Bunte Häuser am Hafen von Greifswald. Der Hafen  liegt nordöstlich der Altstadt am Fluss Ryck
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Buntes, maritimes Flair: Greifswald putzt sich heraus

Dass man sich auf dem richtigen Weg nach Greifswald befindet, zeigen die drei mittelalterlichen Kirchtürme der Stadt. Sie sind Wahrzeichen und Überbleibsel der Hansezeit, in der Greifswald eine erste Blütezeit erlebte. Eine weitere ist seit einigen Jahren angebrochen. Das spürt man spätestens bei einem Spaziergang über den Markt, der als einer der schönsten in Norddeutschland gilt. In den Cafés sitzen Einheimische und Touristen, mittelalterliche Giebelhäuser strahlen mit dem Rot des Rathauses um die Wette. Egal, ob Backsteingotik, Gründerzeit-Architektur oder Klassizismus: Kaum noch ein Haus in der Innenstadt ist nicht saniert, seit 1990 hat überall bunt über grau gesiegt. Zu den knapp 60.000 Einwohnern zählen über 11.000 Studenten. Die Universität wurde 1456 in der Nikolaikirche eröffnet.

Im Mittelalter blühte die Greifswalder Hanse

Greifswald liegt am Fluss Ryck, zwischen den Inseln Rügen und Usedom am Greifswalder Bodden, einer Ostseelagune. Der Zugang zur Ostsee hat den Ort geprägt und die Hansestadt im Mittelalter groß gemacht. Von hier fuhren die Kaufleute mit ihren Koggen nach Südschweden, Bergen, Brüssel oder Nowgorod. Eine Idee davon bekommt man im Greifswalder Stadthafen mit seinen Museumsschiffen. Viele von ihnen sind noch regelmäßig unterwegs. Mindestens einmal im Jahr, immer am dritten Juliwochenende, fahren alle zusammen zum Fischerfest Gaffelrigg auf die Ostsee hinaus. Einen Besuch wert ist der Stadthafen aber zu jeder Jahreszeit.

Fischerdorf Wieck - wo Caspar David Friedrich malte

Wer noch mehr maritimes Flair mag, sollte am Ryck entlang bis nach Wieck spazieren. Wo der Fluss in den Bodden mündet, liegt das alte Fischerdorf mit windschiefen Katen und einer Seefahrerkirche. Fischbrötchen und Möwen-Kreischen, Kopfstein-Pflaster und Fischkutter. Dass Caspar David Friedrich, der wohl berühmteste Sohn der Stadt, hier viel Zeit verbracht hat, kann man auf den Gemälden des Romantikers sehen. Und auch die Silhouette der Stadt, die drei Türme, die über die Häuser ragen und schon von Weitem den Weg nach Greifswald weisen, lassen sich auf seinem Bild „Wiesen bei Greifswald“ (Hamburger Kunsthalle) wiederentdecken.

Tourist Information: Rathaus Arkaden am Markt; 17489 Greifswald; Tel. 0 38 34/ 85 36 13 80
www.greifswald.de

Ausgabe: daheim Autor: Anke Lübbert
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