Chronischer Husten
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Chronischer Husten

Nicht immer ist eine Erkältung die Ursache dafür. Was noch als Auslöser infrage kommt.

Ausgabe: Februar 2019 Autor: Sidney Loney

Jeder hustet ab und zu“, erklärt Pneumologe Dr. Matthew Stanbrook vom Toronto Western Hospital, Kanada. „Dauert dies jedoch länger als zwei Monate an, so spricht man von chronischem Husten.“ Sind Rauchen oder Medikamente als Ursache auszuschließen, diagnostiziert man mithilfe einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs in 90 Prozent aller Fälle drei Erkrankungen.

Asthma

Bei Asthma-Husten handelt es sich – biologisch gesehen – um das alltägliche Asthma. Dabei verursacht eine Kombination aus genetischen und umweltbedingten Faktoren eine Entzündung der Atemwege. „Zur Behandlung gibt es eine Reihe wirksamer Therapien“, erklärt Dr. Stanbrook. Ein Inhalator zum Beispiel hilft, die geschwollenen Atemwege sofort zu öffnen, langfristiges Inhalieren von Kortikosteroiden verringert die Entzündung. „Behandelt man Asthma zu Beginn aggressiv, können die Medikamente oftmals im Lauf der Zeit reduziert und einzelne Asthmaanfälle bei Bedarf mit niedrigeren Dosierungen unter Kontrolle gehalten werden“, so Dr. Matthew Stanbrook.

GERD

Die klassischen Symptome der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) sind Sodbrennen, Schmerzen in der Brust und Reflux. Bis zu 20 Prozent der Patienten leiden zudem unter chronischem Husten. Die Ursache ist bislang unbekannt. Probeweise verschreiben Ärzte eine Behandlung mit säureblockierenden Protonenpumpenhemmern (PPI). Diese nimmt man zweimal täglich ein, am besten vor den Mahlzeiten. Es kann bis zu drei Monate dauern, bis sich ein Behandlungserfolg einstellt. Zusätzlich sollte man bestimmte Speisen und Getränke wie Kaffee, Schokolade, Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke, Zitrusfrüchte und stark gewürzte Gerichte meiden. Essen Sie nicht zu spät abends, und machen Sie einen Bogen um große Portionen oder fetthaltige Mahlzeiten. So halten Sie die Erkrankung unter Kontrolle.

Hustensyndrom der oberen Atemwege

„Die Ursache hat das Hustensyndrom der oberen Atemwege oft in den Nebenhöhlen“, erklärt Dr. Stanbrook. Auslöser sind meist Allergien, die zu einer Entzündung der Nase oder der Nasennebenhöhlen und infolge- dessen zu einer vermehrten Sekretproduktion führen. Fließt dieses Sekret den Rachen hinunter, löst es den Hustenreiz aus. Auch hier lässt sich die Ursache nur schwer nachweisen. Experten raten zu einer Therapie mit intranasalen Steroiden über mehrere Monate. Dennoch ist es möglich, dass im weiteren Verlauf eine ergänzende Behandlung notwendig wird. Da in vielen Fällen eine Allergie zugrunde liegt, empfiehlt der Pneumologe Dr. Stanbrook zusätzlich, Vorkehrungen zu treffen gegen auslösende Faktoren wie Hausstaubmilben und Tierhaare.

 


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