Dümmer als die Polizei erlaubt
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Aus der
aktuellen
Ausgabe

Witze

Dümmer als die Polizei erlaubt

Schmunzeln Sie über dämliche Verbrecher und unterbelichtete Chefs

Ausgabe: April 2015 Autor: Reader's Digest

Was unterscheidet clevere Gauner von dummen?

Erst mal die Lage checken

  • Im österreichischen Steinach schlug ein 20-Jähriger das Schaufenster eines Ladens ein, griff sich die ausgestellten Zigaretten und floh. Der Fall war schnell aufgeklärt: Die Fußspuren im Schnee führten direkt zur Wohnung des Täters. Wie sich herausstellte, war sein "Raubzug" unrentabel: Die Kartons waren nur Dekoration, sie enthielten gar keine Zigaretten!
  • Ein unglücklicher Umstand brachte Raymond Betson, einem 52-Jährigen aus dem englischen Kent, 13 Jahre Gefängnis ein. Er und seine sechsköpfige Bande stahlen einen Schaufelbagger und fuhren damit durch eine Wand in ein Bargelddepot. Doch statt der erhofften millionenschweren Beute erwartete sie gähnende Leere – sie hatten die falsche Wand durchbrochen!
  • In Marwitz bei Berlin stahlen Einbrecher aus einem Haus Schmuck, Zigaretten und Geld. Zu ihrem Pech hatte ein Zeuge die Polizei alarmiert. Als die Diebe den Streifenwagen bemerkten, warfen sie die Beute aus dem Fenster und rasten direkt in den Dorfteich. Die Beamten mussten sie sie aus dem Wasser retten.

Einen Fluchtplan haben

  • Richard Wilkinson aus dem britischen Howden wurde am 20. November 2013 morgens von einem Stöhnen aus dem Badezimmer geweckt. Dort steckte ein Mann im Fensterrahmen fest. Sein Kopf reichte bis zur Toilette, sein Bein hatte sich verhakt. Damit nicht genug: Beim Versuch, mit dem Handy Hilfe zu holen, war es dem 27-jährigen Daniel Severn in die Toilettenschüssel gefallen. Wilkinson machte erst ein Foto, dann benachrichtigte er die Polizei. Der misslungene Einbruch brachte Severn für 28 Monate hinter Gitter.
  • Ein 20-Jähriger aus dem tschechischen Ostrau hatte den Abend mit Freunden im Park verbracht. Als er nach Hause wollte, fehlte ihm das Geld für ein Bahnticket. Da hatte er eine Idee: Er würde sich das Kleingeld aus dem Fastfood-Restaurant neben dem Bahnhof holen. Er kletterte aufs Dach, rutschte jedoch ab und blieb zwischen den Außenmauern des Bahnhofs und dem Restaurant stecken. Bis fünf Uhr morgens musste er ausharren, dann endlich hörte jemand sein verzweifeltes Klopfen. Die Feuerwehr befreite den jungen Mann, doch eine Anzeige wegen versuchten Einbruchs blieb nicht aus.
  • Im holländischen Vleuten fuhr ein 48-jähriger Mann nachts an einer Baustelle vorbei: "Die Stahlplatten kann ich gut gebrauchen!", dachte er, kehrte um und belud seinen Lkw. Er hatte nicht bedacht, dass jede Platte eine Tonne wog, und sein Fahrzeug langsam in den Schlamm einsank. Vergebens mühte er sich, den Lkw wegzubewegen. Er gab erst auf, als morgens die ersten Bauarbeiter erschienen: "Ruft die Polizei, ich stecke fest." Warum er die Platten nicht wieder abgeladen hatte, konnte er nicht erklären.

Nie Spuren hinterlassen

  • Die französische Polizei konnte einen Juwelendieb nur deshalb fassen, weil er den Fehler beging, seine Geisel zu küssen. Der 20-jährige Pierre G. und sein Komplize folgten der Mitarbeiterin eines Schmuckgeschäfts nach Hause. Dort fesselten sie die Frau und drohten, sie zu foltern, wenn sie den Code für die Alarmanlage nicht verraten würde. Während Pierres Komplize den Laden leer räumte, blieb er bei der Geisel. Als "Wiedergutmachung" gab er ihr zum Abschied einen Kuss auf die Wange ... Nachdem die Diebe weg waren, rief die Frau sofort die Polizei. Die sicherte DNA-Spuren. Wenige Monate später gab es eine ˆbereinstimmung in einem anderen Fall, und Pierre G. gestand die Tat.
  • Billy Joe Donnelly (22) wollte im englischen Preston in ein Haus einbrechen, doch bevor er seinen Plan umsetzen konnte, bekam er Hunger. Also stieg er zuerst in ein Gewächshaus ein, biss ein paar Mal von einer Gurke ab und ließ den Rest liegen. Anschließend plünderte er ein nahe gelegenes Haus und fuhr mit dem Wagen der Hausbesitzer davon. Zu seinem Pech wurde die angebissene Gurke gefunden – mit seiner DNA. Sein "verdienter Lohn": zweieinhalb Jahre Gefängnis.

Immer achtsam sein

  • Die norwegische Polizei in Mjön dalen bekam vergangenes Jahr zwei Gesetzesbrecher frei Haus geliefert. Ein Pärchen war nach dem Kiffen müde geworden und schlief im Auto ein – ohne zu merken, dass es direkt vor der Polizei geparkt hatte. Das Nickerchen wurde abrupt beendet, als ein Polizist an die Pkw-Scheibe klopfte. Beide Insassen wurden wegen Drogenbesitz und -konsum am Steuer verhaftet. Immerhin hatten sie es nicht weit zum Verhör.
  • In der russischen Stadt Dimitrowgrad wollten zwei Männer Computer stehlen. Die maskierten Ganoven überwältigten und fesselten den Nachtwächter. Dann begannen die beiden, ihre Beute zu verpacken. Da sie in der Dunkelheit nicht genug sahen, wollte einer der Verbrecher das Licht anschalten ... und drückte versehentlich den Alarmknopf. Drei Minuten später stand die Polizei vor der Tür und nahm die beiden fest.
  • Auf ihrer Facebook-Seite postete die Polizei im neuseeländischen Christchurch das Suchbild von Sam Lake und bat um Mithilfe bei der Ergreifung des 23-Jährigen, der gegen die Bewährungsauflagen verstoßen hatte.

"Ich brauche dringend neue Fotos", schrieb Lake zurück, und 3000 Nutzer fanden diesen Eintrag gut.

"Kommen Sie vorbei, wir machen neue – kostenlos", schrieben die Ordnungshüter. Die Antwort mochten doppelt so viele Nutzer.

"Schlagfertig ist die Polizei, aber finden wird sie mich nicht", witzelte daraufhin Lake.

Die Ordnungshüter belehrten ihn eines besseren. Sie fassten ihn, und er ging für sechs Monate in den Bau.

Der 39-jährige Pawel C. aus Lodz hatte sich auf den Diebstahl von Fahrrädern und Werkzeugen spezialisiert. Er war ein sehr genügsamer Mensch, bis auf sein Mobiltelefon. Bei einem Einbruch verlor er sein Portemonnaie, ohne dass es ihm auffiel. Als er den Verlust dann bemerkte, überlegte er, was er tun sollte. Ohne Papiere würde er bei einer Kontrolle Ärger bekommen. Also rief Pawel bei der Polizei an, meldete den Verlust und gab den Beamten seine Handynummer. Was er nicht wusste: Das Portemonnaie war inzwischen aufgetaucht – am Tatort nämlich. Die Polizei bat Pawel, seine Geldbörse abzuholen, was er auch umgehend tat. Auf dem Revier erwartete ihn eine Überraschung ...

So blöd sind CHEFS ab und zu ...

Der Teufel steckt im Detail

  • Im Juni 2014 wandte sich Denis Knoops, der neue Chef der belgischen Lebensmittelkette Delhaize, in einem Schreiben an seine 15 000 Mitarbeiter. Als verantwortungsvoller Arbeitgeber wollte er den Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, bei eventuellen Problemen eine psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. Hinter der angegebenen Telefonnummer erreichte man jedoch ein Inkassobüro. Das Unternehmen entschuldigte sich daraufhin für diese Panne.
  • In Chile verlor der Chef der Münzanstalt seinen Job, nachdem die neue 50-Peso-Münze auf den Markt gekommen war. Statt "República de Chile" stand dort "República de Chiie". Zu allem ˆberfluss wurde der Fehler erst ein Jahr später entdeckt.

Zur gleichen Zeit hätte im Süden des Landes die erste Zugbrücke über den Fluss Cau Cau eingeweiht werden sollen. Minimaler Schönheitsfehler: Die Arme der Brücke wurden verkehrt montiert und mussten ausgetauscht werden.

Welch ein Job!

Gestern bin ich gefeuert worden. Mein Boss hatte das Gefühl, ich würde "nicht ausreichend Begeisterung an den Tag" legen. Mein Job? Ich war Tellerwäscher.

Einfühlsame Bemerkung

Ich habe meinem Chef erklärt, dass ich die 2000 Überstunden bezahlt haben möchte, weil ich das Geld dringend brauchte. Seine Antwort: "Verkaufen Sie Ihr Haus, dann haben Sie genug Geld."

Im neunten Monat schwanger besuchte ich eine Kollegin im Büro, in dem ich bis vor Kurzem gearbeitet hatte. Dabei begegnete mir mein ehemaliger Chef. Er konnte sich die Bemerkung nicht verkneifen, dass ich ordentlich zugelegt hätte.

"Das ist normal", erwiderte ich.

"Und warum haben Sie so viel zu genommen?", hakte er nach.

Da musste ich lachen und antwortete: "Ich bin doch schwanger."

"Oh", sagte er, lief rot an und machte auf dem Absatz kehrt.


 

RD Abbinder
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