Ein Mann mit Diabetes spritzt sich Insulin in die Bauchfalte.
© iStockfoto.com / PeopleImages
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Körper & Psyche

7 Diabetes-Symptome, die jeder Mann kennen sollte

Achtung bei diesen Warnzeichen, die auf einen Diabetes hinweisen können!

Ausgabe: November 2019 Autor: Jessica Migala und Kathy Buchanan

Ständiger Durst
Übermässiger Durst tritt oft im Zusammenhang mit Diabetes Typ 2 auf. Ihr Durst ist scheinbar nicht zu löschen – egal, wie viel Sie trinken? Ursache ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel: Gelangt dieser Zucker in den Blutkreislauf, müssen die Nieren mehr arbeiten. Schaffen sie es nicht, produzieren sie vermehrt Urin, was zur Dehydrierung führen kann, die wiederum ein Durstgefühl auslöst. Wenn Sie häufig zur Toilette gehen müssen und/oder übermässig Durst haben oder unter einem trockenen Mund leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

 

Rasierwunden heilen schlecht
„Bei erhöhten Zuckerwerten kann es länger dauern, bis eine Schnittwunde heilt“, erklärt die australische Ärztin für Hormon- und Stoffwechselkunde Dr. Jane Holmes- Walker. „An den Haarfollikeln im Bart können sich auch eitrige Rasierpickel bilden. Bei Typ-2-Diabetes sind ausserdem die Talgdrüsen im Gesicht an­fälliger für Infek­tionen.“

 

Kribbeln und Taubheitsgefühl
Im fortgeschrittenen Stadium von Typ-2-Diabetes kann es zu einer Schädigung der peripheren Nerven kommen, der diabetischen Neuro­pathie. Zu den Symptomen zählen Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schmerzen in den Füssen. Manche spüren Nadelstiche, andere haben das Gefühl, auf Watte oder auf Steinen zu gehen.

 

Rote, geschwollene Eichel
Zu den Warnzeichen zählen auch erektile Dysfunktion und Balanitis (Entzündung der Eichel). „Häufige Ursache ist Candida, ein Hefepilz, der auch auf der Haut von gesunden Menschen auftritt. Bei hohen Blut­zuckerwerten vermehrt sich der Pilz jedoch stark“, sagt Dr. Holmes-Walker. Bei Schwellungen der Vorhaut, der Eichel oder bei Schmerzen sollten Sie sich an einen Arzt wenden. Er gibt Ihnen Pflegetipps und verschreibt – falls nötig – ein Antimykotikum.

 

Stimmungstief
Stimmungsschwankungen zählen zu den am meisten gefürchteten Problemen, die durch Diabetes ausgelöst werden. Eine australische Studie hat ergeben, dass jeder vierte Typ-2-Diabetiker unter Depressionen und jeder sechste unter Angstzuständen leidet. Für eine stabile Stimmungslage ist der Blutzuckerspiegel extrem wichtig. Laut einer US-Studie aus dem Jahr 2016 führte Diabetes vor allem bei älteren Männern zu Depressionen. Je länger die Diagnose bestand, desto eher bekam ein Patient Depressionen.

 

Sie sehen dunkle Flecken
Diabetes im fortgeschrittenen Stadium kann zu einer Schädigung der Augen führen. Im Lauf der Zeit greift der hohe Blutzuckerspiegel die Blutgefässe der Netzhaut an. In der Folge kommt es zu Netzhautblutungen und zu diabetischer Retino­pathie. Typische Anzeichen sind dunkle Flecken im Gesichtsfeld, rote Schleier oder verschwommenes Sehen. Lassen Sie deshalb regel­mässig Ihren Augenhintergrund untersuchen.

 

Zahnfleischbluten
Diabetiker entwickeln dreimal häufiger eine Parodontitis als gesunde Menschen. Die bakterielle Infektion schädigt das Zahnfleisch und kann zu Zahnverlust führen. Die Behandlung einer Parodontitis ist auch deshalb so wichtig, weil sie umgekehrt zu einer Erhöhung des Blutzucker­spiegels und zu Diabetes führen kann.

 

 

 


Mehr zu diesem Thema

Aus der
aktuellen
Ausgabe

Medizin-News

Rund 66 Millionen Europäer leiden unter einer Form von Diabetes. Neue Behandlungsmethoden geben Patienten Hoffnung.

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Körper & Psyche

Neu im Kampf gegen Diabetes: Die kohlehydratarme, fettreiche mediterrane Diät. Außerdem beugen ausreichend Schlaf, Stress-Vermeidung und Bewegung der Krankheit ...

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Medizin-News

Der Körper versucht bei Diabetes, die angesammelte Glukose über den Urin auszuschwemmen. Fragen Sie Ihren Arzt nach einem HbA1c-Test. 

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Medizin-News

Die Medikamente wirken gleichzeitig gegen beide Krankheiten.

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Medizin-News

Eine Auswertung der Daten von 465.000 Personen aus 17 Studien ergab: Nachtschwärmer haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes.

...mehr

 

RD Abbinder
RD Abbinder
RD Abbinder

Reader’s Digest Schweiz: Das Beste AG - Postfach 8086 Zürich