Die wichtigsten ätherischen Öle: Lavendel
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wellness Natürlich heilen

Die wichtigsten ätherischen Öle: Lavendel

Unter allen ätherischen Ölen verdient dieser Klassiker mit dem unverwechselbaren Aroma wohl den Preis für das vielseitigste Heilmittel. Schon seit dem Altertum wird Lavendel für eine Vielzahl medizinischer, therapeutischer, hygienischer und kosmetischer Zwecke genutzt.

Autor: DasBeste-Redaktion

Haupteigenschaften

  • abschwellend
  • beruhigend
  • desodorierend
  • entzündungshemmend
  • insektenabweisend
  • krampflösend
  • schmerzstillend

Gut gegen Stress

Einer japanischen Studie zufolge stärkt Linalool, ein Bestandteil des Lavendelöls, über die weißen Blutkörperchen das Immunsystem und hindert bestimmte Gene daran, negativ auf Stress zu reagieren.

Eine andere Studie zeigte, dass eine Aromatherapie-Massage mit Lavendelöl bei Patienten mit Hirntumoren zu einer Absenkung des Blutdrucks, einer Verlangsamung der Puls- und Atemfrequenz und zu körperlicher wie seelischer Entspannung führte.

Steckbrief

Lavendelöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blüten der Lavendelart Lavandula angustifolia (auch L. officinalis) gewonnen. Die blassgelbe Essenz hat ein blumigerfrischendes, leicht krautigsüßes, kampferartiges Aroma mit einer balsamischholzigen Note. Sie passt zu fast allen anderen Ölen, ob nun Zitrus, Kräuter, Würz- oder Blütenessenzen. Physisch wie psychisch wirkt sie ausgleichend, beruhigend und schmerzstillend.

Anwendung und Wirkung

Obwohl der Lavendel schon lange als Heilkraut bekannt war, beschäftigte sich die Wissenschaft mit seinen Heilkräften erst zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts. Damals stellte der Chemiker RenéMaurice Gattefossé fest, dass Lavendelöl die Heilung von Brandwunden begünstigte.

Lavendel ist ein ideales Mittel gegen Verbrennungen, Verbrühungen, Schnitt, Bissund Schürfwunden, Insektenstiche und andere leichtere Hautverletzungen. Das Öl beschleunigt die Heilung und reduziert die Narbenbildung, indem es die Zellregeneration fördert. Darum wird es auch gern Lotionen, Cremes und Massagemischungen für die Haut zugesetzt.

Ihre natürliche antibakterielle, antiseptische und fettregulierende Wirkung macht die Essenz zu einem wirksamen Mittel gegen Akne und andere entzündliche Hautkrankheiten, wie Pickel und Ekzeme, während sie mit ihren abschwellenden und antimikrobiellen Eigenschaften Erkältungen, Husten, Bronchitis, Katarrhen, Kehlkopfentzündung, Keuchhusten, Asthma, Grippe und Schnupfen die Stirn bietet. Lavendelöl ist überdies ein gutes Insektenschutzmittel.

In Inhalationen und Duftlampen offenbart es seine Wirkung als natürliches Sedativum – geben Sie für einen längeren und tieferen Schlaf ein paar Tropfen des Öls auf Ihr Kopfkissen. Gegen Kopfschmerzen hilft neben einer Inhalation auch eine Schläfenmassage mit der unverdünnten Essenz. In Badezusätzen und Massagemischungen kann Lavendelöl zur Linderung von Schmerzen im Bewegungsapparat beitragen, insbesondere bei Arthritis, Ischiassyndrom, Verstauchungen, Zerrungen, Muskelkrämpfen, Geburtsschmerzen und Menstruationsbeschwerden. Es reduziert auch die Angst vor Schmerzen, die selbst wieder Schmerz auslösen kann.

Geist und Seele

Besonders hilfreich ist das Öl bei nervlichen und emotionalen Problemen wie Stress, Reizbarkeit, Panik, Wut, Hysterie, Frustration und Erschöpfung. Spirituell verhilft es zu Einsicht, Mitgefühl und tiefer Entspannung.

Achtung: Keinesfalls im ersten Schwangerschaftstrimester oder bei sehr niedrigem Blutdruck verwenden.


 

RD Abbinder
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