Neun Wege, Ihr Müllaufkommen zu reduzieren
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Haus & Garten

Neun Wege, Ihr Müllaufkommen zu reduzieren

Machen Sie folgenden kleinen Test. Führen Sie eine Woche lang genauer Buch darüber, wie viel Abfall Ihre Familie produziert, bevor Sie den Müll entsorgen. Wie können Sie Ihr Müllaufkommen verringern?

Ausgabe: März 2013 Autor: Readers Digest

Machen Sie folgenden kleinen Test. Führen Sie eine Woche lang genauer Buch darüber, wie viel Abfall Ihre Familie produziert, bevor Sie den Müll entsorgen. Füllen Sie den ganzen Abfall in einen großen Sack und wiegen Sie ihn. Vermutlich wird Sie überraschen, wie viel Sie wegwerfen. Eine in den USA durchgeführte Studie ergab, dass jeder Bürger im Schnitt 2 Kilogramm Müll pro Tag erzeugt. Wie können Sie Ihr Müllaufkommen verringern? Greifen Sie seltener zu Einwegprodukten und verwenden Sie möglichst viel wieder. Und so geht's:

1. Tüten sparen

Verpacken Sie Obst und Gemüse im Laden möglichst in Papier statt in Plastik. Nehmen Sie wiederverwendbare Taschen mit zum Einkaufen. Packen Sie auch Pausenbrote in wiederverwendbare Tüten. Mit einem halben Dutzend wiederverwendbaren Tüten kommt Ihre Familie problemlos ein ganzes Jahr lang aus – verglichen mit mehreren Kartons voller Einwegprodukte.

2. Den Würmern vorwerfen

Küchenabfälle, gebrauchte Servietten und anderes organisches Material lässt sich in nährstoffreichen Kompost für Pflanzen verwandeln. Eine Wurmfarm, die Sie in jedem Gartencenter erhalten, passt in die Garage, in den Schuppen, auf einen schattigen Balkon oder unter eine Traufe. So lässt sich Müll ganz einfach drastisch reduzieren.

3. Altkleider sammeln

Ein Loch in der großen Zehe einer Socke bedeutet nicht, dass sie ausgedient hat. Sie kann zum Beispiel noch verwendet werden, um Leiterenden abzupolstern, oder über einem Besenstiel, um Spinnweben zu entfernen. Alte Laken eignen sich als Abdeckung – und schon brauchen Sie keine großen Planen mehr zu kaufen. Noch eine clevere Nutzungsmöglichkeit für Altkleider: Organisieren Sie eine Tauschbörse. Brauchbare Sachen, aus denen Ihre Kinder herausgewachsen sind, können von anderen noch getragen werden – und umgekehrt.

4. Zeitungen wiederverwenden

Nehmen Sie alte Zeitungen zum Auslegen von Zwingern oder Körben für Ihre Haustiere. Zeitungspapier eignet sich auch zum Auswischen fettiger Pfannen oder zum Reinigen des Grills. Essensabfälle für den Kompost können Sie ebenfalls in Zeitungspapier einwickeln. Zeitungen sind ferner eine praktische Alternative zu Papiertüchern beim Fensterputzen.

5. Wegwerfprodukte verbannen

Eine der größten Abfallquellen sind Portionspackungen, etwa bei Kaffee oder Snacks. Weitere verwerfliche Einwegprodukte sind Papierhandtücher, Plastiktüten und Wegwerfbesteck. Statt Papiertücher sollten Sie wiederverwendbare Mikrofasertücher wählen. Geben Sie Plastiktüten stets in die Recyclingtonnen vor den Geschäften zurück und verwenden Sie Picknickgeschirr anstelle von Einwegprodukten.

6. Möbeln ein neues Zuhause finden

Wenn Sie sich neu einrichten, sollten Sie ausrangierte Möbelstücke nicht gleich auf den Müll werfen. Spenden Sie sie einer gemeinnützigen Organisation oder stellen Sie sie zumindest zum Mitnehmen auf die Straße. Alte Möbel nutzbringend loszuwerden, kann sogar Arbeit sparen. Manche Hilfsorganisationen holen gebrauchte Möbel nämlich kostenlos ab. Sie können auch eine Online-Anzeige aufgeben, wenn Sie Möbel zu verschenken haben.

7. Wirtschaftlich einkaufen

Planen Sie eine Woche im Voraus, was Sie kochen wollen, und schreiben Sie einen genauen Einkaufszettel, damit Sie nicht zu viel einkaufen. Lassen Sie ein paar Abende aus – für Reste oder spontane Planänderungen. Halten Sie sich an die Liste und schummeln Sie nicht – kaufen Sie kein Obst und Gemüse, das dann übrig bleibt. In manchen modernen Kulturen werden bis zu 30 Prozent aller Lebensmittel verschwendet.

8. Die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern

Essensreste aufzubewahren, ist kein Problem – aber sinnlos, wenn Sie sie nicht essen. Dabei geben Sie ideale Zwischenmahlzeiten ab und sparen Zeit und Geld. Essen Sie nicht gern Aufgewärmtes, kochen Sie immer nur genau so viel, wie für eine Mahlzeit nötig. Außerdem müssen Sie Lebensmittel nicht gleich wegwerfen, wenn das Haltbarkeitsdatum auf der Packung abgelaufen ist. Diese Angaben sind für die Einzelhändler gedacht. Der Endverbraucher kann die Produkte noch problemlos eine Woche länger genießen. Und „mindestens haltbar“ ist weniger streng auszulegen als „zu verbrauchen bis“.

9. Elektronikschrott meiden

Eine der Abfallarten, die am schnellsten zunimmt, ist Elektronikschrott. Alte Computer, Fernseher und andere Elektrogeräte stapeln sich all zu oft auf Deponien. Schlimmer noch, manche der Geräte enthalten potenziell schädliche Chemikalien. Wenn Sie Elektronik entsorgen wollen, sollten Sie sich zunächst beim Hersteller nach Rückgabemöglichkeiten erkundigen. Auch Elektronikhändler bieten immer wieder Recycling-Tage an.


 

RD Abbinder
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