Wie ich Gutes im Schlechten entdeckte
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Die Auswirkungen der Corona-Krise sind leider oft sehr negativ, manches hat sich jedoch auch zum Besseren entwickelt. Zumindest beobachte ich das beispielsweise beim Thema Shopping.

Deutlich mehr als früher wird aktuell nämlich nur gekauft, was dringend benötigt wird. Natürlich konzentriert sich das Einkaufen wegen der Schließung zahlreicher Geschäfte nun hauptsächlich auf Produkte des täglichen Bedarfs: Lebensmittel, Drogerieartikel & Co. Waren mir solche Besorgungen vor der Pandemie eher lästig, empfinde ich sie jetzt geradezu als kleines Vergnügen. Einmal raus, etwas erledigen, sich daheim etwas gönnen – all das verbinde ich mit dem notwendigen Auffüllen des Kühlschranks in Zeiten der Kontaktbeschränkungen.

Dabei war die Frage der Versorgung gerade im ersten Lockdown bei mir eher mit Angst besetzt. Aus Sorge vor Ansteckung habe ich zunächst Alternativen zum persönlichen Einkauf gecheckt. Zwar war mir schon klar, dass die bei Familien allseits beliebte Gemüsekiste vom Bio-Bauern kein Modell für meinen kleinen Haushalt ist, aber Lieferdienste schienen mir grundsätzlich perfekt in dieser Situation. Entsprechende Angebote großer Handelsketten boomten jedoch derart, dass die Kapazitäten ausgeschöpft waren und es Tage oder gar Wochen bis zur Ausführung der Bestellung dauern sollte.

Gezielt kaufen, statt sich treiben lassen

So hat die Pandemie dazu geführt, dass ich manch lieb gewonnene Einkaufsgewohnheit über Bord warf. Statt Spontankauf ist nun Planen gefragt: Speiseplan erstellen und möglichst nur einmal pro Woche die nötigen Zutaten besorgen. Klappt nicht immer, aber immer besser. Den Supermarkt besuche ich nur selten für größere Einkäufe auf Vorrat, viel lieber und viel häufiger den Wochenmarkt unter freiem Himmel.

Neu auch: Das Auto bleibt fast immer stehen, da ich beschlossen habe, alle Wege in der Stadt zu Fuß zu erledigen. Das ist gut für meine Gesundheit und gut für die Umwelt. Seit die Temperaturen steigen, kommt auch das Fahrrad wieder öfter zum Einsatz. Damit folge ich einem unaufhaltsamen Trend: Fahrradfahren ist für viele Menschen nicht nur ein Sport- und Freizeitgerät, sondern die Mobilitätsalternative zu KFZ oder öffentlichem Nahverkehr. Wenige Produkte haben einen vergleichbaren, Corona-bedingten Nachfrageschub erfahren. Über 5 Millionen Zweiräder wurden 2020 mit und ohne elektrischen Antrieb verkauft, knapp 17 % mehr als im Vorjahr. Der Anteil von E-Bikes beträgt nach Angaben des ZIV (Zweirad Industrie Verband) 38,7 %; Lastenfahrräder wurden von mancher Kommune sogar finanziell gefördert.

Was wird bleiben? Es liegt an uns!

Die Frage, die uns langsam beschäftigt, ist doch: Was wird bleiben von solchen, freilich kleinen, aber durchaus positiven Effekten infolge der Corona-Pandemie? Werden wir auch in Zukunft lokale Händler unterstützen oder noch mehr online bestellen? Werden wir weiterhin Regionales einkaufen? Wird das eigene Fahrzeug auch auf Dauer weniger genutzt? Ich jedenfalls habe in dieser Hinsicht beste Vorsätze gefasst und bin optimistisch, dass es vielen Menschen ebenso geht.
Was denken Sie?

 

 

 

 


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