Mücken lassen sich mit Gerüchen vertreiben
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Aus der
aktuellen
Ausgabe

Krabbeltiere Haus & Garten

Mücken lassen sich mit Gerüchen vertreiben

Mücken lassen sich mit Gerüchen vertreiben. Was für uns angenehm riecht, finden sie so unerträglich, dass sie wieder umdrehen und den Menschen in Ruhe lassen.

Autor: Reader's Digest Book

Weibliche Stechmücken nerven die Menschen mit Stichen. Sie benötigen Eiweiß aus dem Blut für die Produktion ihrer Eier. Vor allem diejenigen der Gattungen Anopheles, Aedes und Culex haben es auf den Menschen abgesehen. Die Männchen dagegen sind Vegetarier. Bis heute ist jedoch nicht restlos geklärt, was die Mücken-Damen so unwiderstehlich anzieht. Sie scheinen auf ein Gemisch aus Substanzen zu reagieren, die der Mensch freisetzt. Dieses Gemisch orten sie mit einer Art Geruchssinn. Vor allem Kohlendioxid und Milchsäure in Kombination mit Wärme, Bewegung, Farbe und Feuchtigkeit spielen eine Rolle.

In unseren Breiten verursachen die Stiche meist nur einen leichten Juckreiz und kleine Schwellungen. Doch weltweit fallen Krankheiten wie Gelb- und Dengue-Fieber oder Malaria, die die Blutsauger übertragen können, unzählige Menschen zum Opfer. Immer wieder entwickeln Forscher daher neue Stoffe zur Mückenabwehr, sogenannte Repellents (von Lat. repellere = vertreiben, zurückschlagen). Die Mittel enthalten meist chemisch-synthetische Wirkstoffe. Aber auch die natürlichen Öle aus Lavendel oder Citronellaöl halten die Tiere fern.

Die chemischen Mittel sind ihnen jedoch weit überlegen, obwohl es keinen 100-prozentigen Schutz gibt. Alle Repellents scheinen die Sinne der weiblichen Stechmücken zu verwirren oder von ihnen als unangenehm wahrgenommen zu werden. Allerdings wirken sie nur auf kurze Distanz oder bei Kontakt mit dem Tier und müssen flächendeckend aufgetragen werden, da die Blutsauger selbst kleinste unbehandelte Hautstellen finden. Fliegt die Stechmücke an und nimmt den Duft des Repellent wahr, dreht sie ab und sucht sich ein anderes Opfer. Gängige Repellents schützen meist auch vor Zeckenbissen, durch die Borreliose übertragen werden können.

Um die Zahl der Mücken, die in die Wohnung gelangen zu verringern, gibt es übrigens ein einfaches Hausmittel: Tomaten- oder Basilikumpflanzen im Topf, auf der Fensterbank platziert, schrecken Mücken ab. Sie wirken wie ein Schutzschild: Die Mücken mögen den Geruch dieser Pflanzen nicht und drehen wieder um.

 


 

RD Abbinder
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