Eine ältere Frau sieht sich zuhause eine Schallplatte an.
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Gut hören muss man wollen

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Wer gut hört, hat es im Alltag leichter und genießt gleichzeitig mehr Lebensqualität.

Fragt der Oberarzt seinen Patienten: „Wie sind Sie denn mit Ihrem neuen Hörgerät zufrieden?“ – „Sehr, ich habe mein Testament schon fünfmal geändert.“ Wie sehr gutes Hören zur Lebensqualität beiträgt, das bringt dieser kleine Witz auf den Punkt. Zugleich macht er deutlich: Menschen mit Hörschwäche können oft nur mit Einschränkungen ihren Alltag bestreiten. Gespräche und Telefonate, Radio und Fernsehen, Musik, Verkehrs- und Naturgeräusche – all die Signale und Töne des Alltags können sie nicht mehr oder nur mit großer Anstrengung wahrnehmen. So leiden nicht nur soziale Kontakte: Wer wichtige Informationen wie etwa den Klang der Türklingel, das Weinen eines Babys oder das Hupen eines Autos nicht mehr verlässlich wahrnimmt, lebt teils gefährlich.


Nicht mehr nur Bahnhof verstehen

Hörgeräte ermöglichen Menschen, normal am Leben teilzunehmen – und dies mit außerordentlichem Komfort. Moderne Hörgeräte sind nämlich optisch unauffällig, so dass man sich damit keinesfalls verstecken muss. Selbst aufzahlungsfreie Modelle sind kleine Wunderwerke der Digitaltechnik. Ob ruhige Umgebung oder die Terrasse im Straßencafé: Töne, Sprache, Hintergrundgeräusche werden blitzschnell registriert, analysiert und reguliert. Hörgeräteakustiker ermitteln individuell, was gedämpft, was verstärkt werden muss, Rückkoppelungen und störender Schall werden automatisch unterdrückt. Trotz aller Vorteile aber tragen viele Hörgeschädigte die kleinen Helfer nicht oder unregelmäßig. Warum nur?


In der Schublade statt in den Ohren?

Zunächst einmal trifft Hörgeräte-Neulinge eine Erkenntnis oft unvorbereitet: Die Welt wird deutlich lauter. Dieser Geräuschpegel will akzeptiert werden, was jedoch nicht allen Betroffenen leicht fällt. Schließlich dauert es eine ganze Weile, bis sich unser Gehör und Gehirn an das verbesserte Hören gewöhnen. Außerdem kommt es darauf an, wie leicht ein Hörgerät zu handhaben ist. Bei eingeschränkter Fingerfertigkeit empfiehlt sich ein Modell, das Lautstärke oder Programme anpasst, ohne dass die Benutzer winzige Knöpfe drücken müssen. Droht der wöchentliche Batteriewechsel zur Geduldsprobe zu werden, schafft ein Modell mit auswechselbaren Akkus und Ladegerät Abhilfe.

(Foto rechts: © istockfoto.com /Maica)

Nicht zuletzt wird manche Hoffnung enttäuscht, wenn nicht so gut oder störungsfrei gehört werden kann, wie erwartet. „Die teuren Dinger bringen ja nichts!“ heißt es dann. Frustration beim Hören an der frischen Luft, vor dem Fernseher oder in geselliger Runde lässt sich jedoch leicht vermeiden. Die meisten Hersteller bieten Extrazubehör für ihre Hörgeräte an, mit deren Hilfe Sprache oder Umgebungsgeräusche klar und deutlich wahrgenommen werden können.


Nur das Nutzen nützt

Seriöse Hörgeräteakustiker weisen in ihrer Beratung selbstverständlich auf sämtliche Aspekte hin, die für die optimale Hörgerätenutzung notwendig sind und den persönlichen Tragekomfort erhöhen. Wer wieder ganz Ohr sein möchte, muss wissen, dass eine Hörhilfe kein gelegentlich anzuwendendes Zaubermittel ist, sondern eher eine Medizin, die ihre Wirkung mit der Zeit und mit eigenem Zutun entfaltet. Schön zu hören – das erfahren dann auch Menschen mit Hörminderung.

 

 

 

 

 


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