70 Jahre Reader's Digest: Was unsere Leserinnen und Leser bewegt
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70 Jahre Reader's Digest Familie & Leben

70 Jahre Reader's Digest: Was unsere Leserinnen und Leser bewegt

70 Jahre Reader's Digest auf Deutsch. Erinnern Sie sich noch?

Liebe Leserin, lieber Leser, Ende letzten Jahres haben wir Sie gebeten, uns zu schreiben und uns Ihre Erinnerungen an Reader’s Digest zu schicken. Zahllose Zuschriften haben uns erreicht. Wir haben jede einzelne gelesen und danken allen Einsendern von Herzen. Unter der Vielzahl der rührenden, nachdenklich machenden und lustigen Anekdoten haben wir nun einige ausgewählt, die wir mit Ihnen teilen möchten. Die Wahl ist uns nicht leichtgefallen!
Mit Klick auf die schwarzen Pfeile rechts und links neben den Bildern von lesenden Figuren können Sie weiterblättern.

 

  • Leben gerettet

    Leben gerettet

    Reader’s Digest hat mir und meinen beiden Kindern wahrscheinlich einmal das Leben gerettet! Ich fuhr von Frankfurt mit den schlafenden Kindern auf dem Rücksitz auf der Autobahn nach Hause. Als ich gerade mit etwa 120 km/h auf der Überholspur war, gab es plötzlich einen Ruck. Mein Kombi senkte sich hinten links ab und ich sah, wie mich mein linkes Hinterrad überholte. Es krachte an die mittlere Leitplanke und rollte dann nach rechts an die Seite. Ich schaltete sofort den Warnblinker ein und tat was ich Jahre zuvor in Reader’s Digest gelesen hatte: Ich gab vorsichtig Gas, um das Auto zu stabilisieren, und ließ es an den Straßenrand rollen. Dann holte ich das verlorene Rad und schraubte es an seinen Platz, indem ich von den anderen Rädern je eine Schraube nahm. Danach fuhr ich langsam nach Hause. Einige Zeit später las ich von einem ähnlichen Fall, bei dem der Fahrer gebremst und sich überschlagen hatte. Er starb.
    Helmut Kurzenberger, Welzheim
  • Eiserner Lese-Bestand

    Eiserner Lese-Bestand

    Ein Beitrag des Kulturkritikers und Journalisten Hellmuth Karasek in der Reader’s Digest-Dezember-Ausgabe des Jahres 2002 ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Unter dem Titel „33 Bücher, die Sie lesen müssen“, stellte Karasek eine Liste von Büchern aus der Weltliteratur zusammen, die mit der Bibel beginnt und mit Oscar Wildes Dorian Grey endet. Karasek warf die Frage auf: „Welche Bücher gehören zum eisernen Bestand einer lesenden Nation?“ Dass es 33 wurden, mag Zufall sein. Für mich, einen begeisterten Leser der Reader’s Digest-Auswahlbücher, von denen ich 24 besitze, ist Karaseks Literaturkanon eine Art Richtschnur für eigene Bücherwünsche und für Bücher zum Verschenken.
    Hans Remde, Ebersdorf
  • Eine hilfreiche Methode

    Eine hilfreiche Methode

    Es ist bestimmt 40 Jahre her, dass Sie den Artikel „Depressionen, die Folge falschen Denkens?“ von Edward Ziegler abgedruckt haben. Zu diesem Zeitpunkt war ich Mitte 20 und litt unter depressiver Verstimmung. Damals ging man nicht zum Psychologen oder nahm Antidepressiva. Mein Vater – ein passionierter Das Beste-Leser – gab mir den genannten Beitrag zum Lesen. Darin stellten zwei Ärzte zehn Schritte vor, wie man sein Denken beeinflussen kann, wenn es in die falsche Richtung geht. Ich möchte behaupten, dass diese Methode mir bis zum heutigen Tag hilft! Immer wieder habe ich auch Freunden und Bekannten Kopien dieses Artikels gegeben und nur positives Feedback erhalten.
    Ursula Leitz, Lauffen
  • Meinen Lebensweg geprägt

    Meinen Lebensweg geprägt

    Kein Buch, keine Zeitung und keine Zeitschrift hat mein Leben so geprägt wie die monatlichen Ausgaben von Das Beste aus Reader’s Digest. Mit 14 Jahren verließ ich 1956 die Volksschule in Essen, um den Beruf eines Tiefdruckretuscheurs bei der Großdruckerei W. Girardet zu lernen. Sie druckte unter anderem die deutschsprachige Ausgabe von Reader's Digest. Vier Wochen vor Beginn meiner Lehre wurde ich informiert, dass man mich lieber in der neu eingerichteten Offsetabteilung als Reprofotograf ausbilden wolle. Die US-amerikanische Zen­trale von Reader’s Digest hatte nämlich beschlossen, dass die farbigen Titel aller Ausgaben nur noch im damals neuen Offsetverfahren gedruckt werden sollten. Girardet hatte deshalb eine neue Abteilung eingerichtet, deren erster Lehrling ich wurde. So verdanke ich Reader’s Digest, dass ich den damals fortschrittlichsten Beruf in der Offsetreproduktion lernen konnte.
    Kurt Wolf, Urdorf (Schweiz)
  • Da staunten die Fachkräfte

    Da staunten die Fachkräfte

    In den 1960er-Jahren brachte Reader’s Digest einen Artikel über mögliche Komplikationen in der Schwangerschaft, wenn das Blut der Mutter Rhesus-negativ, das ihres Babys aber Rhesus-positiv ist. Als junges Ehepaar gingen meine Frau und ich ins Krankenhaus und ließen auf eigene Kosten die Rhesusfaktoren unseres Blutes feststellen. In der Klinik waren die Fachkräfte sehr erstaunt über unser Wissen, das wir Reader’s Digest verdankten. Mit dem Ergebnis, dass keine Gefahr drohte, konnten wir beruhigt auf die Geburt unserer Kinder warten. Unser Sohn ist heute 53, unsere Tochter 49 Jahre alt.
    Rüdiger Seidler, Senden
  • Erfolgreiche Augen-OP

    Erfolgreiche Augen-OP

    1978 – ich war damals 31 Jahre – rief ich meine Söhne Marc und Ralph, die draußen spielten, zum Essen. Sie reagierten aber nicht. Daraufhin bat ich meinen Mann, sie zu rufen. Er schaute aus dem Fenster und sagte: „Das sind nicht unsere Kinder auf der Straße.“ Ich wollte es erst nicht glauben, obwohl ich in letzter Zeit oft Probleme mit dem Sehen hatte. Die Untersuchung beim Augenarzt ergab die erschütternde Diagnose Grauer Star. Ich würde bald erblinden, sagte der Arzt, da ich für eine Operation zu jung sei. Von da an habe ich alle Artikel über Augenerkrankungen gelesen, natürlich auch in meiner Lieblingslektüre Reader’s Digest. Darin wurde über einen Arzt berichtet, der junge Menschen mit Erfolg am Grauen Star operierte. Auch ich wurde (von einem anderen Arzt) operiert und konnte wieder sehen! Im Oktober 2017 bin ich 70 Jahre alt geworden. Immer, wenn ich morgens aufwache und Farben und Umrisse erkenne, bin ich überglücklich. Ohne Reader’s Digest würde ich heute nicht mehr sehen!
    Boda-Maria Fuchs, Reichelsheim
  • Tipps für den Urlaub

    Tipps für den Urlaub

    Wir haben die letzten beiden Jahre im Urlaub zwei Sehenswürdigkeiten besucht, die wir in Das Beste gesehen haben. Im Juli 2016 waren wir unter anderem in Polen und haben dort den Elblaski-Kanal angeschaut. Wir hatten Glück – es wurde gerade ein größeres Ausflugsschiff über den Berg gezogen. Heuer waren wir im August an der Ostsee und mussten uns natürlich unbedingt das auf dem Kopf stehende Haus in Trassenheide ansehen.
    Rosemarie Götz, Offenberg
  • Schluss mit Rauchen

    Schluss mit Rauchen

    1947 verliebte ich mich Hals über Kopf in meine spätere Frau. Rauchen war damals Kult. Sie aber war allergisch gegen Rauch und in mir dämmerte der Gedanke, etwas tun zu müssen. In ihrer Gegenwart nicht mehr rauchen? Das ließ sich gut einrichten, weil sie eine Ausbildung in einer anderen Stadt begonnen hatte und wir uns nur alle vier Wochen ein paar Stunden sahen. Ganz aufhören? Aber wie? Alle Ver­suche scheiterten. Anfang der 1950er-Jahre fiel mir ein Heft von Reader’s Digest in die Hände. Rauchend blätterte ich darin herum. In einem Artikel schilderte der Verfasser – ein Kettenraucher – wie er sich von seinem Laster befreit hatte. Während er rauchte, überkam ihn eines Tages der feste Wille, die Zigarette auszudrücken und ab sofort keine neue mehr anzurühren. Blitzartig durchfuhr es mich: Das kannst Du auch! Ich tat es ihm nach und seit diesem Tag lebe ich als Nichtraucher.
    Theo Rupieper, Hamm
  • Mit Ungeduld erwartet

    Mit Ungeduld erwartet

    Mein Vater war Nebenerwerbslandwirt und hatte ein kleines Bauernhaus in Südbaden gepachtet. Die Besitzerin lebte in Wattenscheid, hatte sich aber ein Zimmer im Haus reserviert, das sie und ihre erwachsenen Kinder im Sommer nutzten. Wenn die Tochter im Urlaub zu uns kam, brachte sie immer einen Stapel Reader’s Digest-Hefte mit. Um diese als Erste lesen zu können, musste sie sie oft vor mir „verteidigen“. Da ich aber nicht immer auf den Besuch warten wollte, überredete ich schließlich meinen Vater, mir zu erlauben, ein Abonnement abzuschließen. Dabei war ich erst knapp 16 Jahre alt – und damals war man erst mit 21 volljährig. So kommt es, dass ich nun schon mehr als 50 Jahre Leser von Reader’s Digest bin.
    Hermann Gut, Bräunlingen
  • Rechtzeitig vorgesorgt

    Rechtzeitig vorgesorgt

    Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie mir mein Mann einen Bericht aus Reader’s Digest vorlas. Darin ging es um Supermärkte in Amerika. Mein Mann meinte besorgt: „Diese Entwicklung wird auch nach Deutschland kommen.“ Wir überlegten, wie wir uns ein zweites Standbein – neben unserem Geschäft – schaffen könnten. Das große Sparen begann. Mit viel Glück konnten wir ein Mehrfamilienhaus in Bielefeld erwerben. 1985 mussten wir unser Geschäft aufgeben. Mit der kleinen Rente, die uns als Selbstständige erwartete, wäre es traurig um uns bestellt gewesen. So aber konnten wir getrost in die Zukunft sehen. Ohne den Bericht hätten wir nicht rechtzeitig vor­gesorgt. Mein ganz großer Dank an Sie!
    I. Liening, Bad Pyrmont
  • Eben erst gelesen

    Eben erst gelesen

    Ich wollte eine Eternitplatte am Giebel unseres Stallgebäudes reparieren. Die Platte brach jedoch, und ich fiel etwa fünf Meter in die Tiefe. Nach dem Aufprall merkte ich gleich: Etwas ist kaputt. Am Abend zuvor hatte ich in Reader’s Digest einen Artikel dar­über gelesen, wie man sich verhalten sollte, wenn man eine Rückenverletzung befürchtet: ruhig liegenbleiben, sich kneifen, um zu testen ob ein Gefühl vorhanden ist, ruhig atmen, nur rufen, wenn jemand in der Nähe ist. Das habe ich getan und wurde im Krankenhaus, wo zwei gebrochene Wirbel mit Schrauben fixiert werden mussten, für mein besonnenes Verhalten gelobt. Danke an Reader’s Digest!
    Hans-Jürgen Ehlert, Moringen
  • Durch dick und dünn

    Durch dick und dünn

    Ich war als Kind sehr viel bei meiner Großmutter. Dort stand eine alte Kommode, in der sie Reader’s Digest sammelte. Als Vorschulkind – ich bin 1967 geboren – liebte ich es, abends in den Heften zu blättern, auch wenn ich noch nicht richtig lesen konnte. Das Abonnement endete mit dem Tod meiner geliebten Oma. Einige Jahre später entdeckte ich die Zeitschrift wieder – in einem gut sortiertem Kiosk bei uns am Bahnhof. Ab da wurde Reader’s Digest erneut zu meiner Lieblingslektüre. Das Blatt begleitete mich vor einigen Monaten durch meine Chemotherapie, und ich habe mir zum Ziel gesetzt, dass auch meine Enkelkinder die gesammelten Hefte von mir bekommen werden.
    Viola Weinzierl, Bernau
  • Abgesegnet vom Zollamt

    Abgesegnet vom Zollamt

    Es muss 1958 gewesen sein, als ich Ihr Magazin in die Hände bekam. Ich lebte damals in der DDR und hatte einen Brieffreund in Belgien, was nicht sebstverständlich war. Eines Tages erhielt ich per Post und über das Zollamt Halle ein Päckchen mit einer Ausgabe von Reader’s Digest, versehen mit einem Stempel des Zollamtes – eigentlich unglaublich! Dieses Heft habe ich regelrecht verschlungen. Es begleitete mich auch auf einer Bahnreise nach Berlin. Die Grenze zum Westteil der Stadt war noch offen und es gab Kontrollen an den Übergängen vom östlichen Stadtgebiet nach Ostdeutschland. Ich geriet in eine Kontrolle, weil ich das Magazin sichtbar in Händen hielt. Ich musste die S-Bahn verlassen und wurde einem Offizier zur Befragung vorgeführt. Er entdeckte auf meinen Hinweis den Stempel des Zollamtes, gab mir mein Reader’s Digest zurück und wünschte mir eine gute Weiterreise. 
    Peter Müller, Würzburg


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