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So schmeckt und duftet Weihnachten
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So schmeckt und duftet Weihnachten

Im Advent zieht wieder der verführerische Duft von weihnachtlichen Gewürzen durch die Wohnung. Wie sie verwendet werden und wie man ihr Aroma bewahrt, lesen Sie hier. Mit Rezept für Gewürzkipferl.....

Ausgabe: Dezember 2017 Autor: Karin Kerber

Feine Weihnachts-Gewürze für jede Küche

Vanille:
Mit ihrem süßlich-warmen, sahnigen Aroma unterstreicht sie dezent den Geschmack von Gebäck, Süßspeisen und Getränken. Von besonderer Qualität sind Bourbon- Vanilleschoten, die auf den sogenannten Vanilleinseln rund um Madagaskar wachsen. In ihrem Fruchtmark verbirgt sich das feinste Aroma. Doch auch die ausgekratzte Schote können Sie noch nutzen. In Zucker eingelegt, liefert sie Ihnen innerhalb weniger Tage Vanillezucker.

Kaufen Sie diesen gebrauchsfertig, sollten Sie genau auf die Produktbezeichnung achten. „Denn nur Vanillezucker enthält die gemahlene Schote oder einen Extrakt daraus“, erklärt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. „Steht Vanillinzucker auf dem Tütchen, handelt es sich lediglich um Vanillearoma. Das ist zwar sehr viel preiswerter als Vanille, geschmacklich jedoch ein schwacher Ersatz.“ Der Aufpreis lohnt sich – nicht nur, was den Geschmack betrifft: Echte Vanille gilt als nervenberuhigend.

 

Zimt:
Anders als die dezente Vanille drängt sich Zimt schon in kleinen Mengen in den Vordergrund. Mit seinem frisch-würzigen Aroma verleiht er nicht nur Zimtsternen, Lebkuchen, Bratäpfeln, Glühwein oder Kakao einen Hauch von Wärme und Süße, sondern auch Suppen, Chutneys und Kompotten. Der eher preiswerte Cassia-Zimt schmeckt leicht herb-scharf, Ceylon-Zimt ist feiner und vielschichtiger im Geschmack.

Kaufen Sie Stangen, erkennen Sie die Sorte leicht: Ceylon-Zimt besteht aus vielen dünnen, ineinander gerollten Rindenschichten, Cassia nur aus einer dicken. Beim Kauf von Pulver hingegen sind Sie auf die Kennzeichnung angewiesen – die aber nicht vorgeschrieben ist.

„Dabei unterscheiden sich die Sorten nicht nur im Aroma“, erläutert Daniela Krehl. „Ceylon-Zimt enthält im Gegensatz zu Cassia nur wenig Cumarin, ein Stoff, der Leberschäden verursachen kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt deshalb allen, die gern und oft Zimt essen, gezielt zum etwas teureren Ceylon-Zimt zu greifen.“

 

Anis und Sternanis:
Diese Gewürze schmecken süßlich bis fein-würzig und erinnern an Lakritz und Fenchel. Mit ihrem intensiven Aroma geben sie Anisplätzchen ihren Charakter. Sparsam dosiert und gemischt mit anderen Gewürzen verleihen sie auch Printen und Lebkuchen deren typischen Geschmack. Sternanis lässt sich als Ganzes gut in Getränken mitkochen und anschließend leicht entfernen.

 

Intensive Aromen:  Oft Bestandteil von Gewürzmischungen, beispielsweise für Lebkuchen

Gewürznelken:
Unverzichtbar in vielen Gewürzmischungen sind Gewürznelken. In kleinen Mengen – eine Prise oder Messerspitze reichen aus – verleihen sie Gebäck einen leicht süßlichen Geschmack. Als Ganzes aromatisieren sie Glühwein oder Kompotte und werden vor dem Verzehr entfernt.

 

Muskat:
Sonst eher ein Gewürz für Herzhaftes, wird Muskat zu Weihnachten traditionell in süßem Gebäck verwendet. Wegen seines kräftigen Geschmacks und der zum Bitteren neigenden leichten Schärfe reicht eine Prise oder Messerspitze für den letzten Schliff von Lebkuchen und Plätzchen. Dezenter und blumiger würzen Sie mit Macis, dem Samenmantel der Muskatnuss. Da schon fünf Gramm Muskat – das entspricht einer Muskatnuss – zu Vergiftungen führen können, sollten Sie das Gewürz stets außer Reichweite von Kindern aufbewahren.

 

Kardamom- und Koriandersamen:
Mit ihrem würzig-frischen Aroma und einer leicht brennenden Schärfe aromatisieren Kardamom- und Koriandersamen vor allem Lebkuchen und Spekulatius. Ganze Kardamomkapseln, die Sie zuvor am besten mit einer Messerklinge leicht andrücken, eignen sich darüber hinaus zum Aromatisieren von Getränken wie Kaffee und Tee. Sowohl Kardamom als auch Koriander entfalten ihren Geschmack optimal, wenn Sie diese zuvor in der Pfanne leicht anrösten.

 

So bewahrt man das Aroma der Gewürze

Gewürze verlieren bei unsachgemäßer Lagerung rasch an Geschmack und sind anfällig für Schimmel sowie Schädlinge. „Bewahren Sie Gewürze stets trocken, dunkel und kühl auf“, rät Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung. „Ideal sind Behälter aus dunklem Glas oder Weißblech mit luftdicht schließenden Deckeln. Achten Sie darauf, Gewürze beim Entnehmen von aufsteigender Feuchtigkeit aus Töpfen und Pfannen fernzuhalten. So behalten ganze Gewürze etwa ein Jahr ihr volles Aroma, viele Sorten auch deutlich länger.“ Grundsätzlich empfiehlt es sich, für das beste Aroma immer ganze Gewürze frisch zu zerkleinern, zum Beispiel im Mörser, mit einer Gewürzmühle oder -reibe.

 

Rezept für ca. 35 Gewürz-Kipferl

Backofen auf 175 Grad vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen.
150 g Mehl (Type 405), 50 g Speisestärke und 1 TL abgeriebene Orangenschale vermengen.
100 g Puderzucker mit je 1 TL Vanille-, Zimt-, und Kardamompulver und 1 Messerspitze Macispulver mischen.
Mehl mit 60 g der Zuckermischung und 120 g kalter Butter (in Stückchen) glatt verkneten.
Teig zu 1 cm dicken Strängen rollen und in 2 cm lange Stücke schneiden, diese zu Kipferln formen. Auf das Blech legen und im Ofen (Mitte) 12–15 Minuten backen. Kipferl heiß in der übrigen Zucker­mischung wälzen.


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