Leserfrage: Was versteht man unter der Korsakow’schen Krankheit?
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Aus der
aktuellen
Ausgabe

Körper & Psyche

Was versteht man unter der Korsakow’schen Krankheit?
Leser fragen, Experten antworten
Ausgabe: März 2016 Autor: Prof. Dr. med. Johannes Pantel, Johann Wolfgang Goethe-Universität

Das Korsakow-Syndrom tritt insbesondere als ausgeprägte Merkfähigkeits-Störung in Erscheinung. Die Betroffenen haben die Fähigkeit verloren, neue Informationen zu speichern. Sie entwickeln die Tendenz, entstehende Gedächtnisl-Lcken und Orientierungs-Störungen mit bisweilen erfundenen Geschichten zu füllen.

Vielen Patienten ist dies jedoch nicht bewusst, sodass es sich bei den Geschichten nicht um bewusstes Täuschen oder gar Lügen handelt. Vielmehr ist das Korsakow-Syndrom Ausdruck einer schweren, chronischen Schädigung des Gehirns, die vor allem Hirn-Regionen betrifft, die für die Gedächtnis-Bildung und die Regulierung der Emotionen zuständig sind.

Die häufigste Ursache des Korsakow-Syndroms ist ein jahrelanger übermäßiger Alkohol-Konsum. Es tritt jedoch auch nach Infektionen wie zum Beispiel einer Gehirn-Entzündung oder schweren Kopf-Verletzungen auf.


 

RD Abbinder
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