Ein Mann hält ein blaues Wasserglas, in das jemand Zitronen- und Minze-Wasser einschenkt.
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Hilfe, das Wasser im Körper wird knapp!

Bei Durst hat man das Gefühl, innerlich auszutrocknen: Die Zunge klebt am Gaumen, Mund und Hals sind wie ausgedörrt, weil der Speichel fehlt. Mit diesen Alarmzeichen signalisiert uns der Körper, dass es ihm an Flüssigkeit mangelt.

Autor: Reader's Digest Book

Der Mensch besteht zu rund 60 % aus Wasser, was bei einem Körpergewicht von 70 kg einer Flüssigkeitsmenge von 42 l entspricht. Dieser prozentuale Anteil muss stets stabil bleiben, denn ohne das Wasser wäre unser Organismus nicht in der Lage, elementare Funktionen auszuführen – Wasser ist z. B. entscheidend an Transportvorgängen im Körper beteiligt. Weil Wasser lebensnotwendig ist, reagiert der Organismus äusserst rasch und sehr sensibel auf einen Flüssigkeitsmangel: Durst stellt sich ein. Das Durstgefühl signalisiert, dass es bereits zu einem Wasserverlust im Körper gekommen ist, der schnellstens ausgeglichen werden muss, damit der Körperhaushalt nicht durcheinandergerät.

Bei Durst hat man das Gefühl, innerlich auszutrocknen: Die Zunge klebt am Gaumen, Mund und Hals sind wie ausgedörrt, weil der Speichel fehlt. Mit diesen Alarmzeichen signalisiert uns der Körper, dass es ihm an Flüssigkeit mangelt. An den grossen Blutbahnen und im Herzen sitzen Rezeptoren. Ihre Aufgabe ist es, bei Flüssigkeitsmangel einen Volumen- oder Druckabfall im Kreislaufsystem zu registrieren. Andere Rezeptoren im Hypothalamus, einer wichtigen Kontrollstation im Zwischenhirn, die u. a. für den Wasserhaushalt verantwortlich ist, melden, dass durch Wassermangel der Salzgehalt im Blut und in der Zellflüssigkeit gestiegen ist. Diese Meldungen werden an das ebenfalls im Zwischenhirn sitzende Durstzentrum weitergeleitet, das daraufhin das Durstgefühl auslöst. Beteiligt am Signal Durst sind aber auch bestimmte Hormone, insbesondere das antidiuretische Hormon, abgekürzt ADH bzw. Adiuretin genannt. Es veranlasst die Nieren, weniger Wasser auszuscheiden. Wenn man dann getrunken hat, wird das Wasserdefizit wieder ausgeglichen und das Durstgefühl verschwindet.

Der Wasserhaushalt

Normalerweise schwankt der Wasseranteil des Körpers nur um rund 0,2 % des Körpergewichts. Bei dem Beispiel des 70 kg schweren Erwachsenen würde das 140 ml Wasser ausmachen. Es gibt jedoch eine Reihe von Situationen, in denen der Körper wesentlich mehr Wasser verliert und dementsprechend mehr Wasser von aussen zugeführt bekommen muss. So etwa bei körperlicher Anstrengung: In diesem Fall kommt es durch das Schwitzen zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust. Der Fachausdruck dafür lautet Dehydration. Der Ausstrom des Wassers erfolgt hauptsächlich aus dem Zellgewebe. Für Sportler ist daher ein schweisstreibendes Training immer mit der Abnahme von Körperflüssigkeit verbunden, wobei zusätzlich lebenswichtige Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium verlorengehen.

In der Regel wird dieses Flüssigkeitsdefizit bis zum nächsten Tag wieder ausgeglichen. Bei extremer sportlicher Belastung, vielleicht noch unter sengender Sonne, kann der Schwund an Körperwasser jedoch bis zu 8 % des Körpergewichts ausmachen – bei 70 kg Gewicht wären das also 5,6 l. Verliert der Körper mehr als 5 l Wasser, kann diese Volumenabnahme nicht bis zum nächsten Tag wettgemacht werden, sodass die Gefahr der Dehydration besteht.

 


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