Ein bunter Mix Gummibärchen von Haribo
© iStockfoto.com / JurgaR
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Ausgabe

Familie & Leben

Ein Bärchen geht um die Welt

Fruchtgummi aus Bonn ist in aller Munde – in aller Herren Länder.

Sie lieben ihre ositos de oro, die Spanier. Genau wie die Polen ihre Zlote Misie. Und die Amerikaner ihre Goldbears. Gelb und grün, orange und weiß, hell- und dunkelrot verführen uns die Bärchen aus Fruchtgummi zum Naschen. Immer mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen. Weich und süss liegen sie uns dann auf der Zunge. Schmecken nach Zitrone und Apfel, Orange und Ananas, Erd- und Himbeere.

Am Anfang waren ein Sack Zucker und ein Kupferkessel

Erfunden hat die Süssigkeit aus Zucker und Gelatine, die mittlerweile auch viele andere Hersteller anbieten, Hans Riegel. Der Bonbonmacher startete 1922 mit einem Sack Zucker und einem Kupferkessel in einer Hinterhof-Waschküche in einem Bonner Vorort (schwarz-weiß-Bild unten)– daher der Firmenname Haribo: Hans Riegel, Bonn. Zwei seiner großen Gummi-Tanzbären (Foto links) waren damals für einen Pfennig am Kiosk zu haben. Bald gab es neben süssen Teufeln auch Stangen, Schnecken und Schwarzbären aus Lakritz im Haribo-Sortiment. Die Tagesproduktion lieferte anfangs Riegels Ehefrau Gertrud mit dem Fahrrad aus. Geworben wurde mit dem einprägsamen Slogan: „Haribo macht Kinder froh“, allerdings noch ohne den Zusatz „und Erwachsene ebenso“.

Schon früh war das Fruchtgummi aus Bonn auch in anderen Ländern erhältlich, erstmals 1933 in Dänemark. 1982 schaffte der Haribo-Bär den Sprung über den großen Teich in die USA, 15 Jahre später wanderte er nach China aus. Mittlerweile kann man Haribo-Produkte in mehr als 100 Ländern kaufen – in Australien und Singapur, in Japan und Finnland, in Russland und der Türkei, in Dubai und Ungarn, in Brasilien und Belgien. Weltweit produziert Haribo 100 Millionen Gummibärchen täglich.

Die Engländer lieben Colaflaschen mit Spiegelei

Und weil die Geschmäcker verschieden sind, hat der Hersteller sein Angebot den ländertypischen Vorlieben angepasst. In England ist der bunte Starmix die Nummer ein, eine Mischung aus Goldbären, Colafläschchen, Ringen, Herzen und Spiegeleiern. Die Franzosen bevorzugen Dragees und Schaumprodukte wie Chamallows. Und in Skandinavien nascht man am liebsten den Matador Mix, eine Kombination aus Furchtgummi und Lakritz.

Mit den Bären um die Welt gezogen ist der gereimte Werbespruch des Bonner Unternehmens – übersetzt in zahllose Sprachen:

„Kids an grow-ups love ist so – happy world of Haribo.“ (Englisch)

„Haribo, c’est beau la vie, pour les grands et les petits.“ (Französisch)

„Vive un sabor mágico, ven al mundo Haribo.“ (Spanisch)

„Haribo maakt Kinderen blij ... ouderen horen ook daarbij.“ (Niederländisch)

 

 

 (Fotos Fliesstext: HARIBO, schwarz-weiss-Bild: Aquarell von Ernst Meurer/HARIBO)

 


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