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Luther-Quiz - 500 Jahre Reformation
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Luther-Quiz - 500 Jahre Reformation

500 Jahre Reformation - lesen Sie, in welchen Städten Martin Luther und seine reformatorischen Ideen besondere Spuren hinterlassen haben und testen Sie Ihr Wissen im Luther-Quiz...

Autor: Cornelia Krappel

In diesen Städten Deutschlands hat Reformator Martin Luther gelebt oder maßgeblich gewirkt. Sie werden auch Lutherstädte genannt. Die Städte Wittenberg und Eisleben führen den Namen "Lutherstadt" sogar im Stadtnamen. Hätten Sie's gewusst, wo Luther geboren wurde, wo er studierte und die Bibel ins Deutsche übersetzte? Lesen Sie hier, in welchen Städten er und seine reformatorischen Ideen besondere Spuren hinterlassen haben (klicken Sie dazu auf den Stadtnamen) und testen Sie Ihr Wissen im Luther-Quiz weiter unten in diesem Artikel.

Eisleben

In Eisleben wurde Luther am 10. November 1483 geboren und dort starb er 1546 im Alter von 62 Jahren. Sein Geburtshaus wurde nach einem Brand restauriert und lässt sich heute noch besichtigen, genau wie sein Sterbehaus oberhalb des Eisleber Marktes. Beide Häuser gehören seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. In der St. Andreaskirche fanden die Trauerfeierlichkeiten zu seinem Tod statt. Dort hat er auch seine letzten Predigten gehalten.

Eisenach

In Eisenach, der Landeshauptstadt Thüringens war Reformator Martin Luther Student. Heute können Besucher seinen ehemaligen Wohnsitz besichtigen: das Lutherhaus, ein schönes altes Fachwerkhaus wo Martin Luther 1498 bis 1501 als Schüler der Lateinschule lebte.
In der legendären Wartburg, die oberhalb der Stadt thront, lebte Luther 1521/22 incognito als „Juncer Jörg“ und übersetzte währenddessen in nur elf Wochen das Neue Testament der Bibel aus dem Griechischen ins Deutsche. 1522 erschien das Werk in gedruckter Form und fand in den evangelischen Gebieten reißenden Absatz.
Sein berühmtes Denkmal befindet sich direkt neben der Kaufmannskirche in Eisenach.

Erfurt

Ab 1501 studierte Luther an der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt. Sein Studium schloss er 1505 mit dem Titel des Magister Artium (Meister der sieben freien Künste) ab. Noch im gleichen Jahr trat er als Mönch ins Augustinerkloster in Erfurt ein und blieb dort bis 1511. Im Jahr 1507 wurde er im Erfurter Dom St. Marien zum Priester geweiht und begann auch sein Theologie-Studium, das er im Jahr 1512 in Wittenberg mit seiner Promotion abschloss.

Wittenberg

Hier wohnte Luther seit 1508 zunächst als Mönch und ab 1525 dann zusammen mit seiner Familie. Heute kann das Lutherhaus besichtigt werden, ebenso wie die Wittenberger Schlosskirche, an deren Portal Luther am 31. Oktober 1517 eigenhändig seine 95 Thesen (Disputatio pro declaratione virtutis indulgentiarum ) angeschlagen haben soll.
Seine Disputatiosthesen richteten sich insbesondere gegen den geschäftsmäßigen Handel mit Ablassbriefen, wie ihn die katholische Kirche betrieb: Darin wurde Vergebung gegen Geld versprochen. 2017 jährt sich das Datum des Thesen-Anschlags zum 500. Mal.
Auf dem Marktplatz vor dem Wittenberger Rathaus befindet sich das tausendfach fotografierte Luther-Denkmal, das zusammen mit den vielen weiteren Originalschauplätze der Reformation ein reformationsgeschichtliches Ensemble bildet, das seit 1996 UNESCO Weltkulturerbe ist.

Torgau

Der 20.000-Einwohner-Ort Torgau im Nordwesten von Sachsen war vor einem halben Jahrtausend politisches Zentrum des Reformations-Geschehens. Über vierzig Mal soll Martin Luther am Hofe des sächsischen Kurfürsten gewesen sein. Hier wurden die erste Predigt auf Deutsch gehalten, die erste evangelische Taufe vorgenommen, das erste evangelische Gesangbuch verfasst, und hier wird Katharina von Bora, Luthers Ehefrau, besonders gewürdigt.
In der Katharinenstraße 11 liegt die Katharina-Luther-Stube. Dort war das Krankenlager und Sterbehaus des weiblichen Gesichts der Reformation: Martin Luthers Ehefrau, die er wegen ihres selbstbestimmten Lebens auch gern seinen „Herrn Käthe“ nannte. Eine Ausstellung gibt Einblicke in die Biografie, das Wirken und den Alltag Katharina Luthers.
Sie setzte sich für die Menschen ein, führte in Zeiten der Pest ein Waschhaus sowie ein Hospiz für Kranke. Ihr Sterbehaus in der Katharinenstraße ist die einzige ihr gewidmete Gedenkstätte in Deutschland.

Altenburg

Martin Luther und Georg Spalatin krempeln ab 1525 die Stadt Altenburg im Sinne der Reformation völlig um.
Spalatin löst in Luthers Auftrag als zuständiger Geistlicher in jahrelangem Kampf die Klöster auf und organisiert die Schulen, die Kranken- und Armenversorgung neu. 20 Jahre lang lebte und arbeitete Luthers Freund und Vertrauter Spalatin für die reformatorischen Ideen in Altenburg. Auch Martin Luther kam oft zu Besuch nach Altenburg.
Hier trug sich auch eine der Geschichten zu, die Luther berühmt machen sollte: Der päpstliche Gesandte Karl von Miltitz versuchte in Altenburg vergebens, mit Luther eine Abmachung zu treffen, die ihn zum Schweigen bringen und seine Kritik an der katholischen Kirche unterbinden sollte.

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