Taschendiebe! Jemand klaut in einem unbeobachteten Moment eine rote Geldbörse aus einer Handtasche.
© iStockfoto.com / vizualni
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Geld & Recht

Keine Chance für Taschendiebe

11 Tipps, wie Sie Gauner erkennen und sich vor ihnen schützen.

Ausgabe: August 2019 Autor: Meghan Jones
    1. Wer mit Geld prahlt
      Taschendiebe lieben vermögende Leute. Wenn Sie in der Öffentlichkeit ein Bündel Geldscheine zücken, sind Sie sich deren Aufmerksamkeit gewiss. Fahren Sie an einen Ort, an dem Taschendiebe sehr aktiv sind, lassen Sie teuren Schmuck besser daheim.

    2. Ist die Geldbörse noch an ihrem Platz?
      Sie sehen ein Hinweisschild „Achtung, Taschendiebe!“ Instinktiv kontrollieren Sie, ob das Portemonnaie noch am Platz ist. Nun weiss jeder Dieb, wo Sie Ihre Wertsachen aufbewahren. Jacken und Rucksäcke haben viele Taschen, sagt Gene Turner, australischer Spezialist für Diebstahl. „Ein Taschendieb hat keine Zeit. Wenn er sieht, wie Sie Ihre Tasche kontrollieren, weiss er, wo er zugreifen muss.“
       
    3. Sie haben sich verlaufen
      Taschendiebe suchen gern Opfer, die abgelenkt oder offensichtlich fremd sind. Deshalb lieben sie Orte mit vielen Touristen. Wer konzentriert mit Google Maps den Weg sucht, ist so beschäftigt, dass er nicht bemerkt, wenn Taschendiebe etwas entwenden. Versuchen Sie also, souverän zu wirken, selbst wenn Sie nicht wissen, wo Sie sich gerade befinden. Und achten Sie immer auf Ihre Umgebung.
       
    4. Was führt die Gruppe im Schilde?
      Sie bemerken eine Gruppe von Menschen, die ein Restaurant, ein Museum oder eine Kathedrale betritt und sich anschliessend in alle Richtungen verteilt und so tut, als würde keiner den anderen kennen? Machen Sie einen grossen Bogen um solche Menschen. Möglicherweise sind sie auf der Suche nach Opfern. Taschendiebe arbeiten selten allein.
       
    5. Jemand ruft, er habe einen Taschendieb gesehen
      Das ist doch ein klares Zeichen dafür, dass ein Taschendieb lauert! Natürlich kann es sich um einen besorgten Touristen handeln, aber manchmal sind es die Diebe selbst, die dahinter stecken. Sie wissen, dass Touristen dann in Panik geraten – und erst einmal ihre Taschen kontrollieren.

 

  1. Der Lieblingsplatz der Herrengeldbörse
    Wenn Sie Ihre Wertsachen mit sich herumtragen, dann nicht in der Gesäss-, sondern besser in einer der Vordertaschen. Diese sind in der Regel klein und eng, das macht es schwieriger, unbemerkt etwas zu entnehmen. Im Gerangel sind Gesässtaschen dagegen ein leichtes Ziel. Auch ein Knopf bietet keinen ausreichenden Schutz. Ein geschickter Dieb öffnet ihn oder schneidet ihn ab, ohne dass Sie es merken.
     
  2. Ein Streit in der Öffentlichkeit
    Diebe wissen: Es gibt kaum Spannenderes, als Fremden dabei zuzusehen, wie sie sich in der Öffentlichkeit zanken. Fängt ein Paar an zu streiten, bleiben Passanten neugierig stehen. In dem Moment schlägt der Komplize des Paares zu. Andere Methoden sind: Jemand stolpert, fällt hin oder gibt vor, ihm sei nicht gut.
     
  3. Ihre Tasche hängt über der Stuhllehne
    An einem Platz, den Sie kennen, können Sie die Tasche über den Stuhl hängen – aber nie an einem fremden oder belebten Ort. Dort kann der Dieb die Tasche unbemerkt mitnehmen. Behalten Sie Ihr Eigentum immer im Blick. Tricksen Sie den Gauner aus, indem Sie den Träger Ihrer Handtasche oder des Rucksacks um das Bein des Stuhls wickeln, auf dem Sie sitzen.
     
  4. Auf Tuchfühlung
    In einer Menschenmenge wie im öffentlichen Nahverkehr oder bei einem Strassenfest rücken einem Fremde häufig dicht auf die Pelle. Der Klassiker: Person eins rempelt Sie an und während Sie abgelenkt sind, klaut Person zwei Ihre Geldbörse. Kommt Ihnen jemand nahe, vor allem von Angesicht zu Angesicht, gehen Sie ein Stück zurück, ohne der Person den Rücken zuzukehren. Sehen Sie alternativ demjenigen direkt ins Gesicht.
     
  5. Der Trick mit dem Stadtplan
    Mancher Taschendieb gibt sich selbst als Tourist aus, geht auf ein potenzielles Opfer zu und fragt nach dem Weg. Ganz besondere Wachsamkeit ist dann geboten, wenn solche Hilfe­suchende aggressiv auftreten und mit einem Stadtplan vor Ihrer Nase herumfuchteln. Eine weitere Variante: Jemand fordert Sie auf, bei einer Unterschriftenaktion mitzumachen.
     
  6. Wenn jemand seinen Kaffee verschüttet
    Einem Fremden fällt der Kaffeebecher aus der Hand, oder sein Eis fällt direkt vor Ihnen auf den Boden. Auf diese Weise lenken Taschendiebe ihre Opfer ab und greifen blitzschnell in Ihre Jacke oder Tasche. Besonders beliebt ist diese Methode in der Nähe von Geldautomaten. Geben Sie Acht, wenn jemand Ihr Kleid bekleckert und Ihnen beim Saubermachen helfen will.
     

 


Mehr zu diesem Thema

Aus der
aktuellen
Ausgabe

Helden des Alltags

Diese Geschichte soll andere vor einer dreisten Betrugsmasche warnen.

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Smart Home Haus & Garten

Wie alle elektronischen Systeme sind auch hochgerüstete Behausungen angreifbar und anfällig gegen Störfälle. Es muss nicht unbedingt ein Hackerangriff sein, ...

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Helden des Alltags

Ein Dieb entreisst einem Rentner die Geldbörse. Björn Smaavik und Annelore Meyer verfolgen ihn.

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Geld & Recht

So schützen Sie sich gegen Betrüger und miese Tricks.

...mehr

 

RD Abbinder
RD Abbinder
RD Abbinder

Reader’s Digest Schweiz: Das Beste AG - Postfach 8086 Zürich