Ein Kind hält ein rotes Herz in den Händen, auf dem ein Stetoskop liegt.
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Mehr angeborene Herzfehler durch Klimawandel?

Umweltmediziner schlagen Alarm! Zu den Folgen der Klimaerwärmung könnten neben Dürre, Tornados und Überschwemmungen auch eine erhöhte Zahl von angeborenen Herzfehlern hinzukommen.

Autor: Reader‘s Digest Book

Aus früheren Studien ist bekannt, dass Übererwärmung in den ersten zwei Monaten der Schwangerschaft – sei es durch Fieber oder Hitzephasen – das Risiko für Herzfehler beim Ungeborenen begünstigt: Fetale Zellen werden getötet und hitzeempfindliche Proteine gestört – gerade dann, wenn sich das Herz des Kindes entwickelt. So wurde in einer kanadischen Studie unter Nathalie Auger von der Universität Montreal errechnet, dass sich das Risiko eines Herzfehlers bereits nach drei bis elf Tagen mit Temperaturen über 30 °C in dieser sensiblen Phase um das Zweibis Dreifache erhöht. Für Vorhofseptumdefekte z. B., also Löcher in der Herzscheidewand, lag die Häufigkeit bei 37 %.

All diese Ergebnisse haben Shao Lin und ihr Team von der US-Universität Albany in Beziehung zu den zu erwartenden Klimaveränderungen gesetzt und auf die von der NASA prognostizierten Hitzebelastungen umgerechnet. Sie stützte sich dabei auf die Daten von acht Regionen in den USA mit insgesamt 110 Millionen Einwohnern, die sich an der National Birth Defect Prevention Study beteiligten. Aus ihrer Modellrechnung ergab sich, dass durch den Klimawandel allein im Zeitraum von 2025 bis 2035 und allein in diesen Regionen 7000 Säuglinge mehr mit einem Herzfehler auf die Welt kommen werden.

Nach Ansicht der Autoren „könnte sich die globale Erwärmung negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken.“ Frauen rät Lin, in der Frühschwangerschaft – vor allem in den Gestationswochen 3 bis 8 – extreme Hitze und lange Aufenthalte im Freien zu meiden.


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