Die dümmsten Ganoven Europas
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Witze

Die dümmsten Ganoven Europas

Über Drogendealer, die an die falschen Kunden liefern und Räuber, die sich an der Nase herumführen lassen.

Ausgabe: April 2019 Autor: Natalia Alonso, Olivier van Caemerbèke, Sylvie Castagné, Mário Costa, Annemarie Schäfer und Etienne Thierry-Aymé

  • Express-Lieferung istockfoto.com / jirkaejc
  • Kommen Sie später wieder Symbolfoto: istockfoto.com / danchooalex
  • Schlechte Wahl Symbolfoto: istockfoto.com / yulkapopkova
  • Zu selbstverliebt Symbolfoto: istockfoto.com / mattjeacock
  • Kreditkartenpoker istockfoto.com / MicroStockHub
  • Hochmut vor dem Fall istockfoto.com / cybrain
  • Zeit ist Geld istockfoto.com / Tashatuvango
  • In der Falle Symbolfoto: istockfoto.com / riskms
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  • Zu selbstverliebt
  • Kreditkartenpoker
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  • Express-Lieferung

    Fast 70 Kilogramm Cannabis wollte eine reichlich unbegabte Drogenbande in der Stadt Bondy nahe Paris ausliefern – an verdeckt ermittelnde Polizeibeamte.
    23. Mai 2018, 20.30 Uhr: Eine Zivilstreife der Kriminalpolizei parkte am Straßenrand. Die beiden Beamten observierten aber nicht etwa Drogenhändler, sie waren in einer anderen Angelegenheit unterwegs. Plötzlich hielt ein Peugeot 308 neben dem zivilen Polizeifahrzeug. Der Fahrer des Peugeot, ein 33-jähriger Pariser ohne Führerschein, dachte, die beiden wären seine Komplizen und raunte ihnen zu, er habe die „Ware“ dabei. Als die Beamten den Mann daraufhin festnahmen, fuhr ein Renault Clio heran, am Steuer ein zweiter Dealer, auch er ohne gültigen Führerschein.
    „Hau ab, das sind Bullen!“, rief ihm sein Komplize noch zu – zu spät. Auch der zweite Mann wurde festgenommen. In dem Peugeot 308, der als gestohlen gemeldet war, fand die Polizei ein Paket mit 33,2 Kilogramm und ein zweites mit 33,6 Kilo Cannabis. Das Strafverfahren läuft noch.
  • Kommen Sie später wieder

    Gäbe es einen Guinnessrekord für dümmste Verbrechen der Welt, hätten ihn sechs Männer aus der Stadt Charleroi in Belgien aufgestellt.
    Samstag, 20. Oktober 2018, kurz vor 15 Uhr: Drei bewaffnete Männer stürmten in ein E-Zigaretten-Geschäft. Der Geschäftsführer, Didier, blieb ganz ruhig und sagte: „Warum kommen Sie nicht um 18.30 Uhr wieder? Dann ist unsere Ladenkasse deutlich besser gefüllt als jetzt.“
    Tatsächlich zogen die Räuber ab. Didier alarmierte die Polizei, die ihm zuerst keinen Glauben schenkte. Doch Didier blieb hartnäckig und konnte die Beamten schließlich überzeugen, dass die Räuber wohl keine großen Leuchten waren. Inzwischen waren die Ganoven ungeduldig geworden und tauchten schon vor der vereinbarten Zeit wieder auf. „Sagen Sie mal, haben Sie keine Uhr? Es ist erst 17.30 Uhr. Ich sagte doch 18.30 Uhr!“, wies Didier sie kaltschnäuzig zurecht. Und die Männer zogen erneut von dannen.
    Als sie eine Stunde später ein drittes Mal in den Laden stürmten, wartete die Polizei auf sie. Die sechs Mitglieder der Bande, darunter drei Minderjährige, wurden festgenommen. Die drei volljährigen Missetäter werden noch vor dem Sommer ihre Haftstrafen antreten. Auf die Jugendlichen warten erzieherische Maßnahmen oder gemeinnützige Arbeit.
  • Schlechte Wahl

    Im April 2018 hielten zwei junge Taschendiebe in der Dortmunder Innenstadt Ausschau nach lohnender Beute. Gegen 18 Uhr glaubten die beiden 18- und 25-jährigen Männer ein passendes Objekt gefunden zu haben. In einem Restaurant am Alten Markt fand eine Feier statt, und da gab es doch sicher die eine oder andere unbeaufsichtigte Handtasche.
    Was die beiden nicht wussten: Bei der Feier handelte es sich um die Verabschiedung des langjährigen Leiters der Taschendiebstahlsfahndung. Dieser ging nach über 40 Dienstjahren in Pension und wollte sich bei seinen Kollegen mit einem zünftigen Abendessen bedanken.
    Kaum waren die beiden Langfinger im Außenbereich der Gastronomie aufgetaucht, erkannten gleich mehrere Fahnder die jungen Männer. Sie hatten die Taschendiebe bereits früher schon einmal erwischt.
    Die Polizisten beschlossen, die ungebetenen Gäste zunächst zu observieren. Es dauerte nicht lange, bis diese sich an einem Rucksack zu schaffen machten und ein Smartphone entwendeten. Freuen konnten sich die Taschendiebe über ihre Beute nicht lange, denn die Fahnder nahmen sie auf der Stelle fest.
  • Zu selbstverliebt

    Was würden manche Menschen für einen kurzen Moment des Ruhms nicht alles tun? Vergangenen August wählte ein 49-jähriger Einwohner der Stadt Agen im Südwesten Frankreichs die Notrufnummer der Polizei, nur um den Beamten am anderen Ende zu beschimpfen.
    Wahrscheinlich wäre nichts weiter passiert, hätte der Mann seine „Heldentat“ nicht gefilmt und auf YouTube gestellt. Dort war ein weiteres Video zu sehen, in dem er mehrere Gegenstände aus einem Fenster seiner Wohnung im dritten Stock warf. So konnte ihn die Polizei identifizieren. Er wurde festgenommen und wegen Beamtenbeleidigung und Gefährdung verurteilt. Für seine Vergehen kassierte er sechs Monate Gefängnis ohne Bewährung. Ein hoher Preis für wenig Ruhm.
  • Kreditkartenpoker

    Am Sonntag, dem 29. April 2018, fuhr Chris Wirz, ein Mann in den Vierzigern, mit dem Fahrrad durch Arbon im Schweizer Kanton Thurgau. Dabei verlor er seine Geldbörse. Als er den Verlust bemerkte, fuhr er die Strecke zurück, in der Hoffnung, die Börse wiederzufinden. Vergebens. Später rief er im Fundbüro an, doch die Börse war nicht abgegeben worden.
    Daraufhin informierte Wirz seine Bank und ließ die Kreditkarten sperren. Eine der Karten sei bereits verwendet worden, sagte man ihm dort. Der Dieb habe damit sein iTunes- Konto aufgeladen.
    „Wie blöd kann man sein“, dachte Wirz. „Über das Apple-Benutzerkonto wird der Missetäter sicher leicht zu identifizieren sein.“ Wirz versuchte es zuerst auf die freundliche Tour und veröffentlichte auf Facebook eine Nachricht, in der er den unehrlichen Finder bat, ihm sein Eigentum zurückzugeben. Als sich innerhalb von 48 Stunden niemand meldete, erstattete er am 2. Mai eine Anzeige. „Wir werden alle Hinweise verfolgen“, versicherte man ihm bei der Kantonspolizei. Der Staatsanwalt, so der Plan, sollte bei Apple die Rückverfolgung des Benutzerkontos bis zur IP-Adresse des Diebes beantragen.
    Apple hat allerdings bis heute nicht reagiert. Doch vielleicht pfeift dem Ganoven, wenn er Songs auf iTunes hört, zumindest immer mal wieder die drohende Entdeckung in den Ohren.
  • Hochmut vor dem Fall

    Am Ostermontag 2018 war ein 20-Jähriger mit seinem Auto in Amstetten in Niederösterreich unterwegs. An die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 70 km/h wollte er sich nicht halten. Sein Auto gab doch weit mehr her. Wie viel wohl? Er trat auf das Gaspedal und beschleunigte. Die Tachoanzeige stieg und stieg, bis sie die 220er-Marke überschritt.
    Darauf war der Fahrer so stolz, dass er den Tacho mit seinem Handy filmte. Offenbar war der junge Mann so angetan von seiner rasenden Fahrt, dass er das Video anschließend auf den Onlinedienst Instagram hochlud.
    Das hatte allerdings Folgen, die er nicht bedacht hatte: Die Polizei wurde auf ihn aufmerksam, und er muss sich wegen seiner Raserei verantworten. Den Führerschein konnten die Beamten ihm allerdings nicht abnehmen. Den hatte man ihm schon einige Zeit zuvor entzogen – wegen zu schnellen Fahrens.
  • Zeit ist Geld

    Ein 44-jähriger Mann aus dem spanischen Isla Cristina in Andalusien war es leid, jeden Tag unnötig Zeit auf der Fahrt zu seiner Arbeitsstelle zu verlieren. Wäre da nicht diese durchgezogene Linie zwischen den beiden Fahrbahnspuren, die ihn am Abbiegen hinderte, könnte er auf direktem Weg zu seinem Arbeitsplatz gelangen.
    Im Juli 2018 beschloss er, etwas dagegen zu unternehmen. Bewaffnet mit Pinsel und schwarzer Farbe fuhr er zu der besagten Stelle. Sein Plan: Die durchgezogene Linie in eine gestrichelte zu verwandeln, sodass er in Zukunft hier abbiegen konnte.
    Dumm nur, dass die Polizei ihn bei seinen Malerarbeiten überraschte und die Aktion beendete. Die Linie hat aber durchaus ihre Berechtigung, denn genau dieser Straßenabschnitt ist als besonders gefährlich eingestuft, so die Polizei.
  • In der Falle

    Im portugiesischen Städtchen Almancil wollte ein 23-Jähriger nachts einen Supermarkt ausrauben. Im Keller entdeckte er ein kleines Fenster durch das er glaubte, in das Gebäude gelangen zu können. Also kletterte er durch die kleine Öffnung.
    Kaum hatte er sich aber mit dem Oberkörper durchgezwängt, blieb er stecken. Er konnte tun, was er wollte, es ging weder vor noch zurück. Zu allem Überfluss verlor er beim verzweifelten Versuch, sich zu befreien, auch noch seine Hose.
    In dieser misslichen Lage entdeckten ihn Mitarbeiter des Supermarktes am nächsten Morgen und riefen die Polizei. Nachdem man ihn aus seiner Falle befreit hatte, nahmen die Beamten ihn fest.


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