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Das Finanz-ABC für Anleger und solche, die es werden wollen
© psdesign1 / Fotolia.com
Aus der
aktuellen
Ausgabe

FinanzenRat

Das Finanz-ABC für Anleger und solche, die es werden wollen

Unsere Experten erklären, was Sie wissen müssen, wenn es um Ihr Geld geht

Ausgabe: Oktober 2017 Autor: Michael Brückner und André Michel

Eine zeitlos gültige Anlage-Empfehlung lautet: Investiere nur in Dinge, die du kennst. Allerdings: Wer sein Geld in Niedrigzinszeiten auf dem altvertrauten Sparbuch parkt, macht Verluste. Wie steht es um die Gewinnchancen mithilfe von Dividendenstrategie, Optionsscheinen und Zerobonds?

Aktien

Wer Aktien kauft, beteiligt sich am jeweiligen Unternehmen. Er ist also Miteigentümer und nicht nur Gläubiger, wie im Fall von → Anleihen, und trägt einen Teil des wirtschaftlichen Risikos. Papiere von Grossunternehmen werden als Standardwerte bezeichnet. Die 20 führenden Standardwerte in der Schweiz sind im „Swiss Market Index SMI“ enthalten. Die 50 europäischen Standardwerte erscheinen im EuroStoxx 50 (→ siehe Stichwort Index). Die Aktionäre werden anteilig am Gewinn des Unternehmens in Form der → Dividende beteiligt.
Chancen: Der Aktionär profitiert von der Kurssteigerung der Aktie und gegebenenfalls von der Dividende. Aktien sind ein Sachwert und daher im Gegensatz zu Geldwerten (Sparkonten, Bargeld, Anleihen) in hohem Masse inflationsgeschützt.
Risiken: Der Aktionär trägt das unternehmerische Risiko mit. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich, wenngleich bei Standardwerten eher selten.

Anleihen

Der Ausgeber einer Anleihe – auch Obligation oder Bond genannt – nimmt bei den Anlegern einen Kredit in beträchtlicher Höhe auf. Dabei wird der Darlehensbetrag gestückelt. Die Anleger kaufen also Teile des Gesamtkredits. Zu den bekanntesten Ausgebern – auch Emittenten genannt – gehören Staaten und Unternehmen. Fast alle Anleihen haben einen festen Zinssatz, der im Wesentlichen von der Laufzeit und der Bonität des Emittenten abhängt. Auf fallende oder steigende Zinsen reagieren diese Anleihen über den Kurs, also ihren „Preis“. Steigen die Zinsen, fallen die Kurse, fallen die Zinsen, steigen die Kurse.
Chancen: Staatsanleihen von Ländern mit hoher Bonität (zum Beispiel Schweiz, Deutschland, Niederlande) gelten als besonders sicher. Wer Anleihen bis zum Endfälligkeitstermin hält, braucht sich um die Kursentwicklung nicht zu sorgen, denn die Rückzahlung beträgt 100 Prozent der investierten Summe. Während der Laufzeit kann der Anleger mit Einnahmen aus der garantierten Verzinsung rechnen.
Risiken: Geht der Emittent pleite, droht Zahlungsausfall. Dies gilt es vor allem bei Unternehmensanleihen und Staaten mit schlechter Bonität zu beachten. Faustregel: je höher der Festzins, desto höher das Risiko. Werden die Anleihen nicht bis zur Endfälligkeit gehalten, besteht überdies ein Kursrisiko beim Verkauf.

Ausgabeaufschlag

Aufgeld, das Banken und Fondsgesellschaften dem Kunden beim Kauf von Anteilen an → Fonds berechnen. Diese Ausgabekommission kann für Aktienfonds bis zu sechs Prozent betragen. Wer also für 5000 Franken Aktienfondsanteile kauft, bezahlt dafür in diesem Fall bis zu 5300 Franken. Es handelt sich dabei allerdings um Maximalwerte, welche von der Fondsgesellschaft festgelegt werden. Onlinebroker, aber auch viele Banken, verrechnen häufig deutlich tiefere Kommissionen. Ein Vergleich kann sich also lohnen!
Chancen: Wer genau weiss, in welchen Fonds er investieren will, kann sich den Anbieter mit dem geringsten Ausgabeaufschlag aussuchen. Einige verzichten sogar ganz darauf.
Risiken: Bei Online-Anbietern muss der Anleger in der Regel auf Beratung verzichten.

Depot

Verwahrmöglichkeit und Transaktionsplattform für Wertpapiere, das Banken und andere Finanzdienstleistungsinstitute für ihre Kunden einrichten. Dieser Service kostet häufig Gebühren, die unterschiedlich hoch ausfallen können. Daher lohnt vorab ein Vergleich. Mindestens einmal im Jahr muss das Kreditinstitut dem Kunden schriftlich mitteilen, was sich in seinem Depot befindet und wie sich dieses entwickelt hat.

Dividende/Dividendenstrategie

Aktionäre werden in den meisten Fällen anteilig am Gewinn der Aktien­-Gesellschaft beteiligt – in Form einer Dividende pro Aktie. Die Dividenden-Strategie besteht darin, gezielt Aktien von Unternehmen zu kaufen, die üblicherweise hohe Dividenden ausschütten.
Chancen: Es besteht die Aussicht auf regelmässige Ausschüttungen, deren Höhe deutlich über den Zinssätzen für Spareinlagen liegen.
Risiken: Dividenden sind steuerpflichtig undwerden zum Lohn- und Renteneinkommen hinzugezählt. Kursgewinne sind dagegen in der Schweiz steuerfrei. Achtung: Bei thesaurierenden Fonds muss der wieder angelegt Ertrag versteuert werden.

Edelmetalle

Gold, Silber, Platin und Palladium gehören zu den beliebtesten Sachwertanlagen. Sie sind als Münzen und Barren bei Banken und Edel­metallhändlern erhältlich. Der Kauf und Verkauf von Gold zu Anlagezwecken ist in der Schweiz genau gleich wie in der EU von der Umsatzsteuer befreit. Für alle anderen Edelmetalle muss der Käufer in der Schweiz die ordentliche Mehrwertsteuer bezahlen. Dies gilt auch für Goldmünzen und Schmuck. Daneben kann der Anleger in Aktien von Minenbetreibern oder in Exchange Traded Funds (→ Fonds) auf der Basis von Edelmetallen investieren.
Chancen: Gold gilt als „sicherer Hafen“, trotz zum Teil erheblicher Kursschwankungen. Im Gegensatz zu Aktien ist der Wert von Gold noch nie auf null gefallen.
Risiken: Für Edelmetall gibt es keine Zinsen. Die Kursschwankungen sind mitunter beträchtlich. Gold dient in erster Linie als Kapitalanlage und zur Herstellung von Schmuck. Silber, Platin und Palladium werden hingegen überwiegend industriell verarbeitet. Ihre Preisentwicklung ist daher meist noch schwankungsintensiver.

Festgeld

Für einen Geldbetrag, der für einen bestimmten Zeitraum – beispielsweise drei, sechs oder zwölf Monate – angelegt wird, erhält der Kunde einen festen Zinssatz. In der Regel beträgt die Mindestanlagesumme allerdings 100.000 Franken. Nach Ablauf der vereinbarten Frist kann der Sparer das Geld erneut anlegen, was man prolongieren nennt. Oder er verlangt die Auszahlung des angelegten Betrags plus Zinsen. Anbieter von Festgeldkonten sind Banken und Sparkassen. Eine Alternative dazu sind Geldmarktbuchforderungen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, die ab Beträgen von 50.000 Franken bei den meisten Banken gezeichnet werden können.
Chancen: Relativ sichere Form der Anlage. In der Schweiz sind Bankeinlagen wie Sparkonti und Festgelder bis zu insgesamt 100.000 Franken je Kunde durch die EInlagensicherung geschützt. Geht das Kreditinstitut pleite, sind die Einlagen pro Kunde bis zu dieser Höhe gesetzlich gesichert.
Risiken: Derzeit gibt es auf Festgeldanlagen in der Regel keinen Zins. Mittelfristig sind sogar Negativzinsen nicht ausgeschlossen. Während der Laufzeit kann der Anleger nicht über das Geld verfügen.

Fonds

In einem Fonds werden die Gelder von Anlegern gesammelt. Das Management der Kapitalanlagegesellschaft – das ist das Unternehmen, das den Fonds auflegt – investiert das Geld dann je nach dessen Schwerpunkt. Als Anleger haben Sie die Wahl zwischen Aktien- und gemischten Fonds oder Immobilien-, Länder- und Branchenfonds.
Möchten Sie Anteile an einem Aktienfonds erwerben, können Sie sich zum Beispiel für eine bestimmte Region entscheiden, also etwa nur Aktien aus Europa, den USA oder Schwellenländern. Oder Sie wählen eine bestimmte Branche, etwa Technologie-Aktien. Mischfonds investieren überwiegend in Aktien und Anleihen. Die Chancen und Risiken steigen dann mit der Aktienquote im Fondsportfolio.
Ausschüttungsfonds zahlen ihre Einnahmen an Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen sowie Veräusserungs-Gewinne anteilig an die Anleger aus. Thesaurierende Fonds legen die Erträge hingegen wieder an. Die Thesaurierung hat den Nachteil, dass der Anleger keine laufenden Erträge erhält. Der Vorteil ist, dass sich das Fondsvermögen erhöht, was wiederum eine Wertsteigerung der Fondsanteile zur Folge haben kann.
Eine preisgünstige Alternative zum Kauf von Fondsanteilen können ETFs sein. Die Abkürzung steht für Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Fonds. Diese werden normalerweise nicht aktiv gemanagt, sondern bilden einen → Index ab, zum Beispiel den SMI. Der Anleger nimmt mit ETFs also 1:1 an den Gewinnen oder Verlusten dieses Börsenbarometers teil.
Chancen: Wer in Fonds investiert, profitiert zum einen von der Expertise des Fondsmanagements und streut zum anderen sein Vermögen erheblich breiter, als dies zum Beispiel mit dem Kauf von Einzelaktien möglich wäre.
Risiken: Fonds sind nicht eben preiswert. Das Fondsmanagement erhält meist eine beträchtliche Vergütung, ausserdem sind beim Kauf in der Regel Ausgabeaufschläge fällig.

Hedgefonds

Sammelbegriff für aktiv gemanagte  Fonds, die mithilfe von risikobehafteten Anlagestrategien versuchen, eine über dem Marktdurchschnitt liegende Rendite zu erwirtschaften. So investieren Hedgefonds-Manager zum Beispiel in →Optionen/Optionsscheine. Oft wird zudem viel Fremdkapital eingesetzt, um mit dem vorhandenen Eigenkapital einen möglichst hohen Ertrag zu erzielen. Das nennt man Hebeleffekt.
Chancen: Deutlich über dem Kapitalmarkt liegende Renditen sind möglich.
Risiken: Der Anleger ist abhängig von den Strategien der Hedgefonds-Manager und muss bereit sein, auch hohe Verluste hinzunehmen – die wegen des Hebeleffekts sogar über der ursprünglich investierten Summe liegen können.

Index

Börsenbarometer, das die Entwicklung ausgesuchter Börsenkurse wider­spiegelt. Zu unterscheiden sind Kursindices, wie zum Beispiel der US-amerikanische Dow Jones und der japanische Nikkei-Index oder der SMI in der Schweiz, sowie Performance-Indices, zu denen der Deutsche Aktienindex DAX oderder Swiss Performance Index SPI gehören. In diesen fliessen auch die gezahlten Dividenden sowie alle sonstigen Einnahmen aus dem Besitz der Aktien ein.

Kassenobligationen

Der Kunde legt einen frei wählbaren Betrag, in der Regel ab 1000 Franken, für eine feste Laufzeit von ein bis zehn Jahren an. Als Faustregel gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zins. Kassenobligationen gibt es bei den meisten Banken.
Chancen: Höherer Zins als auf dem Sparkonto. Kassenobligationen sind durch die Einlagensicherung bis 100.000 Franken geschützt. Anders als Obligationen unterliegen sie keinen Kursschwankungen.
Risiken: Die investierten Mittel sind über die gesamte Laufzeit fest gebunden. Kassenobligationen können nicht an der Börse verkauft werden.

Optionen/Optionsscheine

Beide Finanzinstrumente gehören zu den sogenannten Derivaten und funktionieren weitgehend nach demselben Prinzip. Man unterscheidet zwischen Kauf- (Call-) und Verkaufs- (Put-) Optionen/Optionsscheinen. Der Käufer einer Call-Option erwirbt das Recht, einen Basiswert – also eine Aktie, eine Währung oder ein Rohstoff – innerhalb einer bestimmten Frist zu einem vom Verkäufer festgelegten Preis zu erstehen. Er hofft darauf, dass der Kurs des Basiswerts innerhalb dieser Frist den festgelegten Preis übersteigt. Die Put-Option berechtigt hingegen zum Verkauf des betreffenden Basiswertes zu einem vorher festgelegten Preis – in der Hoffnung auf fallende Kurse.
Chancen: Hohe Renditechancen. Auch zur Absicherung eines Aktiendepots geeignet. Der Anleger verliert durch fallende Aktienkurse, gewinnt aber durch entsprechende Put-Optionen.
Risiken: Entwickeln sich die Kurse nicht wie erwartet, drohen Verluste in Höhe des Options-/Optionsscheinpreises.

Sparplan

Wer auf dieses Finanzinstrument setzt, investiert regelmässig in einen Fonds oder ein Sparkonto. Im Fall von Fondsparplänen kauft der Anleger beispielsweise monatlich für 100 Franken Anteile. Fallen die Kurse im Lauf der Zeit, bekommt er mehr von den dann billigeren Fondsanteilen, steigen sie, bekommt er weniger. Dadurch entsteht der sogenannte Durchschnittskosten-Effekt (Cost-Average-Effekt).
Chancen: Kapitalaufbau mit überschaubaren monatlichen Einzahlungen. Bei schwankenden Kursen günstige Durchschnittspreise dank Cost-Average-Effekt.
Risiken: In Zeiten langfristig steigender Kurse wirkt sich der Cost-Average-Effekt nicht aus. Manche Anbieter verlangen regelmässige Ausgabeaufschläge. Darum: Fragen Sie nach und vergleichen Sie Angebote.

Zerobonds

Bei diesen Nullzins-Anleihen ergibt sich die Rendite aus der Differenz zwischen dem Nennwert und dem deutlich geringeren Ausgabepreis.
Chancen: Einfach nachvollziehbares Produkt, bei dem sich die Rendite einfach berechnen lässt. Diese ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Ausgabekurs und dem höheren Nennwert, zu dem die Anleihe zurückbezahlt wird. Diese Differenz wird von der Eidgenössischen Steuerverwaltung als Zins betrachtet und ist deshalb als Einkommen zu versteuern.
Risiken: Während der Laufzeit verstärkte Volatilität (Schwankung) möglich, Emittentenrisiko.

 

Als Buchautor und Journalist widmet sich Michael Brückner in erster Linie Finanzthemen. André Michel ist langjähriger Finanzjournalist und Gründer von borsalino.ch (heute cash.ch)

 


 

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