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Die verrücktesten Gesetze der Welt
© Stephen Collins
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Lachen

Die verrücktesten Gesetze der Welt

Amüsant und absurd: Geschichten über idiotische Gesetze in aller Welt.

 

Ausgabe: Mai 2018 Autor: David Thomas

Beschäftigt man sich aber näher damit, wird klar, dass viele nicht existieren oder längst nicht mehr gelten. Manche sind nur scheinbar seltsam formuliert, ergeben aber durchaus Sinn. Allerdings gibt es eine Menge unsinniger Gesetze, die selbst bei eingehender Betrachtung absurd bleiben.

Frankreich

Darf ein Schwein Napoleon heißen?

Nehmen wir zuerst die weit verbreitete Ansicht, dass es in Frankreich illegal sei, ein Schwein Napoleon zu nennen. Wahr ist, dass in Frankreich 1881 ein Gesetz erlassen wurde, das beleidigende Witze über Staatsoberhäupter verbot, solange sie im Amt waren. Dieses wurde aber erst 66 Jahre nach der Herrschaft von Kaiser Napoleon und elf Jahre nach der Absetzung seines Neffen Napoleon III. verabschiedet. Ohne ein Staatsoberhaupt namens Napoleon ist das Gesetz folglich nicht anwendbar. Im Juli 2013 wurde das Gesetz schließlich abgeschafft.

Es ist legal, einen Toten zu heiraten

Groteskerweise ist es in Frankreich legal, einen Toten zu heiraten, sofern man nachweisen kann, dass der Verstorbene den überlebenden Partner heiraten wollte. Das Gesetz stammt aus dem Jahr 1959. Präsident de Gaulle hatte die Stadt Fréjus in der Provence besucht. Nach einem Dammbruch waren Hunderte Menschen ums Leben gekommen. Eine junge Frau, deren Verlobter unter den Opfern war, bat de Gaulle darum, den Verstorbenen dennoch heiraten zu dürfen. Daraufhin wurde das Gesetz verabschiedet. Seitdem finden in Frankreich jedes Jahr Dutzende solcher Hochzeiten statt.
Ferner trifft es zu, dass Außerirdische nicht in den weltberühmten Weinbergen von Châteauneuf-du-Pape in Südostfrankreich landen dürfen. Der Bürgermeister Lucien Jeune verkündete 1954: „Jegliches Fluggerät, ob fliegende Untertasse oder fliegende Zigarre, das auf diesem Gebiet landet, wird sofort beschlagnahmt.“ Im Oktober 2016 bekräftigte Bürgermeister Claude Avril: „Ich werde dieses Verbot nicht antasten.“ Warum auch? Bisher ist noch kein Marsianer in Châteauneuf gelandet. Der Bann hat seinen Zweck erfüllt!

Schweiz

Über die Menschen auf der anderen Seite der Grenze erzählt man sich weithin, dass sie nachts die Toilettenspülung nicht mehr betätigen dürfen. Das ist nur halb wahr. In der Schweiz wird das Toilettenspülen zwar nicht gesetzlich geregelt, doch es existiert ein Gesetz, das Haushalte zur Rücksichtnahme gegenüber ihren Nachbarn verpflichtet. Damit rechtfertigen Kantone, Stadtverwaltungen und Hauseigentümer Vorschriften über Lärmbelästigung wie das Klappern hoher Absätze auf Holzböden oder das Einlassen eines Vollbades nach 22 Uhr.
Dennoch finden sich selbst bei den ordnungsliebenden, friedlichen Schweizern seltsame Gesetze. So ist es erlaubt, Katzen und Hunde zu essen, obwohl bereits mehrere Petitionen ans Parlament gerichtet wurden, die ein Verbot dieser Praxis forderten. Bislang vergeblich. In Appenzell ist Nackt-Wandern verboten: Die Kantone dürfen auch eigene Verordnungen verabschieden – wie im Kanton Appenzell. Dort dürfen Wanderer ihrem Hobby nicht nackt frönen. Das Gesetz wurde eingeführt, nachdem die konservativen Einwohner entsetzt feststellten, dass die Hügel und Täler ihrer Heimat zu Magneten für nackte Spaziergänger geworden waren.

Großbritannien

Ohne genau zu wissen, wie eine Bestrafung aussehen könnte, glaubten die Briten, es sei illegal, in ihren Houses of Parliament (Parlamentsgebäude) zu sterben. Es wurde in einer Umfrage im Jahr 2007 zum absurdesten Gesetz Großbritanniens gewählt. Sechs Jahre später stellte die Law Commission of England and Wales aber fest, dass ein solches Gesetz nie existierte. Indes bemerkte die Kommission, dass ein Gesetz aus dem Jahr 1313 nach wie vor Gültigkeit hat. Es verbietet Parlamentsmitgliedern das Tragen von Rüstungen. Dabei wünschte sich womöglich so mancher gebeutelte Premierminister, sich hinter Helm und Brustharnisch verschanzen zu dürfen. Die Kommission bestätigte mit etwas mehr Bezug zum Alltag: In England und Wales gilt es als Straftat, in einer Gaststätte mit Lizenz zum Alkohol-ausschank betrunken zu sein. Reiter hoch zu Ross dürfen übrigens ebenso wenig alkoholisiert sein.

Italien

Manche Gesetze klingen verrückter, als sie sind. Es gibt einen guten Grund, warum in Venedig das Füttern der Tauben verboten ist. Ihr Kot beschädigt die historischen Gebäude, die eben die Leute besichtigen und bewundern wollen, die auch die Tauben füttern. Ergo, je weniger die Vögel fressen, desto weniger Schmutz verursachen sie, und desto weniger Schaden richten sie an. Ist es dagegen vernünftig, dass in Rom kugelförmige Aquarien verboten sind? Oder dass in Turin Hunde dreimal pro Tag ausgeführt werden oder in Reggio Emilia mehrere Haustiere bei einer gemeinsamen Mahlzeit gleich viel Futter bekommen müssen? Was ist schlimm daran, wenn man auf Capri abseits der Strände Flipflops trägt oder man „sehr leicht bekleidet“ durch die Straßen bummelt? In Vietri sul Mare und Castellamare di Stabia steht es unter Strafe.

Deutschland

Hier regt man sich anscheinend hauptsächlich über Lärm auf, denn Lärmbelästigung wird bestraft. So mäht der durchschnittliche Vorortbewohner in Europa vielleicht am Sonntagnachmittag den Rasen oder baut ein Bücherregal auf. Nicht in Deutschland. Da ist das Bohren und Rasenmähen an Sonn- und Feiertagen streng verboten. Obwohl die Deutschen der Welt Bach, Beethoven, Brahms und Wagner bescherten, sind selbst Musikinstrumente im Visier der deutschen Justiz. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass es in Mietwohnungen nur zwischen acht und zwölf Uhr sowie zwischen 14 und 20 Uhr erlaubt ist, Instrumente zu spielen.

USA

Keiner Nation wird so häufig vorgeworfen, idiotische Gesetze zu haben, wie den USA. Lorraine Lorne, eine Bibliothekarin in der Rechtsbibliothek der Universität von Arkansas, fand heraus: „Die Bundesstaaten Alabama, Arizona, Kalifornien und South Carolina scheinen es unter bestimmten Voraussetzungen zu erlauben, den Ehepartner zu schlagen … dazu gehört die Zustimmung des Opfers!“ Besucher von New York sollten sich darüber im Klaren sein, dass im Strafgesetzbuch des Staates New York geschrieben steht, dass außerehelicher Sex ein class B misdemeanor ist. Das heißt, ein Vergehen, das 90 Tage Gefängnis oder eine Strafe von 500 Dollar nach sich ziehen kann. Im Bundesstaat Kentucky ist es verboten, zwischen ein und fünf lebende und gefärbte Hühner-, Enten- oder andere Geflügelküken sowie Kaninchenbabys zu verkaufen oder zu tauschen. Mit anderen Worten: Es ist eine Straftat, ein knallblau gefärbtes Entenküken zu verkaufen, nicht jedoch sechs Stück davon! Im Bundesstaat Hawaii ist es illegal, in einer Bar zwei Drinks vor sich stehen zu haben, sofern man nicht nachweisen kann, für wen der zweite Drink ist.

 

Die Sucht nach irrsinnigen Gesetzen scheint sich wie ein legislatives Virus über die ganze Welt zu verbreiten.
In Singapur ist seit 1992 der Import, Verkauf und Gebrauch von Kaugummi illegal – es sei denn, ihm können medizinische Eigenschaften nachgewiesen werden.
In Saudi Arabien sieht die Kommission für die Verbreitung der Tugend und die Verhinderung von Lasterhaftigkeit es als Verbrechen an, wenn Männer Hunde oder Katzen auf der Straße ausführen. Haustiere könnten als Vorwand dienen, um sich Fußgängerinnen zu nähern.
China hat unterdessen den Himmel im Visier. Buddhistische Mönche in Tibet dürfen nur dann wiedergeboren werden, wenn sie Folgendes erfüllen: Sie müssen vorher beim staatlichen Amt für Religiöse Angelegenheiten einen Antrag auf Reinkarnation stellen.

Der Preis für das verrückteste Gesetz der Welt geht aber uneingeschränkt nach Australien – für eine Passage im Goods and Services Tax Act von 1999, in dem es um ein neues Steuersystem geht. Dieses Gesetz ist nicht nur verrückt, es widerspricht schlicht der Realität: „Der zuständige Bevollmächtigte kann ein bestimmtes Ereignis, das tatsächlich geschehen ist, so behandeln, als sei es nicht geschehen, und ein bestimmtes Ereignis, das sich nicht so zugetragen hat, so, als sei es so geschehen, und ein Ereignis, das tatsächlich passiert ist, so behandeln, als hätte es sich zu einem anderen Zeitpunkt zugetragen als zu dem, an dem es tatsächlich geschah.“ Wenn das nicht verrückt ist!

 

 

 


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