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Für die gute Sache
© Gina Sanders /Fotolia.com
Aus der
aktuellen
Ausgabe

FinanzenRat

Für die gute Sache

Rund sieben Milliarden Euro spendeten Deutsche und Österreicher letztes Jahr für wohltätige Zwecke. Wer weiß, worauf er achten sollte, kann mithelfen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Ausgabe: Dezember 2015 Autor: Barbara Erbe

Informiert spenden

Egal ob Sie eine Flüchtlingsinitiative vor Ort, den Sportverein oder eine international aktive Hilfsorganisation bedenken möchten: Informieren Sie sich vorab, was mit Ihrem Geld geschieht. Seriöse Organisationen beantworten Fragen dazu und legen jährlich einen verständlich geschriebenen Finanz- und Tätigkeitsbericht vor. Sie werben sachlich und niemals bedrängend oder mitleidheischend für ihr Anliegen.

"Kleine wie große Spendenorganisationen funktionieren nicht ohne Werbung und Verwaltung", erläutert Burkhard Wilke von der Spender-beratung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). "Diese Kosten sollten offengelegt werden. Aber sie sollten nicht mehr als 30 Prozent des Budgets ausmachen."

Für alle, die sich nicht allein auf die Aussagen der Organisation verlassen möchten, die um Spenden wirbt: Die unabhängige Spenderberatung des DZI in Deutschland und das Österreichische Spendengüte-siegel (OSGS) führender Non-Profit-Organisationen und der Kammer der Wirtschaftstreuhänder geben auf Anfrage Informationen zu vielen Organisationen.

Spendensiegel

Zahlreiche Organisationen – vor allem größere – lassen sich ihre Seriosität von Dritten bestätigen und weisen dies aus: In Österreich durch das Gütesiegel OSGS, in Deutschland durch das vom DZI vergebene Spendensiegel oder auch durch das Logo des Deutschen Spendenrats.

Wer das DZI-Spendensiegel trägt, unterwirft sich beispielsweise einer Prüfung nach wirtschaftlichen, rechtlichen und ethischen Kriterien. Jahr für Jahr ist zu belegen, dass beispielsweise das für ein Naturschutzprojekt gespendete Geld auch genau dafür verwendet wird oder dass die dafür nötigen Sach- und Dienstleistungen nicht zu überhöhten Preisen eingekauft werden. DZI-Spendensiegel-träger dürfen maximal 30 Prozent ihrer Mittel für Verwaltung und Werbung ausgeben.

Wer kein Siegel trägt, ist aber keines-falls automatisch unseriös, betont Daniela Felser, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats. Die dort zusammengeschlossenen gemeinnützigen Organisationen lassen unter anderem ihre Finanzen durch externe Rechnungsprüfer kontrollieren. Das kostet Geld. Für einen Erstantrag auf das DZI-Spendensiegel etwa sind mindestens 1500 Euro fällig – für manch kleinere Spendenorganisation zu viel.

In solchen Fällen sollten Sie darauf achten, dass die Angaben der Organisation aktuell und umfassend sind, Finanz- und Tätigkeitsberichte zur Verfügung gestellt werden. Transparenz und Auskunftsbereitschaft einer Organisation sind entscheidende Kriterien für ihre Seriosität.

Steuern sparen

Ist der Empfänger als gemeinnützig anerkannt, können Sie Ihre Spende von der Einkommens- bzw. Bundes- oder Gemeindesteuer absetzen. Der steuerliche Status der Gemeinnützigkeit garantiert Ihnen zudem, dass die Organisation das Geld, das sie einnimmt, im Dienst der Allgemeinheit verwendet und keine Gewinne an Dritte ausschüttet.

Den deutschen Finanzämtern gilt bei Beträgen bis 200 Euro Ihr Kontoauszug als Beleg, für höhere Beträge benötigen Sie eine Spendenquittung. In Österreich reicht es zunächst, wenn Sie die Spende in Ihrer Steuererklärung vermerken. Falls die Behörden nachfragen, müssen Sie aber den Kontoauszug oder eine Spendenquittung vorlegen. Haben Sie bar in die Sammelbüchse gespendet, ist das kaum möglich.

Gezielt spenden

Am besten konzentrieren Sie Ihre Großzügigkeit auf das Thema, das Ihnen hauptsächlich am Herzen liegt. Unterstützen Sie dazu höchstens eine Handvoll Organisationen. So verringern Sie den Werbe- und Verwaltungsaufwand der Empfänger. Wer seine Gaben weitläufig verteilt, wird von vielen Institutionen als "aktiver Spender" geführt und mit mehr oder weniger großem Aufwand beworben.

Zweckgebundene Spenden sollten die Ausnahme sein, erklärt DZI-Berater Wilke. "Sie engen den Entscheidungsspielraum der Hilfswerke stark ein." Fließen die Spenden beispielsweise nach einer Naturkatastrophe zweckgebunden, und sind nach Beseitigung der ersten Not noch Mittel übrig, dürfen diese nicht für andere Projekte eingesetzt werden. Auch dann nicht, wenn dies längerfristig der Gesundheit der Katastrophen-opfer oder dem Anbau von Nahrungsmitteln in der Region zugutekäme.

Ein Hilfswerk, das Ihre Spende freier einsetzen darf, kann in solch einer Situation besser reagieren. Die Menschen, denen Sie so helfen, werden es Ihnen danken.


 

RD Abbinder
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