Sicher im Internet surfen - so geht's
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Sicher im Internet surfen - so geht's

Einkaufen, Bankgeschäfte erledigen, nachschauen, wann der Zug fährt – alles während Sie auf dem Sofa sitzen: Das Internet macht es möglich. Per Computer, Tablet und Smartphone ist es (fast) immer und überall verfügbar. Allerdings: Dort lauern auch ein paar Fallen. Wie Sie die umgehen, verraten Ihnen unsere zehn goldenen Regeln.

Ausgabe: Januar 2016 Autor: Reinhard Otter

1. Gerät sperren

Jeder Computer, jedes Tablet, jedes Smartphone lässt sich über ein Passwort sperren, damit niemand Ihre Daten aufrufen kann. Nutzen Sie diese Möglichkeit. Sie macht es auch Gaunern schwieriger, über ein Netzwerk – wie ein öffentliches WLAN – in das Sie sich eingewählt haben, auf Ihren Computer zuzugreifen.


2. Sichere Passwörter

Wer viel im Internet unterwegs ist, der muss auch viele Passwörter anlegen – für Onlineshops, Banking und weitere Dienste. Schnucki0000 ist kein sicheres Passwort. Ebenso wenig wie 1234. Um sich einen Code besser merken zu können, ergänzen Sie bekannte Worte in der Mitte mit Ziffern und Sonderzeichen – etwa Sch246#nucki.


3. Virenscanner nutzen

Schadsoftware kann sich per E-Mail oder über Internetseiten auf Ihrem Computer einnisten, Daten zerstören, das Gerät sogar unbrauchbar machen. Für PCs mit dem Betriebssystem Windows ist ein Virenscanner Pflicht, auch auf Mobilgeräten mit Android-Betriebssystem gab es bereits Viren und Schadsoftware. Unter www.avira.com oder www.avast.com gibt es kostenlose Virenscanner für einen guten Basis-Schutz.


4. Updates installieren

Betriebssysteme wie Windows oder OS X werden ständig weiterentwickelt. Sogenannte Sicherheits-Updates beheben Schwachstellen, an denen Hacker leicht in das System eindringen konnten. Mit der jeweils neuesten Version sind Sie am sichersten unterwegs. Das gilt auch für das Anti-Viren-Programm. Laden Sie Programme und Updates nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunter – am besten direkt von der Hersteller-Webseite.


5. Vorsicht beim anmelden

Auf vielen Internetseiten werden Sie aufgefordert, sich anzumelden, um an bestimmte Informationen zu gelangen. Lesen Sie zuerst nach, warum der Seitenbetreiber Ihre persönlichen Daten möchte – zum Beispiel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Manche Anbieter verkaufen auf diese Weise versteckte, kostenpflichtige Dienstleistungen oder Abonnements. Diese Art der Täuschung ist zwar verboten, doch nachträglich ist die Beweisführung sehr schwierig. Geben Sie so wenig Daten wie möglich an – Ihre Adresse etwa ist nur notwendig, wenn Sie sich tatsächlich etwas zusenden lassen wollen.


6. Werbe-SMS ignorieren

Wenn SMS-Nachrichten von Ihnen unbekannten Absendern auf dem Smartphone mit Gewinnen locken, sobald man auf den mitgeschickten Internetlink tippt, dann heißt es aufpassen. Dahinter verbergen sich meist kostenpflichtige Abos, deren Gebühren über die Telefonrechnung eingezogen werden. Tipp: Lassen Sie über die Hotline Ihres Mobilfunkanbieters die Abrechnung für „Leistungen von Drittanbietern“ sperren.


7. Sicher shoppen 

Sie im Internet nur bei vertrauenswürdigen Händlern. Eine reale Adresse, am besten ein echter Laden, sowie eine Hotline in Deutschland oder Österreich sind gute Zeichen dafür. Mehrere sichere Zahlungsmethoden wie Lastschrift und Kreditkarte sowie anerkannte Gütesiegel wie „Trusted Shops“ sind weitere Indizien für seriöse Händler.


8. Keine Vorkasse

Manche Händler geben Rabatt, wenn man per Vorkasse oder Sofortüberweisung bezahlt. Kennen Sie den Shop, dann können Sie das machen. Im Zweifel ist die Zahlung über PayPal, per Kreditkarte oder Lastschrift sicherer. Diese Zahlungen können Sie mehrere Wochen nachträglich zurück­ordern, falls die Ware nicht ankommt oder Mängel hat. Achten Sie darauf, dass Kontodaten verschlüsselt übertragen werden – erkennbar ist dies am Schloss-Symbol in der Adresszeile des Internetprogramms und an dem Kürzel „https“ vor der Webadresse.


9. Zugangsdaten hüten

Niemals dürfen Sie einer Mail trauen, in der Sie aufgefordert werden, Ihre Zugangsdaten zu einem Onlineshop, Ihrem Bankkonto oder anderen Benutzer­zugängen einzugeben. Mit diesen Mails wollen Betrüger genau diese Daten ergaunern. Seriöse Händler oder Ihre Bank werden Sie nie per E-Mail dazu auffordern.


10. BankDaten sicher aufbewahren

Beim Onlinebanking gelten mehrstufige Zugangsdaten: Mit der Kontonummer und der Onlinebanking-PIN etwa gelangt man zum Konto. Doch erst mit einer Transaktionsnummer (TAN) ist es möglich, Geld zu überweisen. In neueren Verfahren wird die TAN jeweils individuell erzeugt, etwa in einem eigenen kleinen Gerät. Codes und Geräte dürfen Sie nicht zusammen und erst recht nicht mit der Kontonummer oder der EC-Karte aufbewahren.

 

Sie wollen sich noch näher über Sicherheits-Standarts und -Verfahren im Internet informieren? Hier finden Sie die neuesten Empfehlungen des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

 

 


 

RD Abbinder
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