffentliche Verkehrsmittel für den Transport. Die Hotels, Schwimmbäder und andere Gebäude werden zum Teil mit alternativen Energien geheizt, und die kulinarischen Genüsse stammen aus der Region.


 

RD Abbinder
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