April, April! Die besten Aprilscherze aus ganz Europa
© F1online
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Witze

April, April! Die besten Aprilscherze aus ganz Europa
Mögen Sie Aprilscherze? Dann freuen Sie auf die besten Aprilscherze aus ganz Europa von Spaghetti-Bäumen, E-Mail-Porto und französischen Pandas
Ausgabe: April 2016 Autor: Annemarie Schäfer

Spaghetti-Ernte in der Schweiz

Am 1. April 1957 wartete die BBC-Sendung Panorama mit einer erfreulichen Nachricht für Pasta-Liebhaber auf: Schweizer Bauern bejubeln eine Spaghetti-Rekordernte! Der Winter war mild gewesen, außerdem hatte man beim Kampf gegen den gefürchteten Spaghettikäfer gute Fortschritte erzielt. Der angesehene Moderator Richard Dimbleby zeigte Aufnahmen einer Familie aus dem Tessin bei der jährlichen Spaghetti-Ernte. Vorsichtig pflückten Frauen Nudelstränge von einem Baum und legten sie dann zum Trocknen in die Sonne.

Ende März sei für die Spaghetti-Bauern in ganz Europa eine kritische Zeit, erklärte Dimbleby, denn später Frost könne dem Geschmack der Spaghetti zusetzen. Dass die Nudeln immer dieselbe Länge erreichen würden, sei nur der harten Arbeit von Generationen von Bauern zu verdanken. Zahlreiche Zuschauer fielen auf den Scherz herein. Viele riefen die BBC an und wollten wissen, wie sie ihren eigenen Spaghettibaum pflanzen könnten. Die diplomatische Antwort des Senders: "Stecken Sie einen Spaghetti- zweig in eine Dose Tomatensauce, und hoffen Sie das Beste." Selbst der Generaldirektor der BBC gab später zu, er habe erst einmal in einer Enzyklopädie nachschlagen müssen, ob Spaghetti tatsächlich am Baum wachsen.

 

Pandas in den Pyrenäen

Wenn Sie das nächste Mal Urlaub in den französischen Pyrenäen machen, können Sie dort vielleicht ein paar putzige Pandabären sehen! Am 1. April 2013 meldete der Fernsehsender France 3, die französische Regierung wolle Riesenpandas in den Pyrenäen auswildern. Das sei Teil der Pläne, in den Bergen wieder Bären anzusiedeln. Die Verhandlungen mit der chinesischen Regierung seien noch nicht abgeschlossen, aber man sei guter Dinge, im Frühjahr 2014 das erste Panda-Paar freilassen zu können, so der Sender. Direkte Gefahr für den Menschen oder das Vieh bestehe nicht, weil die Bären in erster Linie Bambus fressen, beteuerte France 3. Da in den Pyrenäen kein Bambus wachse, solle ein Hubschrauber vom Bambus-Park in Lapenne im südwestlichen Teil des Landes künftig einmal die Woche mehrere Tonnen Bambus in die Berge fliegen.

 

Chor verwendet Helium

1. April 2014: Der renommierte britische King's College Choir gibt bekannt, dass strenge Auflagen es dem Chor unmöglich machen, weiter mit Knaben zu arbeiten. Man habe daher nach anderen Möglichkeiten gesucht, um auch künftig die hohen Stimm- lagen abzudecken. "Während langwieriger Beratungen mussten wir feststellen, dass bei den Chormitgliedern die chirurgische Lösung überraschenderweise auf wenig Begeisterung stieß. Dann kam jemand aus dem Fachbereich Chemie auf eine einfache Lösung. Das Einzige, was wir jetzt benötigen, ist ein sehr großer Heliumtank", erklärte Richard Lloyd Morgan, der Kaplan des Chors. Das Video, auf dem zu sehen ist, wie der Chor bei einem Auftritt mit Helium arbeitet, wurde auf YouTube mehr als eine Million Mal angeklickt.

 

Farbfernsehen leicht gemacht

Am 1. April 1962 hielt Kjell Stensson, Technik-Experte des schwedischen Fernsehsenders SVT, aufregende Neuigkeiten für die Öffentlichkeit parat: Eine neue Technologie erlaube es den Zuschauern, ihre Schwarz-Weiß-Geräte für den Empfang von Farbsendungen umzurüsten. In den 1960er-Jahren gab es in Schweden nur diesen einen Fernsehsender. Da er in Schwarz-Weiß sendete, waren das in der Tat aufregende Neuigkeiten. Es sei alles ganz simpel, so Stensson: Man ziehe einfach einen Nylonstrumpf über den Bildschirm. Das Gewebe breche das Licht auf eine Art und Weise, die das Bild in Farbe erscheinen lasse. Stensson führte das Ganze anschließend vor. Tausende Zuschauer versuchten, es ihm gleichzutun – aus unerfindlichen Gründen leider vergeblich.

 

E-Mail-Porto

Und schon wieder eine neue Gebühr! Das mag sich so mancher gedacht haben, als deutsche Radiostationen am 1. April 2010 meldeten, das Bundesministerium für Post und Telekommunikation habe entschieden, auf E-Mails Porto zu erheben. Schließlich seien auch für SMS Gebühren fällig. Ab Juni solle dementsprechend jede E-Mail mit einem Cent zu Buche schlagen. Der Behörde zufolge solle das eingenommene Geld dazu dienen, Haushaltslöcher zu stopfen, die durch den drastischen Rückgang der Briefporto-Einnahmen entstanden seien. Auch der Spam-Flut werde mit dieser Maßnahme Einhalt geboten. Mehrere Lokalpolitiker und Internetunternehmen kommentierten die Einführung der neuen Portopflicht. Die Radiosender forderten ihre Hörer auf, sich unter www.e-mail-porto.de oder www.email-porto.de über das Thema zu informieren. Wer sich rasch registriere, erhalte 50 Prozent Rabatt auf alle E-Mails bis Jahresende. Bei den Radiosendern standen die Telefone kaum noch still. Einige Zuhörer waren aber auch rasch stutzig geworden. Schließlich war das Bundesministerium für Post und Telekommunikation bereits 1998 aufgelöst worden.

 

Schweizer Felsenputzer

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum die Schweizer Berge so sauber sind? Die Antwort lieferte am 1. April 2009 die Organisation "Schweiz Tourismus" in einem Video. Darin enthüllte sie exklusiv, dass es der harten und unermüdlichen Arbeit des Verbands der Schweizer Felsenputzer zu verdanken sei, dass die Berge des Landes so sauber seien. Mit Bürsten, Besen, Wasser und jeder Menge Muskelkraft würden die Mitglieder jeden Tag dem Vogelkot zu Leibe rücken. Das sei nicht nur gut für die Optik, sondern verhindere auch, dass der scharfe Kot das Gestein zersetze. Der würde ansonsten nämlich Löcher in die Felsen fressen, was zu einem kompletten Zerfall des Bergs führen könne. Millionen Menschen sahen sich das Video an und immerhin rund 30.000 nahmen an dem Online-Test teil, mit dessen Hilfe man herausfinden konnte, ob man das Zeug zum Felsenputzer hat.

 

Gratis-Wein für alle

Ein dicker Fang sei den Ordnungshütern ins Netz gegangen, meldete 1987 die norwegische Zeitung Bergens Tidende. Über 10.000 Liter Wein hätte das staatliche Alkoholmonopol konfisziert. Und weil es zu schade sei, so viel Qualitätswein wegzuschütten, seien die Bewohner eingeladen, sich in der zentralen Alkoholverkaufsstelle der Stadt ihren Anteil abzuholen. Schon am frühen Morgen versammelten sich daraufhin Hunderte Weinliebhaber vor dem Geschäft, bewaffnet mit Flaschen, Eimern, Schüsseln oder Töpfen. Ob sie erst einmal einen trinken gehen mussten, als sie erfuhren, dass sie einem Aprilscherz aufgesessen waren?

 

Pfeifende Karotten

1. April 2002: Die britische Tageszeitung Sun erschien mit einer Anzeige der Supermarktkette Tesco. Das Unternehmen teilte mit, man habe dank Gentechnik eine neue Möhrenart entwickeln können – die Pfeif-Karotte. Was sie so speziell mache, seien die spitz zulaufenden Luftlöcher an der Seite, so Tesco. Habe das Gemüse den perfekten Garzustand erreicht, würden die Möhren einen "97-Dezibel-Ton" aussenden und so signalisieren, man solle den Topf vom Herd nehmen. 97 Dezibel entsprechen in etwa der Lautstärke eines Presslufthammers. Sofort meldeten sich Kritiker zu Wort: Das sei ein Albtraum für künftige Generationen. Die Menschen würden dann vielleicht perfekt sehen können, wären aber völlig taub.

 

Falsche Banknoten

Anfang 1980 hatte die dänische Nationalbank gerade eine 20-Kronen-Banknote ausgegeben. Darauf waren zwei Spatzen zu sehen, von denen einer so aussah, als habe er nur ein Bein. Das verleitete die Zeitung Roskilde Tidende 1980 zu einem Aprilscherz: Alle Scheine, auf denen der Spatz nur ein Bein habe, seien Fälschungen. Man könne die Geldscheine auf dem Postamt gegen echte Banknoten mit zweibeinigen Vögeln eintauschen. In der Zeitung abgebildet war das Bild eines vermeintlich korrekten Geldscheins. In Wirklichkeit handelte es sich aber um eine ganz gewöhnliche Banknote, auf der Jan Robert Thoresen, der Zeichner der Roskilde Tidende, dem Spatzen ein zweites Bein verpasst hatte. Rasch waren die Schlangen in den Postämtern so lang, dass die Mitarbeiter Zettel aushängen mussten, auf denen zu lesen war, dass es keinen Austausch von Geldscheinen gebe. Thoresen wurde von der Polizei befragt, aber es kam zu keiner Anklage.

 

Kein Wein für die russische Weltraumagentur

Im April 2015 schaffte es die moldawische Winzerei Purcari bis auf die Website der berühmten Nachrichtenagentur Bloomberg: Nach 55 Jahren Zusammenarbeit habe man die Geschäftsbeziehungen zur russischen Weltraumagentur beendet, so die Winzerei. Künftig werde man die Spezialweine des Unternehmens an die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA schicken. Die Weine seien offiziell ausgewiesen und mit spezieller kosmodynamischer Technologie produziert. Außerdem würde die Schwerelosigkeit den Geschmack nicht beeinträchtigen, so Purcari. Der Wein würde die Astronauten mit roten Blutkörperchen versorgen, teilte das Unternehmen mit.
"Dass wir nun mit der NASA zusammenarbeiten dürfen, ist für uns mehr als eine Ehre", erklärte Purcaris Marketingleiter Sorin Balanel. "Es zeigt, dass die Qualität unserer Weine über jeden Zweifel erhaben ist." Am Ende der Meldung erschien ein Link auf die Bloomberg-Website. Ein Klick auf den Link ließ folgende Meldung erscheinen: "Herzlichen Glückwunsch! Sie sind auf einen Aprilscherz der Winzerei Purcari hereingefallen."

 

Windschutzscheiben in individueller Sehstärke

Tolle Neuigkeiten für Brillenträger hatte am 1. April 2013 der niederländische Ableger eines Brillenherstellers: Künftig gebe es auf Rezept Windschutzscheiben in der passenden Sehstärke, so das Unternehmen. Die Entwicklung dieser Neuheit sei in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Produktentwicklung an der Universität London gelungen, hieß es. Ganz egal, wie viele Dioptrien ein Fahrer habe, jeder könne mit diesen Scheiben fortan ohne Brille fahren. Für kurze Zeit gebe es sogar ein Sonderangebot: Kurzentschlossene erhielten für 299 Euro eine Windschutzscheibe in der individuellen Sehstärke plus die Heckscheibe gratis dazu!

 


 

RD Abbinder
RD Abbinder
RD Abbinder

Reader's Digest Österreich: Verlag Das Beste Ges.m.b.H. - Landstraßer Hauptstraße 71/2, A-1030 Wien