Mythos „Big Five“ – Begegnungen im Krüger-Nationalpark
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Mythos „Big Five“ – Begegnungen im Krüger-Nationalpark

Wenn Ranger Boyd Varty seine Safari-Gäste durch den Busch führt, zählt eine Begegnung mit den „Big Five“ zu den Höhepunkten. Doch welche Tiere gehören eigentlich zu den berühmten „Großen Fünf“?

Autor: Almuth Stiefvater
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Bei einer Safari stehen die sagenumwobenen „Big Five“ ganz oben auf der Wunschliste der Teilnehmer. Sie zu sehen ist für die meisten Besucher etwas ganz Besonderes. Für den jungen Ranger Boyd Varty, der sich mit seinen Gästen auf die Spur der „Big Five“ begibt, sind wilde Tiere Teil seines Lebens. Er wuchs im Londolozi-Resort auf, am Rande des Krüger-Nationalparks, einem der schönsten Naturreservate Südafrikas. Wie er in seinem Buch „Safari“ erzählt, lernte er schon als Achtjähriger schießen, zu seinen Spielgefährten gehörten Löwen- und Leopardenjungen. Daher weiß er auch, wo man die „Big Five“ am besten aufspüren kann.

Worum handelt es sich bei den "Großen Fünf", die so viele Menschen faszinieren?


Der Begriff „Big Five“ stammt aus der frühen Großwildjagd.  Obwohl „big“ groß bedeutet, hat die Größe der Tiere mit der Bezeichnung nichts zu tun. Vielmehr sind mit „Big Five“ die fünf Tiere Afrikas gemeint, auf die die Jagd zu Fuß am gefahrvollsten und schwierigsten war. Groß sind auch eine Giraffe oder ein Nilpferd, sie ließen sich jedoch ohne weitere Anstrengungen jagen. Ihnen musste man nicht mühevoll durch den Busch nachschleichen, immer in der Gefahr, von ihnen zuerst entdeckt zu werden.

Zu den „Big Five“ zählt zum einen der Elefant. Er ist das größte Landsäugetier der Welt, das zudem sehr intelligent ist. Der größte Elefant, der je gemessen wurde, war auf Schulterhöhe vier Meter groß.

Hinzu kommt das Nashorn, genau genommen sind es zwei Nashornarten: das Breitmaul- und das Spitzmaulnashorn, wobei vor allem Spitzmaulnashörner für ihre Angriffslust bekannt sind. Nashornbullen können bis zu zwei Tonnen schwer und sehr aggressiv werden, wenn man ihnen zu nahe kommt.

Auch der Büffel gehört zu den „Big Five“. Er wird, für manche erstaunlich, als das gefährlichste Tier der „großen Fünf“ angesehen, da er als unberechenbar gilt. Es ist ratsam, einen angemessenen Sicherheitsabstand einzuhalten, wenn man Büffeln zu Fuß begegnet.  

Nicht fehlen darf natürlich der Löwe. Die Kraft und die majestätische Ausstrahlung dieser Raubkatze haben die Menschen schon immer fasziniert.

Vollzählig macht die „Big Five“ der nicht minder bedrohliche und beeindruckende Leopard. Dieser Meister der Tarnung ist von allen Tieren am schwersten zu finden. Wer auf einer Safari also alle fünf Tiere entdeckt, kann sich glücklich schätzen …


 

RD Abbinder
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