So fängt Ihr Tag gut an: unsere 17 Tipps
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Körper & Psyche

So fängt Ihr Tag gut an: unsere 17 Tipps

Damit Ihr Tag schön, entspannt und erfolgreich wird.

Ausgabe: März 2019 Autor: Andrea au Levitt
  1. Räkeln Sie sich im Bett
    Lassen Sie die Augen geschlossen, während Sie einen Arm heben, jeden einzelnen Finger bewegen, dann Ihre Hand, das Handgelenk und zuletzt den ganzen Arm. Wiederholen Sie die Übung mit dem anderen Arm, und fahren Sie mit Ihren Zehen, Füßen, Gelenken und Beinen fort. Dehnen Sie zum Schluss Nacken und Rücken, und dann raus aus den Federn! Damit lockern Sie Ihre Muskeln und Gelenke und kurbeln Ihre Durchblutung Ihre Zellen werden besser mit Sauerstoff versorgt. Versuchen Sie, sich so lang wie möglich zu machen. Das wirkt wie eine Kraftpose – sie steigert Ihr Selbstbewusstsein für den ganzen Tag, so Amy Cuddy, Psychologin an der Harvard University, USA.

 

  1. Öffnen Sie die Jalousien
    Das Licht der aufgehenden Sonne ist das Signal für Ihr Gehirn, Kortisol auszuschütten, damit der Körper aufwacht. Sonnenlicht macht nicht nur munter: Eine Studie der Northwestern University in Illinois, USA, hat ergeben, dass Menschen, die morgens Licht tanken, einen deutlich niedrigeren Body-Mass-Index haben als solche, die das Tageslicht später sehen.

 

  1. Meditieren Sie
    Meditation – gleich zu welcher Tageszeit ausgeführt – hat zahlreiche positive Effekte. Sie kann Schlafstörungen vorbeugen, Stress und Angst abbauen, Energie spenden, Gedanken ordnen helfen und das Immunsystem stärken. Durch das Meditieren am Morgen beginnen Sie den Tag ruhig und ausgeglichen, später sind Sie außerdem konzentrierter. Kostenlose Anleitungen für Anfänger finden Sie im Internet.

 

  1. Betrachten Sie Ihre Erinnerungen positiv
    Untersuchungen der San Francisco State University, USA, haben gezeigt, dass wir zufriedener sind, wenn wir uns auf positive Erinnerungen konzentrieren. Michelle Gielan, Expertin für positive Psychologie, empfiehlt, sich morgens kurz Zeit zu nehmen, um ein angenehmes Ereignis vom Vortag detailreich aufzuschreiben. „Solche Erlebnisse können eine Glücksquelle sein“, sagt sie. Die Strategie hat zudem positive Auswirkungen auf die Gesundheit: Einer Studie zufolge brauchten Schmerzpatienten, die sechs Monate lang positive Tagebucheinträge gemacht hatten, weniger Medikamente.

 

  1. Bewegen sie sich – nüchtern
    Körperliche Betätigung vor dem Frühstück regt den Körper dazu an, Fett zu verbrennen. Sport nach einer Mahlzeit verbrennt dagegen die zuvor aufgenommenen Kohlenhydrate. In einer im Auftrag der US-amerikanischen Zeitschrift Journal of Physiology durchgeführten Studie legten Probanden, die nach dem Frühstück Sport trieben, ebenso an Gewicht zu wie die der Kontrollgruppe, die untätig blieb. Eine Untersuchung der University of Vermont, USA, hat zudem gezeigt, dass die stimmungsaufhellende Wirkung eines 20-minütigen Trainings mehr als zwölf Stunden lang anhalten kann.

 

  1. Duschen Sie nicht heiß
    Beenden Sie Ihre Dusche mit einem kalten Guss. Immer mehr wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass ein Kneippguss am Morgen nicht nur den Körperfettanteil senkt, das Immunsystem stärkt und energiefördernd ist. Eine kalte Dusche erhöht auch die Schmerztoleranz.

 

  1. Kleiden Sie sich bequem
    Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist berühmt für seinen lässigen Look mit Jeans und grauem T-Shirt. In einem Interview mit der britischen Internet-Zeitung The Independent erklärte Zuckerberg, er würde seine Energie lieber für wichtige Entscheidungen aufwenden anstatt dafür, was er anziehen solle. Tipp: Stellen Sie Ihre Garderobe für den Job so zusammen, dass sie nicht nur farblich passt, sondern zudem bequem ist.

 

  1. Umarmen Sie Ihre Kinder morgens
    Eltern wissen, wie schwer es ist, ein schlafendes Kind zu wecken. Doch Sie können die Gelegenheit nutzen und positiv auf ihr Kind einwirken. Eine Studie der University of Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana aus dem Jahr 2016 hat ergeben, dass Kinder, mit denen viel gekuschelt wird, im späteren Leben seltener unter Ängsten leiden. Frühere Untersuchungen legen zudem nahe, dass Erwachsene, die oft in den Arm genommen werden, Erkältungen schneller loswerden und einen niedrigeren Blutdruck haben.

 

  1. Hören Sie Musik
    Legen Sie morgens energiegeladene Musik auf, die Sie gern hören, während Sie sich fertig machen. Wenn Sie ein Instrument spielen und morgens ein wenig Luft haben, ist jetzt die beste Zeit zum Üben: Sie fördern damit die Aufnahmefähigkeit Ihres Gehirns. Einer Studie der US-amerikanischen Johns Hopkins University zufolge verbessern sowohl das Hören von Musik als auch das Musizieren selbst die Lernleistung in 16 Kategorien, darunter Konzentration und Erinnerungsvermögen.

 

  1. Trinken Sie Wasser
    Während Sie schlafen, kommt Ihr Körper acht Stunden oder länger ohne Flüssigkeit aus. Das kann dazu führen, dass Sie sich nach dem Aufwachen dehydriert und schlapp fühlen. Ein Glas Wasser kann Abhilfe schaffen. Ob nun kaltes oder warmes Wasser besser für den Stoffwechsel ist, darüber streiten sich die Wissenschaftler. Der Ernährungsmediziner und Diabetologe Dr. Matthias Riedl empfiehlt warmes Wasser, um die Verdauung zu unterstützen.

 

  1. … mit Zitrone
    Zitronenwasser kommt Ihrer Gesundheit mehrfach zugute. So stärkt das in Zitronen und anderen Zitrusfrüchten enthaltene Vitamin C das Immunsystem und schützt die Zellen vor freien Radikalen. Zudem beugt es Falten vor und wirkt verdauungsfördernd. Daneben unterstützt die Zitronensäure das saure Magenmilieu, das vor krankmachenden Keimen schützt.

 

  1. Zucker in den Kaffee
    Zu viel Zucker ist schädlich, das ist inzwischen allgemein bekannt. Eine Studie der Universität von Barcelona, Spanien, ergab allerdings, dass gesunde Männer und Frauen, die vor dem Frühstück ein koffeinhaltiges Getränk mit Zucker konsumiert hatten, sich länger konzentrieren konnten. Sie wiesen zudem eine bessere Leistung des verbalen Gedächtnisses auf als Vergleichspersonen, die morgens entweder nur Koffein oder nur Zucker zu sich genommen hatten.

 

  1. Frühstücken Sie
    Viele Studien sind zum Thema Frühstück erschienen – doch sie ergeben ein widersprüchliches Bild. Weitgehend einig sind sich Forscher darüber, dass ein Frühstück für Kinder und Jugendliche sinnvoll So zeigt eine Langzeitstudie schwedischer Wissenschaftler, dass Menschen, die in ihrer Jugend nicht oder kaum gefrühstückt hatten, als Erwachsene stärker an Übergewicht und erhöhtem Blutzuckerspiegel litten als Vergleichspersonen, die regelmäßig morgens gegessen hatten.

 

  1. Wählen Sie gesunde Zutaten
    Natürlich kommt es darauf an, was Sie essen. Ein Frühstück ist sinnvoll, denn die Kohlenhydratspeicher werden nachts entleert. Isabelle Keller, Ernährungswissenschaftlerin bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, empfiehlt: „Ein optimaler Start in den Tag ist ein selbst zubereitetes Müsli mit Vollkornhaferflocken und frischem Obst. Fertigmüslis dagegen enthalten zu viel Zucker. Wer lieber Brot isst, sollte Vollkornbrot wählen.“

 

  1. Probieren Sie, verkehrt herum zu essen
    Das mag seltsam klingen, aber damit kann man Kalorien sparen. Die US-amerikanische Kochbuchautorin Devin Alexander verrät: „Essen Sie Ihren Vollkorntoast oder Ihr Brötchen mit der bestrichenen Seite nach unten, kommen die darin enthaltenen Aromen sofort mit Ihrer Zunge in Kontakt, und der Geschmack ist intensiver. Das bedeutet weniger Butter oder andere Aufstriche und damit weniger Kohlenhydrate.“

 

  1. Starten Sie positiv in den Tag
    Der bevorstehende Arbeits- oder Schultag erfüllt viele Menschen mit Unbehagen, so Steve Orma, klinischer Psychologe und Autor. Beginnt man den Tag dagegen mit etwas Angenehmem, falle die Pflicht leichter. „Das kann eine Tasse Kaffee, Meditation oder ein Tagebucheintrag sein“, meint Orma.

 

  1. Suchen sie nach guten Nachrichten
    In einer Studie aus dem Jahr 2015 wurden Probanden dreiminütige positive Nachrichtenclips gezeigt. Danach war die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmer den anschließenden Tag als „gut“ bezeichneten, um 27 Prozent höher – im Vergleich zu denjenigen, die morgens schlechte Nachrichten sahen oder hörten. Studien belegen, dass negative Stimmungen die Arbeitsleistung beeinträchtigen. Also, worauf warten Sie? Legen Sie los, und testen Sie unsere Tipps!

 


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