Ein junges Paar am Strand: Er hat sie Huckepack genommen. Sein Rücken ist von der Sonne rot verbrnnt.
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Wenn die Haut brennt

In der Sonne zu liegen ist herrlich, doch wenn man sich zu lange der wärmenden Strahlung aussetzt, verbrennt die Haut – sie wird rot, spannt und schmerzt. Das kann schlimme Folgen haben, denn einen Sonnenbrand vergisst unsere Haut nie.

Autor: Reader's Digest Book

Schon Phaethon, der Sohn des griechischen Sonnengottes Helios, bestrich einst sein Antlitz mit einer Salbe, die die glühenden Flammen der Sonne erträglich machen sollte. Auch wir versuchen unsere Haut zu schützen, indem wir Sonnencreme auftragen. Trotzdem hat wohl jeder von uns schon einmal zu viel Strahlung abbekommen.

Gefährliche Strahlung

Ein mittlerer Sonnenbrand entspricht immerhin einer Verbrennung 1. Grades. Wer sich den Sonnenbrand auf einem Gletscher, einem Schneefeld oder auf dem Wasser beim Schnorcheln oder Segeln holt, kann sogar Verbrennungen 2. Grades mit Brandblasen davontragen. Es ist die Ultraviolettstrahlung, ein sehr energiereicher Bestandteil des Sonnenlichts, die die Verbrennungen verursacht. Entsprechend den Wellenlängen und der Eindringtiefe in die Haut unterteilt man sie in UV-A-Strahlen, die 1 mm tief in die Körperhülle eindringen, und UV-B-Strahlen mit 0,5 mm Eindringtiefe. Daneben gibt es die UV-C-Strahlung, die allerdings in der Erdatmosphäre absorbiert wird und nicht bis zu uns gelangt. Da UV-C-Strahlen keimabtötend wirken, werden sie mitunter künstlich hergestellt und beispielsweise zur Desinfektion genutzt.

A ist nicht gleich B

UV-A-Strahlen dringen bis in die Lederhaut vor, können die Kollagenstruktur schädigen und freie Radikale erzeugen, die eine vorzeitige Hautalterung begünstigen und u. a. schwarzen Hautkrebs verursachen. Die Stärke der UV-B-Strahlung ist nicht immer und überall gleich. In Regionen wie dem Südpol, in denen die Ozonschicht verdünnt oder nicht mehr vorhanden ist, sind die UV-B-Werte erhöht. Ausserdem nimmt dieser Teil des Sonnenlichts pro 1000 Höhenmeter um etwa 20 % zu. UV-B-Licht dringt zwar weniger tief in die Haut ein, verursacht aber dennoch einen Sonnenbrand und kann die Hautzellen zu Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen entarten lassen.

Körpereigene Vitamin-D-Produktion

Dennoch braucht der menschliche Körper das Sonnenlicht. Mithilfe von UV-B-Strahlung kann er nämlich selbst Vitamin D produzieren. Ein Mangel würde u. a. eine Osteoporose begünstigen. Wissenschaftler haben zudem Hinweise darauf gefunden, dass zu wenig Vitamin D im Körper eine Rolle bei der Entstehung von bestimmten Krebsarten oder Typ 1-Diabetes spielt. Sonnenbaden in Massen ist also durchaus sinnvoll. Man sollte aber, solange man noch blasse Haut hat, die Pigmentzellen der Oberhaut nur langsam anregen, Melanin zu bilden und die sogenannte Lichtschwiele aufzubauen, eine Verdickung der obersten Hautschicht.

Die Haut wehrt sich

Dringen die Strahlen in ungeschützte Haut ein, weil sie noch nicht genügend gebräunt ist oder zu lange Sonnenstrahlen abbekommt, dann setzen die Zellen der Oberhaut als erste Abwehrreaktion Stoffe frei, die die Blutgefässe erweitern. Dadurch fliesst das Blut schneller – es soll die Wärme fortschaffen – und die Haut rötet sich dadurch. Sucht man nun keinen Schutz vor der Sonne, dann werden diese Zellen zerstört, sterben ab und werden schliesslich abgestossen – „man schält sich“. Der Juckreiz, den man dabei spürt, entsteht, wenn sich in der Oberhaut neue Zellen bilden, denn bei einer mittleren UV-Bestrahlung kann der Körper 80 % des Schadens innerhalb von 24 Stunden wieder reparieren. Aber das funktioniert nur bis zu einer begrenzten Zahl von Sonnenbränden. Erlahmt die Reparaturkraft der körpereigenen Enzyme, dann nimmt die samtige Körperhülle wirklich Schaden, altert schneller und wird faltig

 

 


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