Eine Frau küsst einen Mann, der in einem Buch liest.
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Feiertag der Liebenden

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Am 14. Februar soll es romantisch werden. Der Valentinstag steht an und mit ihm: Herzen und rote Rosen, Blumen und Pralinen, Küsse und Kerzenschein.

Ein Hoch auf die Liebe! – Aber ist der Valentinstag nicht zum Feiertag des Konsums geworden? Ein Jubeltag der Blumenhändler? Oder gar nur etwas für frisch Verliebte? Fakt ist: Der Valentinstag war ursprünglich ein Gedenktag für den heiligen Valentinus, einen Christen, der im dritten Jahrhundert nach Christus den Märtyrertod starb. Die jüngere Tradition nahm wahrscheinlich im 14. Jahrhundert in England ihren Anfang. Zu dieser Zeit hatten Verliebte nur wenige Gelegenheiten, sich ihre Zuneigung zu erklären, sodass heimliche Verehrer sich ihren Angebeteten mit Gedichten, Liedern und Grußkarten offenbarten.

Schöner Brauch oder Ritual mit Kaufzwang?

Im 17. Jahrhundert soll der englische Schriftsteller Samuel Pepys seiner Ehefrau ein Liebesgedicht auf kostbarem Papier geschenkt haben, wofür sie sich mit einem Blumenstrauß bedankte. So wird die ursprüngliche Verbindung von Blumen und schriftlichen Liebesgrüßen erklärt – ein Brauch, der sich nach und nach etablierte und im 19. Jahrhundert in der englischsprachigen Welt verbreitete. In Deutschland hielten die romantischen Bräuche in der Nachkriegszeit durch US-Soldaten Einzug.
Heute ist der 14. Februar ein festes Datum im Kalender Verliebter. Selten aber werden noch anonyme Briefchen verschickt: Mehr als drei Viertel der Deutschen machen ihrem Partner ein Geschenk. Der Klassiker sind Blumen, sie werden von 70 Prozent der Deutschen verschenkt. Kein Wunder: Blumen- und Süßwarenhändler begannen schon in den 50er Jahren den Valentinstag zu bewerben. Ihre „Erfindung“ ist der Valentinstag zwar nicht, aber er beschert den Händlern regelmäßig enorme Umsätze – auch weil die Preise für Rosen & Co. aufgrund der hohen Nachfrage extrem ansteigen. Auf Platz zwei der beliebtesten Aufmerksamkeiten finden sich (vor dem Dinner zu zweit) süße Naschereien.

Ausdruck der Gefühle...

Angesichts dieser wirtschaftlichen Erfolge versuchen mittlerweile auch andere Branchen, den Feiertag der Liebe zu vermarkten. Zu viel Kommerz, meinen viele Menschen und beklagen, dass sie sich unter Druck gesetzt fühlen, ihren Liebsten etwas zu schenken. Auch ich sehe manchen sogenannten „Brauch“ anlässlich des Valentinstags kritisch. Trotzdem fühlt sich die romantische Seite in mir angesprochen, denn ist das Datum nicht eine gute Gelegenheit, im Trubel des Alltags einmal inne zu halten? Sich der Verbindung zu einem geliebten Menschen bewusst zu werden und dem Partner einfach mal wieder die eigene Wertschätzung zu zeigen?

Es muss nicht das große Geschenk sein – aber wenn Zuneigung zum Ausdruck gebracht wird, tut das immer gut. Das ist besonders in langjährigen Beziehungen manchmal nötig. Eine kleine romantische Geste kann magische Momente freisetzen und der Partnerschaft neue Energie schenken. Deshalb ist der kommende 14. Februar schlicht das Datum, an dem ich mit einer kleinen Aufmerksamkeit mal wieder meine großen Gefühle zum Ausdruck bringen und dem Herzblatt dieses wunderbare Lächeln entlocken werde.

 

 

 

 

 

 

 

 


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