Ein kleines Mädchen hält sich zwei Möhrenstücke vor die Augen und lacht.
© iStockfoto.com / Sasiistock
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Gesundheitsmythen Diät & Ernährung

Möhren sind gut für die Augen

Das reichlich in Möhren enthaltene Betacarotin ist unverzichtbar für den Sehsinn. Ein Mangel wirkt sich verheerend aus. Doch da wir hierzulande damit gut versorgt sind, müssen wir Möhren nicht in Massen essen.

Autor: Reader's Digest Book

Möhren liefern den gelbroten Farbstoff Betacarotin. Den gibt es zwar auch in vielen anderen Gemüse- und Obstsorten, aber in Möhren fällt er besonders auf, weil er ihnen ihr orangefarbenes Erscheinungsbild verleiht. Auch Grünkohl, Spinat, Kürbisse, Pfirsiche und Mangos sind reich an Betacarotin. Dafür, dass Betacarotin so häufig in der Natur vorkommt, dürfen wir dankbar sein. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten wir täglich mehrere Milligramm davon aufnehmen, am besten zusammen mit Fett, denn es ist fettlöslich, in Wasser dagegen weniger.

Wirkungen von Betacarotin

Der Körper wandelt Betacarotin um in Vitamin A, wichtig für eine gute Funktion der Nerven und der roten Blutkörperchen. Auch ist Vitamin A am Eiweißstoffwechsel und an der Bildung von Haut und Knochen beteiligt, es unterstützt das Immunsystem und wirkt maßgeblich an der Entstehung der Geschlechtshormone und am Wachstum des Embryos mit. Und nicht zuletzt ist dieses Vitamin unverzichtbar für den Sehsinn. Die gekrümmte Hornhaut und die Augenlinse erzeugen ein Bild der Umgebung auf der Netzhaut im Augenhintergrund. Dort sitzen die Sehsinneszellen, die drei Sorten Stäbchen für die Grundfarben Rot, Grün und Blauviolett des Farbensehens sowie die extrem lichtempfindlichen Zäpfchen zum Sehen in der Dunkelheit. In jeder einzelnen Sehzelle arbeiten Vitamin-A-Moleküle an der Umwandlung von Lichtimpulsen in Nervensignale. Ein Mangel an Betacarotin/ Vitamin A würde sich äußerst negativ auf die Sehfähigkeit auswirken. Aber wie bereits erwähnt, ist man hier bei uns damit reichlich versorgt.

Gefahr bei Vitamin-A-Mangel

Anders ist die Lage in vielen Entwicklungsländern: Dort erblinden jedes Jahr 250.000 bis 500.000 Kinder als Folge von Vitamin-A-Mangel. Man versuchte, dieser Gefahr mit betacarotinreichem „Goldenen Reis“ entgegenzuwirken, und es zeigten sich bereits Erfolge. Aber weil dieser Reis gentechnisch erzeugt wird, ist seine Einführung umkämpft. Umweltorganisationen lehnen ihn wegen vermuteter unkalkulierbarer Folgen ab.

 


Mehr zu diesem Thema

Aus der
aktuellen
Ausgabe

Gesundheitsmythen Beauty

Weiße Zähne wünscht sich heute ein jeder. Für den, der seine natürlichen Zähne besitzt, bietet sich als Methode zum Aufhellen das Bleaching an, das Bleichen.

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Gesundheitsmythen Diät & Ernährung

Nicht jedes dunkle Brot ist Vollkornbrot – oft sieht es nur so aus, weil mit färbenden Zusätzen nachgeholfen wurde.

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Gesundheitsmythen Beauty

Es klingt sehr verführerisch: Unschöne Fettpolster werden einfach gezielt „abgeschmolzen“, und zwar durch Kälte. Das funktioniert tatsächlich, doch die ...

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Gesundheitsmythen Körper & Psyche

Sie sollen die Leistung steigern, die Konzentrationsfähigkeit erhöhen und dem Körper einen Energieschub verpassen: So werden Energydrinks beworben.

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Gesundheitsmythen Diät & Ernährung

Gräser wie Reis nehmen Arsen aus dem Erdboden auf, sodass manche Reissorten belastet sind. Besondere Anforderungen gelten bei Lebensmitteln für Kinder, die aus ...

...mehr
Aus der
aktuellen
Ausgabe

Gesundheitsmythen Diät & Ernährung

„Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann.“ Die alte Weisheit galt mehrere Jahre lang nichts mehr. Doch mittlerweile ...

...mehr

 

RD Abbinder
RD Abbinder
RD Abbinder

Reader's Digest Deutschland: Verlag Das Beste GmbH - Vordernbergstraße 6, 70191 Stuttgart