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    Schnell ins Grüne: Wir haben Ihnen eine Vielzahl an Tipps und Tricks zusammengestellt, mit denen Sie Ihren Garten fit machen und die Zeit im Freien richtig auskosten können.

Geliebt und geschmäht: der Maulwurf
© iStockfoto.com / Tramper2
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Geliebt und geschmäht: der Maulwurf

Jeder Gartenbesitzer hat sich schon einmal über die Erdhaufen des Maulwurfs geärgert. Muss er die denn immer dort anhäufen, wo der Rasen gerade so schön ist?

Autor: Reader's Digest Book

Mit seinen Vorderfüßen, die zu kleinen Grabschaufeln umgebildet sind, gräbt der Maulwurf seine langen unterirdischen Gänge und wirft lockere Hügel auf. Ein erwachsenes Tier kann bis zu 20 Erdhügel täglich produzieren. Der Maulwurf ist kein Nagetier, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Gartenpflanzen rührt er nicht an, sondern ernährt sich ausschließlich tierisch. Ganz oben auf dem Speiseplan stehen neben Regenwürmern weitere Würmer sowie Insektenlarven. Dazu gehören auch die im Boden lebenden Schädlingslarven von Dickmaulrüssler und Maikäfer. Außerdem frisst er Nacktschnecken und räumt sogar die Nester von Wühlmäusen aus. Er ist also ein nützlicher Schädlingsvertilger: Er muss täglich so viel Nahrung zu sich nehmen, wie er selbst wiegt, vernichtet also eine Menge Schädlinge!

Leider nimmt er bei der Anlage seines Gangsystems keine Rücksicht auf Gartenpflanzen. Deshalb möchten ihn viele Gartenfreunde lieber los sein. Doch er steht unter Naturschutz und darf nicht getötet, sondern nur vertrieben werden. Wer daher den Maulwurf in seinem Garten nicht dulden will, kann sich zunutze machen, dass er über gut ausgeprägte Sinne verfügt. Zwar sieht er sehr schlecht – ist aber nicht blind – doch er riecht und hört ausgezeichnet und nimmt mithilfe seiner Tasthaare kleinste Erschütterungen wahr. Durch Gerüche und Geräusche führt sich der Maulwurf schnell gestört. Knoblauchzehen, Nussbaumblätter, Hundehaare, Brennesseljauche, uringetränkte Lappen oder alte Lederschuhe, die man in die Gänge legt, vertreiben ihn durch ihren intensiven Geruch. Vergrämungsmittel, die man im Fachhandel bekommt, beispielsweise duftende Lavasteine, können ihn ebenfalls verjagen.

Auch akustisch können Sie gegen ihn vorgehen, zum Beispiel mit Flaschen, die schräg in die Erde gesteckt werden und bei Wind einen Ton erzeugen. Oder sie bleiben entspannt und lassen den Nützlinge für sich arbeiten. Er beseitigt nicht nur Schädlinge – die lockere Maulwurfserde eignet sich auch hervorragend für Blumentöpfe. Und die Hügelreste können Sie wieder glattharken.


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RD Abbinder
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