Vintage-Lampen mit LED-Leuchtmitteln hängen von der Decke
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Die perfekte LED-Lampe für Sie

Brennen in Ihrem Haushalt noch klassische Glühlampen? Mit modernen Leuchtmitteln sparen Sie Energie – und Geld.

Ausgabe: Oktober 2019 Autor: Reinhard Otter

Eine ihrer Glühlampen ist defekt. Sie eilen ins Fachgeschäft – und stehen vor mehreren Regalmetern mit Leuchtmitteln. Die althergebrachten Glühlampen allerdings suchen Sie vergebens. Der Gesetzgeber unterstützt die Entwicklung sparsamer Lichtquellen schon länger: Ab 2009 wurden klassische Glühlampen EU-weit schrittweise aus dem Handel verbannt. Stattdessen gingen in den folgenden Jahren meist Energiespar- und Halogenlampen über die Ladentheke. Heute sorgen vor allem LED-Leuchtmittel für Helligkeit in Räumen. Das Kürzel LED steht für light emitting diode – also „Licht abstrahlende Diode“, kurz Leuchtdiode. Diese elektronischen Komponenten produzieren mit sehr wenig elektrischer Energie sehr viel Licht.

LEDs schonen die Umwelt...

Mit LEDs sparen Sie also Energie und damit Geld – und dies, obwohl sie in der Anschaffung teurer sind als herkömmliche Glühlampen. Ein LED-Leuchtmittel als Ersatz für eine 60-Watt-Glühlampe kostet zwei bis sechs Euro und verbraucht sechs bis acht Watt. Bei 1000 Stunden Leuchtdauer pro Jahr – also etwa drei Stunden pro Tag –, und einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde belastet die klassische Glühlampe Ihre Stromrechnung mit 18 Euro. Die Stromkosten für eine LED liegen bei lediglich 1,80 bis 2,40 Euro. Selbst wenn eine teure LED-Birne nur ein Jahr hält, sparen Sie also rund zehn Euro und jede Menge Energie.

...und sind langlebiger

Mehr noch: Den Herstellern zufolge leuchten LEDs mit 15.000 Stunden Betriebszeit mindestens zehnmal so lange wie herkömmliche Glühlampen. Im Gegensatz zu diesen brennen Leuchtdioden auch nicht einfach durch, sondern verlieren mit der Zeit an Helligkeit. Erlischt ein LED-Leuchtmittel komplett, ist das darin verbaute Netzteil oder die Steuerungselektronik defekt, die sich im Sockel befinden. Manche Hersteller geben grosszügige Garantien. Osram oder Philips etwa garantieren für ihre professionellen LED-Produkte bis zu fünf Jahre Betriebsdauer.

Die perfekte LED für Sie

Für die richtige Helligkeit sollten Sie auf die Angaben achten, welches LED-Leuchtmittel eine Glühlampe ersetzt, zum Beispiel „7,5 Watt – ersetzt 60 Watt“. Jan-Eike Beckmann, LED-Produktmanager von Signify, dem Hersteller der Marke Philips, erklärt: „Der beste Vergleichswert ist dabei die Helligkeit in Lumen, die auf der Packung vermerkt ist. Eine 60-Watt-Glühlampe etwa hat eine Helligkeit von 806 Lumen.“ Achten Sie auch auf Form und Grösse. LED-Birnen haben zwar die gleichen Schraub- oder Steckfassungen wie Glühlampen und ähnliche Formen. Häufig sind sie aber etwas grösser oder strahlen das Licht nicht rundum gleichmässig ab. Das liegt an der Elektronik, die in der Birne mit untergebracht werden muss. Als Faustregel gilt: Ein kleiner Sockel bedeutet eine bessere Rundumabstrahlung. Ist in Ihrer Leuchte wenig Platz, nehmen Sie beim Kauf die Original-Glühlampe zum Vergleich mit.

Wählen Sie Lampen in der richtigen Farbstimmung. Während Glühbirnen warmweisses Licht produzieren, können LEDs in verschiedenen Lichtfarben strahlen – zum Beispiel in „Warmweiss“, „Kaltweiss“ oder „Neutralweiss“. Warmweiss entspricht ungefähr der klassischen Glühlampe und sorgt für gemütliche Stimmung in Wohnräumen. Neutralweiss ist optimal für konzentriertes Lesen oder Arbeiten. Kaltweisses Licht entspricht dem Sonnenlicht an klaren Tagen und ist für Wohnräume in unseren Breiten kaum geeignet. Die Lichtqualität schliesslich hängt davon ab, wie genau LEDs die angegebene Lichtfarbe treffen. „Setzen Sie in einer Lampe mit mehreren Lichtquellen für ein möglichst einheitliches Licht stets LED-Leuchtmittel vom gleichen Typ und Hersteller ein. So ist sichergestellt, dass alle LEDs in der gleichen Farbe leuchten“, rät Experte Beckmann.

Eine Frage der Technik

Ob ein LED-Leuchtmittel sich dimmen lässt, steht ebenfalls auf der Packung. Allerdings passt nicht jede dimmbare LED zu jedem Dimmer-Typ. Bevor Sie Ihre Wohnzimmerbeleuchtung umrüsten, ziehen Sie am besten einen Elektriker zu Rate. Gerade bei dieser Art Leuchten kann sich eine höhere Investition lohnen. Glühlampen leuchten nämlich wärmer, je dunkler sie werden. Die meisten LEDs dagegen behalten ihre Lichtfarbe und wirken so gedimmt zu kühl. Spezielle Produkte für den Dimmereinsatz mischen kaltweisses und sehr warmweisses LED-Licht. Je dunkler die Lampe wird, desto grösser der warmweisse Anteil.

Möchten Sie Halogenstrahler mit 12-Volt-Netzteil, wie sie beispielsweise in Küchenoberschränken häufig verbaut sind, durch LEDs tauschen, achten Sie auf die Daten des Netzteils. Meist ist es für eine maximale und eine minimale Leistung ausgelegt. Die Summe der Leistungen aller LED-Strahler darf nicht geringer sein als die Minimalleistung des Trafos. Möglicherweise benötigen Sie ein neues Netzteil. Mit flexibel einsetzbaren LED-Elementen lassen sich Designleuchten in sehr eigenwilligen Formen bauen. Doch aufgepasst: Leuchte und Leuchtmittel bilden häufig eine Einheit. Fällt Letzteres aus, ist die ganze Leuchte unbrauchbar. Fragen Sie also vor dem Kauf beim Händler oder Hersteller nach den Reparaturmöglichkeiten und Garantiebedingungen. Die komplette Leuchte entsorgen zu müssen, ist schliesslich wenig nachhaltig.

 


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