Entspannung pur: eine Frau hört Musik und schmust dabei mit ihrer Katze.
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Geniale Lösungen Familie & Leben

15 zehn-Minuten-Tipps für ein leichteres Leben

Diese einfachen Tipps erleichtern im Handumdrehen Ihr Leben.

Ausgabe: August 2021 Autor: Caroline Fanning

1. Fleisch auftauen
Forschungsergebnisse des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums legen nahe, dass gefrorenen Steaks ein schönes, heißes Bad recht gut bekommt. Die Studie ergab, dass sich zwei bis drei Zentimeter dicke Fleischstücke in zehn Minuten auftauen lassen, ohne dass ihre Qualität darunter leidet. Der Trick: Erwärmen Sie Wasser in einem großen Topf auf 39 Grad, verpacken Sie das Fleisch luftdicht in Plastik, legen Sie es ins Wasser und rühren Sie gelegentlich um, damit sich kein kalter Bereich bilden kann, der das Fleisch vom warmen Wasser isoliert. Diese Art des Auftauens verbessert zudem den Geschmack der Steaks, weil sie weniger Saft verlieren als beim Auftauen an der Luft.


2. Erfolgreicher bitten
Eine Bitte um einen kleinen Gefallen hat größere Aussicht auf Erfolg, wenn Sie das Wort „weil“ benutzen. Die US-amerikanische Psychologin Ellen Langer führte eine Studie durch, die ergab, dass einfache Bitten mit 34 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit erfüllt wurden, wenn das Wort darin vorkam. Wenn Sie in der Warteschlange beim Bäcker sagen: „Entschuldigung, würden Sie mich bitte vorlassen? Meine Parkuhr läuft in zwei Minuten ab“, besteht eine 60-prozentige Chance, dass Sie den Vortritt erhalten. Wenn Sie die Frage aber so formulieren, ob Sie bitte vorgelassen werden könnten, weil Ihre Parkuhr abläuft, steigt diese Wahrscheinlichkeit auf 94 Prozent. Laut Langer erhöhen sich die Erfolgschancen allein durch das Wort „weil“ sogar, wenn die anschließende Begründung eher schwach ist.


3. Weniger Rückenschmerzen
Sie denken vielleicht, dass sich Ihr Rücken erholt, wenn Sie auf dem Bauch schlafen, aber das kann laut Forschungsergebnissen der Mayo Clinic in den USA die Schmerzen sogar verschlimmern. Sollte dies Ihre natürliche Schlafposition sein, kleben Sie sich vor dem Zubettgehen eine getrocknete Erbse auf den Bauch, empfiehlt die Chiropraktikerin Cynthia Vaughn. Wenn Sie auf dem Rücken eindösen, stört Sie die Erbse nicht, aber wenn Sie sich dann umdrehen, werden Sie durch sie geweckt und können Ihre Position korrigieren.


4. Besseres Kurzzeitgedächtnis
Für eine Studie der University of California, USA, fuhren Studierende im Jahr 2018 nur zehn Minuten lang auf einem Hometrainer mit einem Kraftaufwand, der den Herzschlag um 30 Prozent erhöhte (ein schneller Spaziergang erhöht ihn um 50 Prozent). Sie absolvierten dann einen Test, bei dem sie sich Bilder merken sollten, die ihnen kurz gezeigt wurden. Laut der Studie bewiesen sie ein sehr gutes Kurzzeitgedächtnis.


5. Feuer machen
Jeder gute Pfadfinder weiß, dass man für ein Feuer nur Zunder (leicht entzündbares Material wie kleine, trockene Zweige oder zusammen­geknülltes Papier) und Brennstoff (Holzscheite) braucht, und dass man ohne Zunder keine Chance hat. Für den Fall, dass Sie einmal weder Laub noch trockene Zweige finden und die Tageszeitung nicht entbehren können, empfehlen die Herausgeber der US-amerikanischen Zeitschrift "Family Handyman" ein anderes Hilfsmittel, das in vielen Haushalten zur Verfügung steht: die Flusen aus dem Wäschetrockner. Stopfen Sie sie in leere Toilettenpapierrollen, und nehmen Sie sie mit zum Camping oder feuern Sie damit Ihren Kamin an. Die Flusenrollen entzünden sich leicht und brennen lang genug, damit die Holzscheite Feuer fangen.


6. Gesunde Hüftgelenke
Wer mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht, wird sich wohl kaum die Hüfte brechen. Dennoch zeigte eine Studie der Brigham Young University, USA, dass sich bei Frauen zwischen 25 und 50 Jahren, die zweimal pro Tag zehnmal hintereinander auf der Stelle in die Höhe sprangen, in nur 16 Wochen die Dichte der Hüftknochen erhöhte. Suchen Sie sich einen ebenen Ort, an dem Sie genug Platz haben, und pausieren Sie zwischen den Sprüngen jeweils 30 Sekunden.


7. Schneller Schokokuchen
Die Website seriouseats.com hat ein Rezept für einen Kuchen aus der Mikrowelle entwickelt, falls Sie spontan Gäste bewirten wollen: Vermischen Sie 90 Gramm Mehl, 170 Gramm Zucker, 90 Gramm Kakao­pulver, 2¼ Teelöffel Backpulver, ¼ Teelöffel Salz, 2 Eigelb, 6 Esslöffel geschmolzene Butter, 2 Teelöffel Vanilleextrakt, 100 Gramm Schokotropfen und 240 Milliliter warmes Wasser. Nach nur fünf Minuten in der Mikrowelle können Sie die Kerzen auf einen fabel­haften Schokoladenkuchen stecken!


8. Töpfe reinigen
Nach jahrelangem Gebrauch geht Ihr Lieblingstopf langsam seinem verbrannten, verkrusteten Ende entgegen? Sagen Sie ihm noch nicht gleich Adieu. Füllen Sie ihn stattdessen zur Hälfte mit Wasser, legen Sie eine Geschirrspül-Tablette hinein und bringen Sie das Wasser zum Kochen. Die entstehende „Seifensuppe“ konzentriert die volle Kraft der Tablette und sollte sogar dick verkrustete Töpfe in nur zehn Minuten reinigen.


9. Diabetes-Risiko senken
Wissenschaftler weisen seit Langem darauf hin, dass Saunagänge und Wannenbäder den Blutzuckerwert sowie das Körperfettverhältnis günstig beeinflussen. Eine Studie, die 2020 beim Jahrestreffen der European Association for the Study of Diabetes, einer Fachgesellschaft zur Erforschung von Diabetes, vorgestellt wurde, ergab, dass sich bei Patienten mit Diabetes Typ 2 eine deutliche Verbesserung zeigte, wenn sie sich regelmäßig in die Bade­wanne legten. Studienteilnehmer, die viermal pro Woche zwischen zwei und 30 Minuten in der Badewanne verbrachten, wiesen mit der Zeit weniger Gewicht sowie einen niedrigeren Body-Mass-Index (BMI), diastolischen Blutdruck, gesunden Taillenumfang und weniger glykiertes Hämoglobin auf. All dies nur durch ein schönes altmodisches Bad in der Wanne!


10. Abfluss reinigen
Selbst wenn Sie das Badezimmer mit Rapunzel teilen sollten, lassen sich Haarknäuel leichter entfernen als Sie vielleicht denken. Die US-amerikanische Zeitschrift Family Handyman rät zum Einsatz eines Drahtkleiderbügels: Lösen Sie drehend den Haken ab, wobei der Draht am „Hängerende“ aber in seiner ursprünglichen Form bleiben muss. Schieben Sie den Drahthaken ins Abflussrohr bis zu dem Knäuel. Biegen Sie den Haken zu einem Griff und drehen Sie damit die Förderschnecke tiefer in das Haarknäuel. Ziehen Sie das Gerät hoch und – voilà!


11. Selbstwertgefühl steigern
Ein kleiner Serotonin-Schub ist lediglich fünf Minuten und eine gute Tat entfernt – so lauten Forschungsergebnisse, die in der Zeitschrift Psychological Bulletin veröffentlicht wurden. Die Studie ergab, dass kooperatives, mitfühlendes und selbstloses Verhalten die Gesundheit und psychologische Stabilität fördern können. „Wenn Sie beispielsweise einem Nachbarn helfen, die Einkäufe zu tragen, verleiht dies beiden eine Art sozialen Schub“, sagt Bryant Hui, der an der Studie beteiligt war. Die Forscher fanden auch heraus, dass Menschen, die kleine, selbstlose Hilfen für andere leisteten, eher das Gefühl hatten, dass ihre Freizeit für sie selbst und für sinnvolle Aktivitäten ausreichte, als Vergleichspersonen, die ihre freie Zeit allein verbrachten oder sie einfach vergeudeten.


12. Eierklecks? Kein Problem!
Wenn ein Ei zu Boden fällt, statt in die Pfanne, ist der Schlamassel perfekt. Die Mischung, die weder fest noch flüssig ist, lässt sich schwer fassen und kaum aufwischen. Aber wenn Sie ordentlich Salz darüberstreuen (achten Sie darauf, das Ei dabei nicht in den Boden zu reiben) und zehn Minuten warten, können Sie das fest gewordene Ei einfach aufheben. Weder Besen noch Lappen werden dabei ruiniert.

13. Durchblutung steigern
Forschungen der University of Missouri, USA, haben gezeigt, dass bereits nach sechsstündigem, ununterbrochenem Sitzen der Blutfluss in die Beine behindert wird. Das Sitzen verhindert die gesunde Weitstellung wichtiger Arterien in den Unterschenkeln und schadet der Durchblutung. Allerdings wurde in der Studie auch herausgefunden, dass ein zehnminütiger Spaziergang nach langem Sitzen bereits genügt, um den Blutfluss wieder auf ein gesundes Niveau zu steigern.

14. Entspannung
Forscher der Universität Konstanz fanden heraus, dass zehn Minuten Massage ausreichen, um sich sowohl körperlich als auch psychisch zu entspannen. Das sind die ersten Forschungsergebnisse, die die Beziehung zwischen kurzen Massagen (oder sanftem Streicheln der Schultern) und dem parasympathischen Nervensystem bestätigen. Dieses ist für die Wiederherstellung des Gleichgewichts nach einer stressreichen Zeit verantwortlich. Zum Auslösen der Entspannungsreaktion im Körper ist also nicht unbedingt ein ganzer Tag im Wellnessbad nötig.


15. Zahnbürsten richtig säubern
Laut einer Studie der University of Manchester, Großbritannien, leben auf den Borsten Ihrer Zahnbürste etwa zehn Millionen winziger Bakterien. Vereiteln Sie ihnen dieses schöne Leben, indem Sie die Zahnbürste jedes Mal unter fließendem Wasser ausspülen und sie zum Trocknen aufrecht hinstellen. Wenn Sie die Borsten zusätzlich 30 Sekunden in Mundwasser schwenken, eliminieren Sie die Bak­terien endgültig.





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