Eine Frau hat Kopfschmerzen. Sie sitzt auf der Couch und hält sich die Hände an die Schläfen.
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Migräne: Gezielter einer Attacke vorbeugen

Einmal im Monat eine vorbeugende Spritze, statt Tabletten bei akuten Migräneanfällen. Diese Möglichkeit gibt es nun.

Autor: Reader‘s Digest Book

Eptinezumab, Erenumab, Fremanezumab und Galcanezumab: Diese Substanzen mit den kaum aussprechbaren Namen gehören zur Gruppe der sogenannten monoklonalen Antikörper, wirken sehr spezifisch und sollen nun auch Einzug in die Migränetherapie halten. Erenumab ist seit Ende 2018 in der EU zugelassen. Das Präparat wird einmal im Monat in die Haut gespritzt und soll den Patienten mit sehr schwerer Migräne prophylaktisch helfen, also die Zahl der Schmerzanfälle deutlich mindern.

Solche vorbeugenden Medikamente gegen Migräne gibt es zwar schon, alle bisherigen sind jedoch ursprünglich gegen andere Krankheiten entwickelt worden und schützen nur zufällig auch vor sehr häufigen Migräneattacken. Allerdings führen sie oft zu Nebenwirkungen und viele Patienten setzen sie daher nach einer kurzen Phase wieder ab. Die neuen Präparate hingegen sind effektiv und verursachen nur selten unerwünschte Beschwerden, denn sie wirken äusserst zielgenau: Sie blockieren das Calcitonin-Gene-Related-Peptid (CGRP) bzw. dessen Rezeptor, einen Eiweissstoff, der eine Schlüsselrolle bei Migräne spielt. Leider ist die Therapie recht teuer, so ein Experte. Daher werden die Kosten für Erenumab wohl (zunächst) nur für die Migränepatienten übernommen werden, gegen deren sehr häufige Schmerzattacken kein anderes Medikament hilft. Wie bei jedem neuen Präparat gilt zudem erhöhte Vorsicht, weil mögliche Langzeitrisiken noch nicht bekannt sind: Insbesondere bei Gefässkrankheiten könnten sich die Antikörper negativ auswirken. Die risikofreie Änderung des Lebensstils der Betroffenen muss daher zur Vorbeugung weiterhin an erster Stelle stehen.

 


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RD Abbinder
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