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Falschgeld
© Gina Sanders /Fotolia.com
Aus der
aktuellen
Ausgabe

FinanzenRat

Falschgeld

Am 23. September kommt ein neuer Zehneuroschein in Umlauf. Viele werden sich zunächst fragen: Ist das Falschgeld?

Ausgabe: September 2014 Autor: Katharina Schönwitz

Einen falschen Schein erhalten?

Alex Friedmann hatte die Mittagsschicht im Bistro seiner Mutter in Rommelshausen bei Stuttgart übernommen. Die Einnahmen bestanden aus Zehn-, Zwanzig- und Fünfzigeuroscheinen, an denen Friedmann nichts Ungewöhnliches auffiel. Doch als er das Geld noch am selben Nachmittag zur Bank brachte, schlug die Zählmaschine dort Alarm. Ein Fünfzigeuroschein war eine Fälschung! "Ich war natürlich erschrocken, doch gleichzeitig froh, dass es nur einer war", erinnert sich Friedmann. Denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

Hätte Friedmann den Schein als Wechselgeld weitergegeben, hätte er sogar Probleme mit der Justiz bekommen können – nicht nur die Herstellung, auch die Verbreitung von Falschgeld ist strafbar. Allerdings macht sich nach deutschem und österreichischem Recht nur strafbar, wer wissentlich handelt. Wem also eine Blüte untergejubelt wird, die er ahnungslos weitergibt, verhält sich höchstens fahrlässig. In solch einem Fall nimmt die Polizei nur die Personalien auf und fragt nach der Herkunft des Scheins.

"Wer Zweifel an der Echtheit eines Scheins hat, sollte sich sofort an seine Hausbank wenden, um ihn überprüfen zu lassen", erklärt Rainer Elm, Leiter des Analysezentrums für Falschgeld und beschädigtes Bargeld der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main.

Woran erkennen Sie Falschgeld?

Wenn am 23. September die ersten neuen Zehneuronoten in Umlauf kommen, wird so mancher stutzen – die neuen Zehner fühlen sich anders als die alten an. Sie haben eine Spezialbeschichtung, welche die Haltbarkeit und Schmutzabweisung verbessern soll.

Doch egal ob alte oder neue Scheine – grundsätzlich gilt: fühlen, sehen, kippen. "Fälschungen fühlen sich oft zu glatt an, ähnlich wie Kopierpapier", sagt Rainer Elm. Bei den alten Scheinen sind die erhabenen Abkürzungen für die Europäische Zentralbank (EZB) in fünf Sprachen auf der Mitte der Vorderseite zu finden, bei den neuen in neun Sprachen am linken Rand. Außerdem können Sie am linken und rechten Rand aller neuen Banknoten jeweils eine Reihe kurzer, erhabener Linien ertasten.

Halten Sie einen Schein gegen das Licht, erscheint in den alten Banknoten als Wasserzeichen ein Tor-bogen oder Fenster, bei den neuen das Gesicht der mythologischen Figur Europa. "Unregelmäßigkeiten erkennt man hier schneller als bei Architekturmotiven", erklärt Elm. Eine weitere Neuerung ist die Smaragdzahl: Die Zahl auf der Vorderseite unten links, die den Wert der Note angibt, verändert beim Kippen ihren Farbton je nach Lichteinfall von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Wie viel Falschgeld ist im Umlauf?

Grundsätzlich ist die Gefahr, hierzulande eine Blüte zu erhalten, sehr gering. "Auf 10_000 Einwohner kommen aktuell sechs Fälschungen pro Jahr", sagt Rainer Elm. Alle Banken in Europa sind dazu verpflichtet, die Banknoten vor der Ausgabe auf ihre Echtheit zu überprüfen.

Die am häufigsten gefälschten Banknoten sind Fünfziger und Zwanziger. "Die größeren Scheine schauen sich erfahrungsgemäß alle genauer an, und sie werden auch häufiger im Handel auf ihre Echtheit überprüft, weswegen Fälscher sie nur selten nachmachen", erklärt der Experte.

Deswegen lautet sein Tipp: lieber kleinere Scheine abheben, denn eine Fälschung bekommt man am ehesten als Wechselgeld untergejubelt. Außerdem rät Elm, bei privaten Barverkäufen, wie zum Beispiel beim Veräußern eines Autos, das Geld am besten von einer Bank überprüfen zu lassen.

Vorsicht sollten Sie auch beim Cashback-Verfahren walten lassen. Dabei können Sie sich im Supermarkt mit ihrer Girocard bis zu 200 Euro bar auszahlen lassen. "Dieses Geld ist – anders als Geld, das man am Automaten abhebt – nicht maschinell überprüft worden", erklärt Elm. "Kunden müssen sich darauf verlassen, dass das Personal an der Kasse das Geld entweder mit einem Gerät überprüft oder sich genau angeschaut hat."

Trotzdem: keine Angst vor falschen Fuffzigern, und schon gar nicht vor den neuen Zehnern. Wer die genannten Ratschläge berücksichtigt, muss sich auch künftig keine Sorgen machen, mit Blüten dazustehen.


 

RD Abbinder
RD Abbinder
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