Diese Beeren haben es in sich
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fruechte Diät & Ernährung

Diese Beeren haben es in sich

Was ist klein, rund, hängt unscheinbar am Wegesrand und ist so prall gefüllt mit Vitaminen und anderen gesundheitsfördernden Stoffen, dass selbst Zitronen vor Neid erblassen? Ganz einfach, Wildbeeren!

Ausgabe: September 2013 Autor: Susanne Rytina

Der nächste Winter kommt bestimmt, aber noch schüttet Mutter Natur ihr Füllhorn über uns aus. Nicht nur in Form gängiger Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Pflaumen und Trauben. Wer die Augen offen hält, findet jetzt im Herbst an Wald-, Wiesen- und Feldrändern Wildbeeren, die es in sich haben: Hagebutten, Holunderbeeren, Preiselbeeren, Schlehen, Sanddorn und Vogelbeeren. Sie waren für unsere Vorfahren noch wichtige Vitaminlieferanten. Im Zeitalter von Supermarkt, Tiefkühltruhe und Fertiggerichten gerieten die wilden Früchtchen dann zunehmend in Vergessenheit.

Möchten Sie Ihren Speiseplan bereichern – und das auch noch gratis? Dann heißt es jetzt: Ab in die Beeren!

Vogelbeere

Eigenschaften: Zu Unrecht haben Vogelbeeren den Ruf, sehr giftig zu sein. Richtig ist aber, dass die rohen Früchte Stoffe enthalten, die in größeren Mengen Durchfall und Erbrechen auslösen. In der Volksmedizin gelten Fruchtzubereitungen aus den Beeren als Mittel gegen Magenverstimmung, Appetitlosigkeit und Erkältungen.

Zubereitung: Vollreife Früchte eignen sich zur Herstellung von bitter-herben Gelees und Marme­laden, Mus, Saft und Likör.

Holunderbeere

Eigenschaften: Früher wagte es kein Bauer, einen Holunderbaum zu fällen. Denn „Herr Holler“ galt als Schutzgeist gegen Hexen und böse Geister (siehe auch Leserfragen auf Seite 26). Heute weiß man die schwarzen Beeren als natürliches Mittel gegen Erkältungen zu schätzen. Sie enthalten zahlreiche Vitamine (z. B. Vitamin A, B und C) sowie sekundäre Pflanzenstoffe, die im Körper antioxidativ wirken und das Immunsystem stärken.

Zubereitung: Roh können die herb-aromatischen Früchte zu Übelkeit führen. Gekocht aber kann man aus ihnen Saft, Suppen, Gelees, sogar Wein zaubern. Auch gedörrt sind Holunder-beeren gut bekömmlich und finden Verwendung in Tees.

Hagebutte

Eigenschaften: Hagebutten sind besonders reich an Vitamin C, enthalten aber auch viel Provitamin A und B-Vitamine. Dazu kommen zahlreiche Mineralstoffe sowie die Spurenelemente Kupfer und Zink. Traditionell werden die Früchte vorbeugend gegen Erkältungen eingesetzt. Außerdem wird ihnen eine
verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt.

Zubereitung: Hagebutten sind roh nicht zum Verzehr geeignet. Als Marmelade, Gelee, Kompott und Saft sind sie hingegen köstlich.

Sanddorn

Eigenschaften: Seines öligen Samens wegen wurde der Sanddorn früher auch der deutsche Olivenbaum genannt. Die Früchte sind ein altbewährtes Mittel gegen Erkältungen und Erschöpfungszustände. Auch bei Kopfschmerz, Konzentrationsschwäche und Kreislaufprob­lemen sollen sie helfen.

Zubereitung: Sand­dorn ist roh genießbar. Meist jedoch wird er zu Saft verarbeitet oder zu Mus: Dazu kochen Sie die Früchte mit Zucker und passieren sie durch ein Sieb

Schlehe

Eigenschaften: Die dunkelblauen Beeren des Schlehen-strauchs gelten als stoffwechsel­anregend. Frischer Saft kann bei Schleimhautentzündungen helfen. Schlehenwein soll blutreinigend wirken, die Abwehrkräfte steigern und rheumatische Beschwerden lindern.

Zubereitung: Nach dem ersten Frost verliert sich das herbe Aroma der Früchte, und sie können sogar roh oder als frisches Mus gegessen werden. Oder Sie lassen sie ein paar Wochen in Salz ziehen und legen sie dann in Öl ein. Aus getrockneten Früchten lässt sich Tee aufgießen.

Preiselbeere

Eigenschaften: Die herb-säuer­lichen Preiselbeeren enthalten neben Mineralstoffen und Vitaminen auch Gerbstoffe. In der Volksmedizin gelten sie deshalb als Mittel gegen Durchfall. Mit den Blättern der Pflanze hat man früher übrigens Wolle gefärbt.

Zubereitung: Preiselbeeren können Sie roh essen. Verarbeitet kann man sie als Mus, Saft, Gelee, Likör, Kompott und Konfitüre auf den Tisch bringen.

Augen auf beim sammeln:

Was am Wegesrand wild wächst, dürfen Sie ohne Genehmigung des Eigentümers sammeln – in kleinen Mengen zum eigenen Verzehr. Tabu ist eingezäuntes Gelände. Sammeln und verzehren Sie nur, was Sie zweifelsfrei bestimmen können. Achten Sie wegen der Schadstoffbelastung darauf, nicht in der Nähe viel befahrener Straßen oder an frisch gedüngten Äckern zu sammeln.


 

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