Das bietet Schutz vor fiesen Keimen, Erkältung und Grippeviren
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Das bietet Schutz vor fiesen Keimen, Erkältung und Grippeviren

Besonders Viren können in der kalten Winterzeit zu unangenehmen Atemwegs-Erkrankungen und gar Grippe führen. Lesen Sie hier, wie Sie vorbeugen können...

Autor: Cornelia Krappel

Wir können Keime weder sehen noch hören oder fühlen, aber Milliarden von ihnen umgeben uns. Normalerweise kann sich der menschliche Körper gut davor schützen, doch sind sie besonders aggressiv oder greifen sie in großer Zahl an, wird der Mensch krank. Doch es gibt ein paar Maßnahmen, die das Risiko einer Erkrankung stark vermindern.

Vor allem gilt: konsequent Hände waschen

Die Feuchtigkeit in Ihren Händen ist die ideale Brutstätte für Krankheitskeime. Verwenden Sie zum Händewaschen warmes Wasser. Es beseitigt die Keime wirksamer als kaltes. Verwenden Sie keine antibakterielle Reinigungslotion, sondern eine milde, feuchtigkeitsregulierende Seife und waschen Sie die Hände 30 Sekunden lang. Dabei sollten Sie die Handrücken, Handinnenflächen und die Zwischenräume zwischen den Fingern, sowie das Weiße unter den Fingernägeln waschen. Spülen Sie gründlich mit Wasser nach und nehmen Sie Papiertücher zum Abtrocknen. Rubbeln Sie etwa 10 Sekunden lang, das beseitigt die meisten noch verbliebenen Keime.

Halten Sie sich warm

Ihr Körper kann sich gegen schädliche Keime bei Wohlfühl-Temperatur am besten zur Wehr setzen. Deshalb: Über das hippe, dünne Designer-Teil besser noch eine warme Weste ziehen. Ziehen Sie sich in der kalten Jahreszeit nach dem Zwiebel-Prinzip mit mehreren Kleidungs-Schichten warm an. So können Sie jeweils eine Schicht ablegen, wenn es Ihnen zu warm wird. So helfen Sie ihrem Körper, auf richtiger Temperatur zu bleiben, damit er in aller Ruhe die Krankheitserreger bekämpfen kann.

Grippeschutzimpfung

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt eine Grippeschutzimpfung, besonders für Menschen ab einem Alter von 60 Jahren. Auch Menschen, die Angehörige in Pflegeheimen besuchen, sollten sich gegen Grippe impfen lassen. Es dauert zwei Wochen, bis der Schutz vollständig aufgebaut ist. Die Impfung muss jährlich aufgefrischt werden, am besten im Herbst, vor Beginn der Grippesaison. Doch auch im Dezember oder Januar kann eine Immunisierung noch sinnvoll sein, denn die große Grippewelle breitet sich oft erst nach dem Jahreswechsel aus.

Keim-Tummelplätze möglichst meiden

Vermeiden Sie es, besonders belastete Flächen anzufassen und waschen Sie sich gründlich die Hände, falls sie es doch tun mussten:

  • Türklinken und Haltestangen in Bus und U-Bahn: Türklinken und Haltestangen zählen zu den Gegenständen mit der höchsten Keimbelastung
  • Öffentliche Toiletten: Toiletten in Bereichen mit viel Publikumsverkehr wie etwa an Flughäfen oder Bahnhöfen, aber auch Krankenhaus-Toiletten sind laut Untersuchungen stark bakteriell belastet.
  • Kaffeetassen im Büro: bringen Sie Ihre eigene Kaffeetasse mit ins Büro und spülen Sie sie stets mit heißem Wasser – und bloß nicht mithilfe der uralten Schwämme und Tücher, die dort an der Spüle bereitliegen.

 

Neue antibakterielle Erfindungen nutzen

  • Antibakterielle Spülbürste: Sie besteht aus Silikon und hat die Form eines Spachtels, soll bis zu 240 Grad Celsius hitzebeständig und antibakteriell sein. Die Bürste ist mit Silberplättchen beschichtet, so dass Keime keine Chance haben.
  • Smartphone-Hülle mit antimikrobiellem Schutz: Auf Smartphones feindet man bis zu zehnmal mehr Bakterien als auf öffentlichen Toiletten oder Türklinken. Spezielle Hüllen aus unterschiedlichen Materialien sollen die Oberfläche vor Schmutz, Staub und Kratzern schützen, sowie einen antimikrobiellen Schutz durch eine antimikrobielle Mikrofaser-Einlage bieten. Die Einlage wischt beim Zuklappen der Hülle nicht nur Fingerabdrücke weg, sondern eliminiert auch auf dem Bildschirm befindliche Bakterien zu 99 %.
  • Antibakterielle WC-Bürste ohne Borsten: Diese neue Bürste hat statt der Borsten reinigungsnoppen und einen antibakteriellen Stil aus Silberionen mit einer konisch zulaufenden Spitze. An dessen Ende ist eine wenige Zentimeter dünne Reinigungslippe angebracht. Sie sieht aus wie ein Dreieck mit abgerundeten Kanten und kann in alle Richtungen gebogen werden, sodass auch hartnäckige Verschmutzungen beseitigt werden können.

 


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