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Dieser Sic´tzplatz im Garten ist durch Zaunelemente vor neugierigen Blicken geschützt.
© istockfoto.com / HannamariaH
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Cleverer Sichtschutz im Garten

Damit der Garten ein Rückzugs­ort wird und bleibt, in dem man sich wohlfühlt, entspannen und sich vom Alltag zurückziehen kann, muss für eine ausreichende Privatsphäre gesorgt werden.

Autor: Reader‘s Digest Book

Das ist manchmal gar nicht so einfach, wenn man in einer Reihenhaus­siedlung quasi Terrassentür an Terrassentür mit dem Nachbarn wohnt, der Garten direkt an den des Nachbarn grenzt. Ein Sichtschutz wird auch notwendig, wenn es vielleicht gar keinen Nachbargarten, sondern nur eine triste Betonwand, eine Mauer oder graue Garagentore zu be­trachten gibt. Die Möglichkeiten für Sicht­schutz und Privatsphäre sind viel­ fältig. Am einfachsten lassen sich mit Paravents, Sonnensegeln und Sonnenschirmen unerwünschte Einblicke von den Seiten oder oben verhindern. Hecken und hohe Stauden brauchen mehr Platz, dafür sind die Gestaltungsmöglichkeiten enorm und sie verändern durch ihre Blüten, Früchte, Blätter und die Herbstfärbung das Gesicht des Gartens. Außerdem bremsen Sie kühlen Wind und verbessern das Klima im Garten. Mauern, Zäune und feste Sicht­schutzelemente aus Holz, Metall oder Kunststoff sind dauerhaft. Sie lassen sich auch gut mit an­deren Sichtschutzmöglichkeiten kombinieren.

Paravents
Paravents sind mobile Sicht­schutzelemente. Aus wetterfesten Materialien gefertigt haben sie heute auch Einzug in den Garten erhalten. Paravents bestehen aus mindestens zwei mit Scharnieren verbundenen Elementen, die von alleine stehen bleiben und nur, wenn sie perma­nent im Garten aufgestellt werden sollen, fest auf dem Untergrund verankert werden. Die Elemente bestehen aus einem Rahmen, der aus Holz, Kunststoff oder Metall gefertigt wird und mit demselben Material oder Stoff gefüllt ist. Sie lassen sich leicht auf- und abbau­en, transportieren und verstauen: ideal für kleine Gärten. Größere Flächen lassen sich mit mehreren, nebenei­nander aufgestellten Elementen abdecken. Paravents gibt es schlicht und modern, klassisch mit verschnör­kelten Ranken und anderen Schmuckelementen oder aus Weidengeflecht.


Sonnensegel und Sonnenschirme
Sonnensegel werden aus Segeltuch oder Stoffbahnen gefertigt, die über dem Sitzplatz aufgespannt werden. An den Ecken oder Kanten sind Ösen eingenäht, die an Haken in der Hauswand, der Balkonbrüstung über der Terrasse oder freistehenden Metallrohren eingehängt werden. Eine sichere Verankerung ist unabdingbar, da sie sonst bei Wind und Böen Schaden nehmen können.
Sonnenschirme schützen nicht nur vor hellen und sengenden Sonnenstrahlen, sondern auch vor Einblicken von oben. Besonders in einem Mehrfamilienhaus oder in von anderen Gebäuden um­gebenen Stadtgärten fühlt man sich nicht wohl, wenn einem die Nachbarn ständig dabei beobach­ten können, was man gerade isst, liest oder wenn man sich sonnt. Es gibt sie in vielen Farben und Mustern. Große Sonnenschirme sollten mit einem mechanischen Kurbelmechanismus zum Auf­und Abspannen ausgestattet sein, da sie sonst sehr schwer zu öffnen sind. Achten Sie beim Kauf auf Qualität.  


Hecken als Sichtschutz
Hecken gehören zu den klas­sischen Gestaltungselementen im Garten, die dem Sichtschutz dienen. Sie bestehen aus immer­grünen oder laubabwerfenden Strauch- oder Baumarten. Geeignet sind dabei nur solche Gehölze, die einen regelmäßigen Schnitt vertragen. Sommergrüne Laubgehölze, die sich als Hecke eignen, sind u. a. Liguster (Ligustrum vulgare), Hainbuche (Carpinus betulus), Rotbuche (Fagus sylvatica), Heckenberberitze (Berberis thunbergii in Sorten) und der Feldahorn (Acer campestre). Abwechslung kann man durch den Einsatz unterschiedlicher Sorten einer Art schaffen. So können Sie z.B. eine Rotbu­chenhecke aus Exemplaren der normalen, grünblättrigen Form, gemischt mit rotblätt­rigen ('Atropunicea') oder gelblaubigen ('Dawyck Gold') pflanzen. Auch von der He­ckenberberitze gibt es Sorten mit abweichenden Blattfarben, beim Feldahorn schmückt sich die Sorte 'Carnival' mit rosa-weiß-grün panaschierten Blättern und vom Gewöhnli­chen Liguster gibt es Sorten, die gelblich grünes oder gelb gerandetes Laub haben.
Unter den immergrünen Laubbäumen und Sträuchern sind es vor allem die Stech­palmen (Ilex) mit ihren vielen Formen, die sich für Hecken eignen, aber auch der Kirsch­lorbeer (Prunus laurocerasus). Zur selben Gattung gehört die Portugiesische Lorbeerkirsche (P. lustanica), die nicht ganz so ledrige Blätter hat. Buchsbaum (Buxus sempervirens) und Glanzmispeln (Photinia) eig­nen sich ebenfalls als immer­grüne Heckenpflanzen. Keine Gehölze, aber ebenfalls immergrün, sind Bambusse. Die ausläuferbildenden müssen zwar mit Rhizomsperre ge­pflanzt werden, sehen aber das ganze Jahr über schön aus, da sie mit ihren frischgrünen Blät­tern nicht so „düster" wirken wie viele Koniferen.Die Auswahl an Nadelgehölzen für Hecken ist überschaubar. Am besten eignet sich die Eibe (Taxus), da sie einen stärkeren Rückschnitt bis ins alte Holz verträgt. Auch Scheinzypressen (Chamaecyparis) und Lebens­baum (Thuja) lassen sich zu Hecken schneiden.


Zäune
Früher dienten Zäune vor­nehmlich dazu, wilde Tiere und andere unerwünschte Besucher aus dem Garten fernzuhalten. Diesen Zweck erfüllen sie heute sicher auch noch, jedoch dienen sie vermehrt der Abgrenzung des Gartens zum Nachbarn und zum öffentlichen Raum in der Stadt. Die wichtigsten Materialien zum Bau von Zäunen sind Holz, Maschendraht und Metall sowie Flechtwerk, z.B. aus Weidenruten. Ihr Vorteil liegt im relativ schnellen Aufbau und, wenn es sich um einen Maschen- oder Flechtzaun handelt, auch im günstigen Preis.

Mauern
Mauern haben zum einen den Zweck, Höhenunterschiede in Hanglagen auszugleichen, indem sie die Terrassierungen stützen. Im Garten und an seinen Grenzen bilden sie beliebig hohe Barrieren, hinter denen man sich von der Außenwelt abgeschirmt völlig geschützt aufhalten kann. Mauern werden klassischerwei­se aus Ziegeln oder Klinkern, aber auch aus Natur- oder Kunststei­nen (Betonpflaster) errichtet. Im Gegensatz zu einem durchlässigen Zaun bieten Mauern auch einen zuverlässigen Schallschutz. Wich­tig beim Bau der Mauer ist ein ausreichend tiefes, frostsicheres Fundament. 80 cm ist das Mini­mum, sonst kann es im Winter zu Schäden kommen und die Stand­sicherheit ist gefährdet. Mauern lassen sich mit Klet­terpflanzen begrünen, farbig streichen oder sind, wenn sie aus optisch ansprechendem Material gemauert werden, eine Augenwei­de für sich.

Betonwände
Betonwände sind nichts anderes als eine Mauer, die entweder aus Betonfertigelementen zusammengesetzt oder mit einer Stahl­- bzw. Eisenarmierung versehen zwischen zwei Schalbrettern ge­gossen wird. Auch sie braucht ein mindestens 80 cm tief reichendes Fundament. Betonmauern können glatt verputzt und gestrichen werden, bieten selbstklimmenden Kletter­pflanzen Halt oder können ein­fach - als Sichtbeton - so belassen werden, wie sie sind.

Gabionen
Gabionen sind große Metallkörbe oder -quader, die mit Findlingen, Kieseln, Schotter oder auch Holz­scheiten, Glassteinen oder ande­ren Materialien gefüllt werden. Sie bieten zwar einen guten Sicht­- und Lärmschutz, brauchen aber viel Platz und lassen sich gar nicht oder nur schwer umsetzen.

Holz, Kunststoff und Metall 
Holz ist einer der flexibelsten und am einfachsten zu bearbeitenden Baustoffe für den Garten. Holz­zäune können als Lattenzäune mit Zwischenräumen oder dichte Bretterwände gestaltet und die Oberfläche kann je nach Gusto gestrichen bzw. lasiert werden oder naturbelassen bleiben. Diese beiden Materialien kom­men im modernen Garten zum Einsatz. Sie lassen sich in großflä­chigen Paneelen zwischen Pfosten setzen und sind blickdicht.






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