Die Porta Nigra in Trier.
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Trier ist die älteste ­ römische Stadt – in Deutschland

Ein alte Brücke, ein Stück Holz und archäologischer Sachverstand – schon hat die Stadt an der Mosel ein Qualitätssiegel.

Autor: Reader's Digest Book

Es gibt eine ganze Reihe von Städten in Deutschland, die auf eine lange Geschichte zurückblicken und miteinander im Wettstreit um den ­Titel „Älteste Stadt Deutschlands“ stehen. Schlechte Karten haben all jene, die ausserhalb des Gebiets des einstigen Römischen Reichs liegen. Die frühen „Deutschen“, seien es Germanen oder Kelten gewesen, pflegten nicht in Städten zu leben, zumindest nicht, wenn man unter dem Begriff nicht nur Siedlungen mit einer hohen Einwohnerzahl versteht, sondern auch eine gewisse Wirtschaftskraft und eine urbane Infrastruktur. Hamburg, Magdeburg, Dresden oder Hannover haben das Pech, niemals römisch gewesen zu sein.

Ganz anders die Städte links des Rheins, der die Grenze zwischen dem Imperium Romanum und der Barbarei markierte. Gleiches gilt für die Städte südlich der Donau, denn nach der Errichtung des Limes, des Grenzwalls, war auch der Südwesten Deutschlands vorübergehend römisch. Bei der Suche nach der ältesten deutschen Stadt wird am Ende meist Trier genannt, die Stadt an der Mosel, römisch Augusta Treverorum. Einige Meter von der heutigen „Römerbrücke“ entfernt wurde in der Mosel Holz von einer Vorgängerbrücke gefunden, das durch eine dendrochronologische Untersuchung (Methode zur Bestimmung des Alters von Holz anhand der Jahresringe) auf das Jahr 17 v. Chr. datiert wurde. Da kann keine andere deutsche Römerstadt mithalten.

 

 


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RD Abbinder
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