Winterspeck - warum wir Extra-Kilos anfuttern
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ErnährungGesundheit

Winterspeck - warum wir Extra-Kilos anfuttern

Im Winter futtern wir Menschen uns gerne mal ein paar Extra-Kilos an. Warum dies so ist und wie man sie wieder los wird...

Autor: Reader's Digest - did

Das Murmeltier tut es. Der Bär tut es, Das Reh tut es: Winterspeck zulegen. Fett anzusetzen ist eine Strategie von vielen Tieren, um trotz knappen Nahrungsangebots unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Auch wir Menschen bauen zusätzliches Fettgewebe auf, damit wir die Wintermonate überstehen.

In der vorindustriellen Zeit, als wir noch stärker von den Jahreszeiten abhängig waren, nutzten wir dazu das üppige Nahrungsangebot, das sich im Spätsommer und Herbst durch die Ernte ergab. Es wurde noch dadurch vergrößert, dass die Bauern vor dem Winter Teile ihres Viehs schlachteten, weil sie es nicht durchfüttern konnten. Der Martinstag markierte das Ende des bäuerlichen Arbeitsjahrs und eröffnete die Adventsfastenzeit. Die Gans, die man zu diesem Anlass servierte, sowie der Weihnachtsbraten waren damals für viele Familien die letzte Gelegenheit, sich vor dem Winter noch einmal richtig satt zu essen.

Winterspeck ist überflüssig geworden

Heute sind wir dank Welthandel und haltbar gemachten Lebensmitteln rund ums Jahr gut versorgt, so dass der Winterspeck eigentlich überflüssig geworden ist. Manche von uns legen gegen Jahresende dennoch zu, weil sie sich weniger bewegen, wenn es draußen ungemütlich wird. Oder weil der Mangel an Sonnenlicht auf die Stimmung drückt. Dann verlangt der Körper nach besonders kalorienreicher Kost, um das Glückshormon Serotonin auszuschütten. Und natürlich nehmen wir zu, weil Pasteten, Plätzchen und Punsch allzu verlockend sind.

Ran an den Winterspeck!

Damit sie nicht mit einer Rubensfigur ins neue Jahr starten, sollten Sie clever schlemmen: Halten Sie Maß! Essen Sie zum Beispiel nur drei Dominosteine statt der ganzen Packung. Wählen Sie leichte Alternativen! Backen Sie mit weniger Zucker (bei den meisten Plätzchen lässt sich knapp ein Drittel einsparen), oder servieren Sie zum Fest magere Putenbrust und Püree statt Keule und Kroketten aus der Fritteuse.

Bewegen Sie sich! Wandern, Walken, Schlitten und Ski fahren machen gute Laune und verbrennen Kalorien.

 


 

RD Abbinder
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